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SoSe 2026

Instrumentalities for Acoustic Ecologies - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projektmodul SWS 16
Veranstaltungsnummer Max. Teilnehmer/-innen 15
Semester SoSe 2026 Zugeordnetes Modul
Erwartete Teilnehmer/-innen 10
Rhythmus
Hyperlink  
Weitere Links https://www.uni-weimar.de/de/kunst-und-gestaltung/professuren/akustische-oekologien-und-sound-studies/
Sprache deutsch und englisch (zweisprachig)
Belegungsfrist Fakultät Kunst und Gestaltung    03.04.2026 - 07.04.2026   
Termine Gruppe: [unbenannt]
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Di. 13:30 bis 16:45 wöch. von 14.04.2026  Marienstraße 5 - Projektraum 203  

Plenum

 
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Di. 19:00 bis 21:00 wöch. von 14.04.2026     

Sonic Tuesdays /Sonic Talks

 
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Do. 14:00 bis 17:15 wöch. von 16.04.2026     

Einzelkonsultationen (online)

 
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Fr. 09:00 bis 10:30 wöch. von 17.04.2026     

Einzelkonsultationen (online)

 
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Di. 10:00 bis 16:00 Einzel am 05.05.2026    

Workshop mit  Curtis Roads und Brian O'Reilly

 
Einzeltermine anzeigen
-. 10:00 bis 16:00 Block 09.06.2026 bis 11.06.2026     

Workshop: Sounding the Irrational mit Intervention im Öffentlichen Raum

 
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Ergenzinger, Kerstin Susanne, Jun.Prof., Dipl. Medienkunst Meisterschüler/in verantwortlich
Pietruszewski, Marcin , Doctor of Philosophy Master of Science begleitend
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Leistungspunkte
M. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (M.F.A.), PV29 - 18
LA Gymnas./1.Staatspruef. Lehramt an Gymnasien 1. Fach Kunsterziehung, PV29 - 18
LA Gymnas./1.Staatspruef. Lehramt an Gymnasien Doppelfach Kunst, PV29 - 18
B. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (B.F.A.), PV19 - 18
M. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (M.F.A.), PV19, 4-Semester - 18
M. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (M.F.A.), PV2021, 4-Semester - 18
M. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (M.F.A.), PV2021, 2-Semester - 18
LA Gymnas./1.Staatspruef. Lehramt an Gymnasien Kunst im Doppelfachstudium, PV2022 - 18
B. F. A. Medienkunst/Mediengestaltung (B.F.A.), PV29 - 18
LA Gymnas./1.Staatspruef. Lehramt an Gymnasien Kunst im Doppelfachstudium, PV2025 - 18
LA Gymnas./1.Staatspruef. Lehramt an Gymnasien Kunst im Zweifachstudium, PV2025 - 18
Zuordnung zu Einrichtungen
Mediengestaltung/Medienkunst
Akustische Ökologien und Sound Studies
Inhalt
Beschreibung

Überblick:

 

Was sind Instrumente eigentlich – und was können sie sein? Was geschieht, wenn wir beginnen, alles konsequent in Wechselbeziehung zu denken und „ökologisches Denken” in die klangliche Praxis zu überführen?

 

Beide Kurse mit dem Titel ”Instrumentalities for Acoustic Ecologies” untersuchen die vermittelnden Werkzeuge – wahrnehmungsbezogene, technologische und konzeptuelle –, durch die wir klanglichen Umgebungen begegnen, sie analysieren und in sie eingreifen.

 

Das Projektmodul entfaltet einen spielerischen Prozess konkreter Untersuchung und kreativer Praxis. Das Wissenschaftsmodul entwickelt kritische und theoretische Rahmenkonzepte. Beide Module arbeiten in wechselseitiger Befruchtung: Praktische Begegnungen mit Instrumenten, Orten und Materialien erzeugen Fragen, die die theoretische Auseinandersetzung neu ausrichten. Zugleich eröffnen kritische Rahmenkonzepte neue Möglichkeiten kreativer Intervention. 

Wir arbeiten auf das gemeinsame Summaery-Sound-Ausstellungsprogramm hin.

 

Die Kurse sind so konzipiert, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Studierende, die sich für das Projektmodul entscheiden, sollten auch das Wissenschaftsmodul besuchen.

 

Instrumente jenseits der Musik:

 

Der Begriff „Instrument” reicht weit über seine herkömmliche musikalische Bedeutung hinaus. Ein Instrument ist jede Vorrichtung, die Wahrnehmung und Handlung erweitert, fokussiert oder transformiert. Das Ohr selbst ist ein Instrument: ein biologischer Wandler mit spezifischen Empfindlichkeiten, Schwellenwerten und blinden Flecken, die prägen, was wir von der akustischen Welt erkennen können. Wissenschaftliche Instrumente – Schallpegelmesser, Spektrographen, Mikrofonarrays – erweitern und begrenzen dieses Wissen zusätzlich, indem sie bestimmte Phänomene wahrnehmbar machen und andere verdecken. Selbst Notationssysteme, Field-Recording Praktiken und analytische Rahmenkonzepte fungieren als Instrumente: Sie sind keine neutralen Fenster zum Sound/ Klang , sondern aktive Mitwirkende an der Konstruktion dessen, was „Klang” für uns wird. In Anlehnung an Denker wie Don Ihde und Jonathan Sterne verstehen wir Instrumente als relational – sie legen keine bereits bestehende Welt einfach offen, sondern bringen die Phänomene, die sie messen, mit hervor.

