| Beschreibung |
<p>Bravetta</p>
<p><em>Von einem beliebten Wohnhügel aus, dem Gianicolo, von dem man einen wundervollen Blick über das alte Rom hat, schlängelt sich, dem Verlauf des Hügels folgend, die Via Bravetta sanft abfallend in Richtung Meer. Näher an der Stadt lagen früher die Villen mit ihren ausgedehnten Parks, weiter draußen dann die Landgüter und vereinzelte Dörfer. </em></p>
<p><em>Alles in allem wirkt das Viertel Bravetta vergleichsweise unscheinbar. Vieles ist eingeschlafen; zahlreiche der Bewohner sind hieraufgewachsen und alt geworden. Manche Häuser wirken wie seit Jahrzehnten kaum verändert. Gerade daraus entsteht eine eigentümliche Atmosphäre zwischen Stadt und Peripherie, zwischen improvisierter Urbanisierung und der Gemächlichkeit derfrüheren Campagna Romana.</em></p>
<p>Lola Randl, Mai 2026</p>
<p>Im Zentrum der Forschung von Lola Randl steht die ehemalige Autowerkstatt <em>officinacittà</em> im römischen Außenbezirk Bravetta, in dervon ihr ein Planetarisches (Garten)Institut gegründet wurde. Das Institut ist keine konkrete Einrichtung – sie beschreibt es eher als ein operatives Missverständnis oder einen Platzhalter, der überhaupt erst den Raum erzeugt, in dem beobachtet werden kann. Ausgehend von diesem Institut versucht sie, Stadt, Natur und städtische Agrikultur an ihren Übergängen und Überlagerungen zuuntersuchen. Schreiben und Film dienen ihr als Verfahren der Verschaltung. </p>
<p>Das Thesis-Studio beruht auf einer Kooperation mit Lola Randl, die als ehemalige Rompreisträgerin der Villa Massimo im Mai 2026 einen Vortrag an der Bauhaus-Universität Weimar gehalten hat und derzeit mit einem Ausstellungsprojekt im ACC vertreten ist. Eine Exkursion nach Rom und Bravetta am 29.10.–02.11.2026 dient als vorbereitendes Seminar für die thematische und methodische Erarbeitung einer Bachelor- oder Masterthesis. Neben dem Besuch in der ehemaligen Autowerkstatt und Gesprächen mit Lola Randl und anderen Personen sind Spaziergänge in die Umgebung von Bravetta mit Beobachtungen und Betrachtungen u. A. des Buon-Pastore-Komplex, der Porta Pamphili, des Valle dei Casali, des Forte Bravetta und des Corviale angedacht. <br /><br /></p>
<p class="western" style="line-height: 0.42cm; orphans: 2; widows: 2;"><span style="color: #000000; font-size: 8pt;">Zeit: Wintersemester 2026/27<br />Ort: Weimar<br />Lehrende: Verena von Beckerath, Till Hoffmann, Hanna Maria Schlösser<br />Gastbeitrag: N.N. <br /> Zuordnung: B.Sc. und M.Sc. Architektur</span></p>
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