In der Veranstaltungsreihe „Bauakustik” lernen Studierende die Grundlagen und praktischen Anwendungen zum Schallschutz im Bauwesen kennen. Im Mittelpunkt stehen akustische Fragestellungen, die bei der Planung, Bewertung und Optimierung von Gebäuden eine wichtige Rolle spielen. Nach einer kompakten Wiederholung der akustischen Grundlagen wie Schwingungen, Wellen und Pegelgrößen werden zentrale Themen der Bauakustik behandelt. Dazu gehören unter anderem die Gestaltung des Schallschutzes durch die Planung geeigneter Bauteil- und Gebäudeeigenschaften, die Berechnung der Körperschallausbreitung sowie die Bewertung von Geräuschen haustechnischer Anlagen. Dabei stehen die relevanten Kenngrößen Schalldämm-Maß, Trittschallpegel und deren qualitative Berwertung im Fokus, die bei Bauvorhaben häufig normativ und z.T. baurechtlich gefordert sind und rechnerisch oder messtechnisch nachgewiesen werden müssen. NEU im WS 2026/27 Ein besonderer Schwerpunkt liegt ab dem WS 2026/27 auf der Verbindung von Akustik-Theorie mit Akustik-Praxis: Vorlesungseinheiten und akustische Versuche wechseln sich wöchentlich ab. Die Studierenden lernen den Umgang mit modernen Messgeräten kennen, werten Messergebnisse aus und untersuchen akustische Phänomene anhand anschaulicher Beispielversuche. Dazu gehören unter anderem experimentelle Messungen mit moderner Messtechnik wie einer akustischen Kamera. Weitere praktische Versuche geben einen Einblick in aktuelle akustische Forschungsfelder der Professur Bauphysik. Beispiele sind die Modellmesstechnik am Miniatur-Wandprüfstand und einem Experiment zur Bestimmung von Eigenmoden in Bauteilen. In dieser Veranstaltung erhalten Studierende ein fundiertes Verständnis akustischer Berechnungs- und Messverfahren und erleben an praktischen Beispielen wie akustische Fragestellungen in Planung, Messpraxis und Forschung bearbeitet werden. |