| Beschreibung |
Mit der Stadt und dem urbanen Raum setzen sich nicht nur Architektur und Städtebau auseinander. Insbesondere das Phänomen der Großstadt war immer schon ein zentrales Sujet der Kunst und des Films, aber auch der Philosophie, Psychologie und Soziologie. Als Nukleus gesellschaftlicher Entwicklungen stand die Großstadt schon immer im Zentrum der Reflexion über sich verändernde Lebensrealitäten, soziale Beziehungen und kulturelle Praktiken. Dieser Diskurs war schon immer offen und etablierte sich nicht zuletzt in der fortwährenden Selbstvergewisserung der verschiedenen Disziplinen und wurde damit selbst zu einem Spiegel kultureller Entwicklung. Diese Auseinandersetzung mit der Lebensrealität im urbanen Raum wurde zu einem Instrument der Diagnose der Gegenwart: Eine permanente Suche, die immer wieder neue Räume und Perspektiven eröffnete. Eine Auseinandersetzung mit den Krisen der Gegenwart, die immer wieder die Frage nach der Zukunft stellen. Wie wollen wir künftig leben? Welche Formen urbaner Praxis können uns dabei helfen, ein neues Miteinander und möglicherweise eine neue Form von Gesellschaft zu formulieren? Wir wollen uns in diesem Semester mit Filmen, Texten und Kunstwerken auseinandersetzen, die für diesen Diskurs wesentlich waren und bis heute prägend sind. (Texte u.a. Theodor W. Adorno, Alexander Mitscherlich, Henri Lefebvre, Lucius Burckhardt, Ayn Rand, Rem Koolhaas) (Kunstwerke u.a. Paul Citroen, Robert Frank, William Klein, Gordon Matta-Clark, Dan Graham, Martha Rosler, Hans Haake, Thomas Struth, Theaster Gates, Francis Alys ) (Filme u.a. Berlin: Die Sinfonie der Großstadt, Man with a Movie Camera, Modern Times, Playtime, Blade Runner, Chungking Express, Lost in Translation, Koyaanisqatsi, Citizen Jane: Battle for the City) |