Das Seminar fokussiert eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Projekt „Versuchsgut Dornburg“ mit Hilfe unterschiedlicher Formen der Dokumentation, Reflexion und Publikation. Im Rahmen des laufenden Entwurfs- und Bauprozesses führen wir simultan eine kritische Analyse der Prozesse und Artefakte durch. Diese sollen nicht nur die entstandenen Ergebnisse sichtbar machen, sondern ebenso die zugrunde liegenden Beziehungen, Praktiken, Erkenntnisse sowie die relevanten architektonischen Diskurse. Wir verfolgen damit einen entwurfsbasierten Forschungsansatz und verstehen den architektonischen Entwurf als “epistemisches Artefakt”, das nicht nur etwas darstellt, sondern ebenso Wissen beinhaltet und erzeugt. Dieses oft implizite Wissen gilt es mit Hilfe geeigneter Methoden herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, inwiefern Materialrestriktionen, materialspezifisches Entwerfen und Konstruieren, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie kollaborative Gruppendynamiken zu nachhaltigeren Bauweisen beitragen können und ob sie Impulse zur Entwicklung spezifischer architektonischer Ausdrucksformen geben können. Das Seminar richtet sich vorrangig an die Teilnehmenden des Entwurfs- und Bauprojekts, steht jedoch auch Studierenden aus anderen Projekten oder Fachbereichen offen. Die Seminararbeit erfolgt in Blockveranstaltungen, die als Workshops durchgeführt werden. Regelmäßige Beiträge aus Praxis, Forschung und Lehre werden die Diskussionen bereichern. |