| Beschreibung |
Musikalische Filmbiographien (sog. ›Biopics‹) gehören zu den populärsten Formen der Musik- und Musiker:innendarstellung. Sie prägen unser Bild von Komponist:innen, Virtuos:innen und Sänger:innen oft nachhaltiger als wissenschaftliche Texte oder historische Quellen. Besonders das 19. Jahrhundert – mit seinen Vorstellungen von Genie, Inspiration, Leiden, Exzess und künstlerischer Berufung – bietet hierfür reiches Material. Das Seminar widmet sich ausgewählten Spielfilmen, die Musiker:innen des 19. Jahrhunderts ins Zentrum stellen, darunter Ludwig van Beethoven, Niccolò Paganini, Franz Liszt, Frédéric Chopin, Franz Schubert, Robert und Clara Schumann oder Peter Tschaikowski. Untersucht wird, wie diese Filme Biographie erzählen, musikalische Kreativität visualisieren und historische bzw. biographische Realitäten mit dramaturgischen, ästhetischen und ideologischen Setzungen verbinden. Das zweiwöchentlich stattfindende Seminar verbindet Filmanalyse mit musikhistorischer Kontextualisierung und lädt dazu ein, vertraute Komponistenbilder kritisch zu hinterfragen. Filmvorführungen (in Auszügen), Referate und gemeinsame Diskussionen bilden die Grundlage der Arbeit. |
| Zielgruppe |
Die Veranstaltung steht als »Geöffneten Lehrveranstaltungen« der Hochschule für Musik Franz Liszt (HfM) allen Bachelor- und Masterstudierenden sowie Promovierenden der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie Medien im Rahmen des »Interdisziplinären Lehrangebots« offen. Bitte halten Sie vor der Anmeldung Rücksprache mit Ihrer Fachstudienberatung und klären Sie, ob diese Veranstaltung in ihrem Curriculum anerkannt werden kann. Bei Bedarf schließen Sie vor Veranstaltungsbeginn ein Learning Agreement (DE/EN) ab. |