| Beschreibung |
In der Forschungswerkstatt werden relevante Fragestellungen aus der Medien- und Digitalwirtschaft aufgegriffen, theoretisch eingeordnet und empirisch untersucht. Im Zentrum steht die Entwicklung und Umsetzung eines Forschungsprojekts (wahlweise individuell oder in Kleingruppen): Die Studierenden formulieren eine wissenschaftlich fundierte Fragestellung, leiten daraus ein Forschungsdesign ab und setzen dieses im Laufe des Semesters um. Dazu zählen insbesondere die Konzeption von Konstrukten, deren Operationalisierung über etablierte Skalen, die Entwicklung eines Fragebogens sowie die Erhebung und Auswertung von Daten mittels multivariater Verfahren. Zudem werden Methoden der qualitativen empirischen Sozialforschung vermittelt. Die von den Studierenden durchgeführten Projekte sind somit sowohl quantitativ als auch qualitativ empirisch ausgerichtet und können reale oder konstruierte Problemstellungen untersuchen. Sie können nach eigener Wahl in Kooperation mit Praxispartnern durchgeführt werden, eine Zusammenarbeit ist jedoch nicht verpflichtend. Der Forschungsprozess, die zugrunde gelegten Theorien und Methoden sowie die Ergebnisse werden im Verlauf des Kolloquiums in Zwischen- und Abschlusspräsentationen vorgestellt, diskutiert und abschließend in Form eines schriftlichen Forschungsberichts zusammengefasst und dokumentiert. Inhaltlich-thematisch ist die Forschungswerkstatt an der Service-Profit-Chain (SPC) ausgerichtet. Die Studierenden setzen sich mit den zentralen Zusammenhängen dieses Modells auseinander und übertragen es auf aktuelle Arbeits- und Organisationskontexte. Im Rahmen eigener Projekte untersuchen die Studierenden empirisch zentrale Zusammenhänge der SPC und prüfen, inwiefern generative KI diese Zusammenhänge mitprägt. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, ob und wie sich die Beziehungen zwischen interner Servicequalität, Arbeitsgestaltung und Mitarbeitererleben unter Bedingungen KI-gestützter Arbeit unterscheiden. Ein weiterer Fokus betrachtet den Zusammenhang zwischen Servicequalität, Kundenzufriedenheit sowie Bindung und untersucht, welche Rolle die KI hierbei spielt. |
| Literatur |
Döring, N. & Bortz, J. (2016). Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften (5. vollständig überarbeitete Aufl.). Springer; Backhaus, K., Erichson, & Gensler (2023): Multivariate Analysemethoden – Eine anwendungsorientierte Einführung, Springer, 17., aktualisierte Auflage. Theisen, M. R. (2017). Wissenschaftliches Arbeiten. Vahlen |