| Beschreibung |
Lehrbeauftragte: Margarita Certeza Garcia Die Dunkelheit, insbesondere in der Performancekunst, nimmt einen liminalen Raum ein, der eine „besondere Melancholie” oder eine atmosphärische „dunkle Kammer” hervorrufen kann, die den aktuellen globalen Zeitgeist widerspiegelt und beun-ruhigende historische Bilder widerspiegelt. In der Dunkelheit können Unklarheit und Unsichtbarkeit das Potenzial haben, Überwachungsstaaten entgegenzuwirken und zu stören oder sogar den Fokus kolonialer, heteropatriarchaler und normalisie-render Blicke zu stören. Können wir mit Themen wie Auslöschung, Abwesenheit und/oder deren Gegenstück – gemeinsamen, intimen Momenten – Hierarchien radikal hinterfragen oder Werke schaffen, die Publikum und Performancekünstler als Mitgestalter zusammen-bringen? Wenn populäre Narrative instabil und zunehmend düster und morbide sind, gibt es dann in der Unklarheit Raum, um Möglichkeiten zu eröffnen und politische und körperliche Körper zu begraben, zu verstecken oder auszugraben? Dieser Spezialkurs konzentriert sich auf die Mechanismen und das Potenzial körperlicher Widerstände. Wie können Perfor-mance-Kunstpraktiken polarisierende Narrative destabilisieren, die behaupten, das wahre Licht zu sein? Wie könnten ge-meinschaftliche Praktiken und lokale Bevölkerungsgruppen auf monokulturelle Handlungsstränge reagieren oder sich ihnen widersetzen? Gibt es Schnittstellen mit Science-Fiction, Manga, Science-Fiction und Zukunftstechnologien? Welche Rolle spielen Gerüchte, Irrationalität, Verschwörung, Hexerei und Klatsch? Dieses Spezialmodul soll dabei helfen, die schwierige Positionierung zwischen Theorie und Praxis, Kunst und Aktivismus zu navigieren. In der Tradition des Bauhauses sind alle Disziplinen eingeladen, sich zu beteiligen und zusammenzuarbeiten, um Zukunftsvisionen zu schaffen – vielleicht unter Einsatz von Robotern oder mehr als menschlichen Akteuren, oder vielleicht einfach nur durch die Abwesenheit einer Leiche oder die Spuren, wo performative Körper im Dunkeln begraben wurden. Anmerkung: Dieses Fachmodul beteiligt sich am Festival Irrationale Weimar, Titel: "Brot und Spiele", 8.-12.06.2026 und arbeitet eng zusammen mit dem PANAS_Wissenschaftsmodul "Let’s perform the night away – Einführung in Performance in der zeitgenössischen Kunst" von Sandra Teitge und dem PANAS_Projektmodul "Darkness_Dark Wave_ Cadavre Exquis" von Vertr.-Prof. Suse Weber (inkl. Trainingsprogrammen von Ambar Luna und Nelson Castro). |
| Bemerkung |
Montag, den 20.04., 27.04., 4.05., 11.05., 18.05., 26.05., 1.06., 15.06., 22.06., 29.06., 6.07. 11.00-16.45 Uhr (6 SWh) Festival Irrationale Weimar ”Brot und Spiele”: 8.-12.06.2026 |