RE.shape | Neue Mitte Leonhardsvorstadt Stuttgart Infolge veränderter Mobilitätsformen und gesellschaftlicher Transformationsprozesse vollzieht sich insbesondere in urbanen Gebieten ein infrastruktureller Wandel, dem ein wachsender Bedarf an sozialen, gemeinschaftlichen und nutzungsgemischten Räumen gegenübersteht. Architektur ist dabei gefordert, bestehende Strukturen neu zu interpretieren und auf veränderte Anforderungen des urbanen Lebens zu reagieren. Vor diesem Hintergrund soll das aus der Nutzung fallende Parkhaus Züblin in der Stuttgarter Leonhardsvorstadt zu einer pulsierenden Quartiersmitte transformiert werden. Es befindet sich im Spannungsfeld zwischen verkehrlich geprägter Infrastruktur und dem Anspruch an eine sozial nachhaltige, zukunftsorientierte Stadtentwicklung und ist trotz seiner stadträumlichen Präsenz bislang nur monofunktional. Diese Umnutzung ist eines der Ankerprojekte der IBA 2027, auf welcher die Professur KET einen innovativen Impuls setzen wird. Ziel des Projektmoduls ist es, das vorhandene bauliche Potenzial des Parkhauses zu aktivieren und schrittweise in einen offenen, gemeinschaftlich nutzbaren Stadtraum zu transformieren, während der Bestand als räumliche und konstruktive Grundlage weitergedacht wird. Die Umnutzung thematisiert den Umgang mit vorhandener Struktur, ressourcenschonenden Baustoffen und die Reorganisation von Raum und Erschließung sowie die Frage, wie soziale Nachhaltigkeit architektonisch übersetzt werden kann. So entsteht ein Transformationsprozess, der dem Gebäude eine neue Bedeutung im Quartier verleiht und zugleich Impulse für die zukünftige Entwicklung der Leonhardsvorstadt setzt. |