KI-generierte Bilder markieren einen radikalen Umbruch für visuelle Medien: Generative Bildsysteme verändern nicht nur die Bildproduktion, sondern auch die Verbreitung und den Konsum von Bildern. Sie gelten als neue Bildkategorie, die plattformgesteuert, zutiefst sozial und durch eine „Black-Box-Ästhetik” geprägt ist, bei der Geschwindigkeit und Quantität im Vordergrund stehen. In diesem Fachmodul setzen wir uns kritisch mit aktuellen Diskursen rund um bildgenerierende KI auseinander und gehen dabei zentralen Fragen nach. Welche Rolle spielt die Fotografie in dieser rasanten technologischen Entwicklung? Und wie verändern sich kulturelle Wahrnehmung sowie Bildproduktion unter algorithmischen Bedingungen? Interdisziplinarität | Da generative Bildsysteme nahezu alle Lebensbereiche durchdringen, versteht sich dieses Modul als ein offener Begegnungsraum für alle Fakultäten der Bauhaus-Universität. Ob künstlerisch-gestalterisches Experiment, technische Analyse oder gesellschaftskritische Reflexion: Der Austausch zwischen den Disziplinen ist essenziell, um die Komplexität dieser Systeme zu durchdringen. Dies spiegelt sich auch in den Prüfungsleistungen wider, bei denen bewusst Raum für unterschiedliche fachspezifische Ausdrucksformen gelassen wird. Lernziele & Kompetenzerwerb | Am Ende des Semesters versteht ihr nicht nur die Funktionsweise von KI-Bildern, sondern könnt auch deren Wirkung in verschiedenen Kontexten kritisch einordnen. Ihr entwickelt eine fundierte eigene Haltung und lernt, mit bildgenerierenden Systemen zu experimentieren. Zentrales Element des Moduls ist eine eigenständige künstlerisch-forschende Arbeit, in der ihr eure eigene Perspektive vertretet, sie im Dialog mit der Gruppe reflektiert und als Teil einer gemeinsamen Publikation sichtbar macht. Didaktisches Konzept | Das Modul verbindet Theorie und Praxis in einem dynamischen Prozess. Kompakte Input-Vorträge und ein Einstiegsworkshop machen euch mit technischen Prinzipien und künstlerischen Praktiken vertraut, während ein gemeinsames Reading Journal unsere Diskussionen vertieft. Auf dieser Basis entwickelt ihr eure eigenständige Projektarbeit, die durch einen reflektierenden Text begleitet wird. Durch Feedback und gemeinsames Editing schärfen wir unseren kritischen Blick und erarbeiten eine passende Form für die abschließende Publikation. |