| Beschreibung |
Die Veranstaltung führt in die Themen Essbare Stadt, urbane Landwirtschaft und produktive Stadtlandschaften ein bzw. vertieft sie. Aus räumlicher und systemischer Perspektive betrachten wir aktuelle städtische Ernährungspraktiken mit dem Ziel, alternative Strategien nachhaltiger Stadtentwicklung zu verstehen, kritisch zu reflektieren und eigene Ansätze zu entwerfen. Am Beispiel der Stadt Mühlhausen (Thüringen) untersuchen wir, welche räumlichen und kulturellen Transformationen nötig sind, um Städte zukunftsfähiger zu gegestalten. Dabei begleiten wir eine lokale Bürgerinitiative bei der Entwicklung eines nahrungssystemischen Pilotprojekts mit wachsender regionaler Strahlkraft. Interdisziplinarität | Die Lehrveranstaltung kombiniert theoretischen Input, mehrere Exkursionen nach Mühlhausen/Thür. und praxisorientierten Output. Im Fokus stehen urbane Ernährungssysteme, das Konzept der essbaren Stadt und produktiver Stadtlandschaften sowie Fragen nachhaltiger Transformation. Mapping dient als zentrales Werkzeug – analytisch und künstlerisch. Geleitet durch ein interdisziplinäres Team von Leh-renden (Architektin Katrin Bohn und Kuratorin Anne Brannys) und in Kooperation mit einer lokalen Bürger:inneninitiative liegt auch der Fokus auf Disziplinverschränkung und Teamarbeit. In der Abschlussausstellung werden die Ergebnisse öffentlich präsentiert und in den gesellschaftlichen Diskurs überführt. Lernziele - Vertiefung des Verständnisses für urbane Ernährungssysteme und nachhaltige Stadtentwicklung durch kritische Analyse und Mapping-Methoden
- Entwicklung interdisziplinärer Kompetenzen durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen und Akteur:innen
- Aktivierung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten durch Teamarbeit und gesellschaftliche Partizipation
- Unterstützung der Reflexionsfähigkeit durch kontinuierliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen
- Förderung des forschenden Lernens durch praxisorientierte Projekte und Exkursionen
Didaktisches Konzept | Die Veranstaltung folgt dem Ansatz forschenden Entwerfens und kombiniert theoretischen Input und praktischen Output. Im Zentrum steht die methodische Verzahnung von qualitativer und quantitativer Analyse sowie von Beobachtung und gestalterischem Vorschlag. Visuelle Präsentation dient als zentrales Denk-, Analyse- und Kommunikationswerkzeug. Eingesetzte Methoden sind u. a.: Theorie-Praxis-Verschränkung über Maßstabsebenen hinweg, kombinierte Desktop- und Feldforschung, partizipatives Entwerfen mit lokalen Akteur:innen, Urban Food Mapping, Opportunity Mapping, Szenarienentwicklung sowie Ausstellungsdesign. Die Abschlussausstellung fördert gezielt das Nachdenken über einen gesellschaftlichen Transfer. |
| Zielgruppe |
Die Veranstaltung steht im Rahmen der »Bauhaus.Module« allen Bachelor- und Masterstudierenden der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie Medien offen. Bitte halten Sie vor der Anmeldung Rücksprache mit Ihrer Fachstudienberatung und klären Sie, ob diese Veranstaltung in ihrem Curriculum anerkannt werden kann. Bei Bedarf schließen Sie vor Veranstaltungsbeginn ein Learning Agreement (DE/EN) ab. |