Ausgangspunkt sind verschiedene Klassifikationssysteme, wobei der Systematik der Musikinstrumente (Hornbostel und Sachs 1914) besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Darauf aufbauend werden verschiedene Ansätze und spezifische Kriterien für Musikinstrumente im Kontext des immateriellen Kulturerbes der UNESCO vertieft. Beispiele hierfür sind die Musikinstrumente aus dem Mittleren Osten wie Rubab und Oud sowie das Balafon der Malinke Sosso-Bala oder das indonesische Angklung. Des Weiteren wird das Spannungsfeld zwischen akademisch-wissenschaftlichen Konzeptionen und indigenen Taxonomien beleuchtet, die häufig im Zusammenspiel von materieller und immaterieller Kultur zu verorten sind. Musikinstrumente gelten als Teil der materiellen Kultur, die mit den von ihnen produzierten immateriellen Klängen die Basis für verschiedenste Performanzen in rituellen Kontexten bilden, was an den klangontologischen Besonderheiten der Aerophone in Amazonien besprochen wird. |