| Beschreibung |
Das von den Sozialisten regierte Rote Wien hat in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg den Gemeindebau etabliert. Der kommunale Wohnungsbau war Teil einer umfassenden Bewegung zur Unterstützung der Arbeiterinnen und Arbeiter. Vom Acht-Stunden-Tag, der Arbeitslosenversicherung, den Konsum- und Sportvereinen, Ganztagesschulen und Krankenhäusern bis zur Erwachsenenbildung und den Arbeiterchören wurde in kürzester Zeit ein Programm zur Emanzipation der arbeitenden Bevölkerung entwickelt. Die Architektur der Reformblöcke war Teil dieses Programms. Im Gegensatz zu den Siedlungen des Neuen Frankfurt entstand in Wien ein faszinierender städtischer Massenwohnungsbau. Die Architektur der Reformblöcke fügt sich, ohne die eigene Größe zu leugnen, selbstverständlich in den Stadtkörper ein. Die städtischen Baukörper definieren die Straßenräume und erst im Inneren der Blöcke kann oft eine Vielfalt verschiedenster Höfe als Raumfolge erlebt werden. Die starke Position des Gemeindebaus und die Selbstverständlichkeit, mit der Einrichtungen für die Gemeinschaft gefördert werden, ist bis heute geblieben. In diesem Semester wollen wir uns anhand des Beispiels von Wien mit den Möglichkeiten des kommunalen Wohnungsbau auseinandersetzen. Auf der Exkursion starten wir mit den Anfängen des modernen Wiens, den bürgerlichen Wohnbauten am Ring von Theophil von Hansen, den Jugendstilbauten von Otto Wagner bis zu den Wohnexperimenten von Adolf Loos. Anschließend besuchen wir die Reformblöcke des Roten Wiens am Gürtel, die Werkbundsiedlung mit den Bauten von Richard Neutra, Hans Hoffmann, Margarete Schütte-Lihotzky, um uns im Anschluss an die Bauten der 70er Jahre, wie beispielsweise den Wohnpark Alterlaa von Harry Glück, mit dem heutigen Wohnungsbau zu beschäftigen. Das Entwurfsthema ist ein Wohnungsbau-Ensemble: Neben der städtebaulichen Setzung liegt der Schwerpunkt des Entwurfs im Wohnungsbaus. Gesucht wird eine angemessene Architektur, die auf die heutigen Herausforderungen und Lebensumstände eine angemessene Antwort findet. Wir empfehlen allen Studierenden, an der Exkursion nach Wien teilzunehmen. Die ungefähren Kosten für die Exkursion liegen bei: Fahrtkosten Hin-/Rückfahrt mit der DB ca. 100,00 Euro, zzgl. Kosten für ÖPNV in Wien ca. 40,00 Euro und Übernachtungskosten für vier Nächte ab ca. 120,00 Euro. Für Eintrittspreise und Führungen in Wien sammeln wir 70,00 Euro ein. Die Exkursion findet in der Exkursionswoche statt. Das Pflichtprogramm wird von Montagnachmittag bis Donnerstagabend sein, Freitag und Wochenende können zur eigenen Erkundung genutzt werden.
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| Bemerkung |
1. Termin Donnerstag, 15.10.2026, 9.15 Uhr Betreuung wöchentlich, Donnerstag ab 9.15, bis zum 28 1 2026 Exkursion 09.11.2026 bis 13 11 2026 Endabgabe am 3 2 2026 Schlusspräsentation am 4 2 2027 |
| Leistungsnachweis |
Abgabeleistungen: Analyse, Konzept in Text und Piktogrammen Städtebauliches Modell 1:1.000 Lageplan 1:1.000 Grundrisse, Schnitte, Ansichten 1:200 Modell 1:200 Detail einer Wohnung 1:50 Modell einer Wohnung 1:50 |