 

Akustische Ökologie als Disziplin und Praxis:

 

Die akustische Ökologie entstand in den 1970er-Jahren aus R. Murray Schafers World Soundscape Project als interdisziplinäres Feld, das sich mit der Beziehung zwischen Lebewesen und ihren klanglichen Umgebungen befasst. Sie umfasst analytische Arbeit (Soundscape-Studien, Bioakustik, urbane Klangforschung), künstlerische Praxis (Soundscape-Komposition, Phonographie, Klanginstallation) sowie aktivistische Dimensionen (Lärmpschutzpolitik, Sounddesign, Bewahrung bedrohter Klanglandschaften). Die zeitgenössische akustische Ökologie hat sich über Schafers mitunter nostalgischen Rahmen hinaus weiterentwickelt und bezieht postkoloniale Hörweisen, mehr-als-menschliche Akustiken sowie politische Fragen mit ein, u.a. wessen Ohren und wessen Instrumente die Qualität von Umweltklängen bestimmen.

Beide Kurse fragen: Welche Instrumente brauchen wir – und welche Instrumente müssen wir kritisch hinterfragen –, um ökologisch zuzuhören?

Lernergebnisse:

 

Praktische Kompetenz in der field-based Sonic-Research, , einschließlich Experimentieren, Spielen und Tüfteln mit materiellen, digitalen, konzeptuellen und verkörperten/embodied Instrumentalitäten. Entwickeln von Arbeiten, die sowohl technisches Können als auch kritische Reflexion zeigen. Zu den Schlüsselkompetenzen gehören:

 

- Erweiterte Aufnahmetechniken und experimenteller Umgang mit Mikrofonen als Instrumenten

- Analytisches Hören, reduziertes Hören, beiläufiges Hören, semantisches Hören, Hören über längere und kurze Zeiträume hinweg.

- Berücksichtigen des erweiterten akustischen Sensoriums (nicht nur des Ohrs), sondern des Körpers als Instrument Arbeiten mit Mess- und Visualisierungstools: Spektralanalyse, Schallpegelmapping, räumliche Dokumentation

- Formulierung künstlerischer Forschungsfragen, die klangliche Praxis mit ökologischen und politischen Fragestellungen verbinden

 

Prüfungsleistung:

 

Ein selbstständig entwickeltes Projekt, in dem ihr eine gewählte „Instrumentality” – ein Werkzeug, eine Technik oder ein Rahmenkonzept – nutzt, um eine spezifische akustische Umgebung zu untersuchen und dabei ein praktisches Ergebnis zu erzielen, z. B. eine Komposition, eine Installation oder eine Intervention. Alle sind eingeladen, bereits begonnene Arbeiten mitzubringen und diese im Rahmen und Kontext des Projektmoduls vertieft weiterzuentwickeln. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit im Seminar werden erwartet.

 

Zusätzliche Information:

 

Der Kurs findet in Form der regelmäßigen Treffen: Pleni, Input-Lectures und Übungen, sowie teilweise in Blöcken: Workshop o. Exkursion Format statt. Individuelle Projekte und Semesteraufgaben werden zusätzlich in Einzelkonsultationen begleitet. Im ersten Treffen werden genauer Semesterablauf und Termine besprochen.

Voraussetzungen

Informelle Mail mit Motivation, an dem Kurs teilzunehmen + knappe Beschreibung der Vorkenntnisse an:

kerstin.ergenzinger@uni-weimar.de + marcin.pietruszewski@uni-weimar.de

 

Leistungsnachweis

Ein selbstständig entwickeltes Projekt, in dem ihr eine gewählte „Instrumentalität“ – ein Werkzeug, eine Technik oder ein Rahmenkonzept – nutzt, um eine spezifische akustische Umgebung zu untersuchen und dabei ein praktisches Ergebnis zu erzielen, z. B. eine Komposition, eine Installation oder eine Intervention. Alle sind eingeladen, bereits begonnene Arbeiten mitzubringen und diese im Rahmen und Kontext des Projektmoduls vertieft weiterzuentwickeln. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit im Seminar werden erwartet.

Zielgruppe

Studierende mit entsprechendem Interesse aus den anderen Studiengängen der Fakultät K&G und auch fakultätsübergreifend sind willkommen, u.a. besteht dieses Semester eine Kooperation mit der "Professur Komplexe Tragwerke" der Fakultät B&U. Bei zu großer Anzahl wird nach Priorität, Studiengang und Motivationsschreiben entschieden.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 9 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Projektmodule  - - - 1
Projektmodule  - - - 2
Projektmodule  - - - 3
Projektmodule  - - - 4
Projektmodule  - - - 5
Projektmodule  - - - 6
Projektmodule  - - - 7
Projektmodule  - - - 8
Projektmodule  - - - 9

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