Am 8. und 9. Oktober findet das Symposium »Die Mediatisierung der Stadt und das subversive Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum« in Jena im Rahmen des CITY VISIONS Festivals statt (Bild: Florian Licht).
Am 8. und 9. Oktober findet das Symposium »Die Mediatisierung der Stadt und das subversive Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum« in Jena im Rahmen des CITY VISIONS Festivals statt (Bild: Florian Licht).
Published: 30. September 2015

Symposium: »Die Mediatisierung der Stadt und das subversive Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum«

Internationale Tagung am 8. und 9. Oktober 2015 im Rahmen des Licht- und Wissenschaftfestivals CITY VISIONS Jena

»The most profound technologies are those that disappear. They weave
themselves into the fabric of everyday life until they are
indistinguishable from it.«
(Mark Weiser)

Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Stadtraum durch Privatisierung, Gentrifizierungsmaßnahmen, Globalisierung und Digitalisierung immer weiter ausdifferenziert und massiv verändert. Dabei sind nicht nur die Repräsentations- und Wahrnehmungsgeflechte einer Stadt komplexer und vor allem undurchschaubarer geworden, sondern auch der demografische und ökologische Wandel sowie Überwachung und die zunehmende Verwendung von Sensortechnologien transformieren das Leben und Handeln in der Stadt des 21. Jahrhunderts.

Insbesondere Künstlerinnen und Künstler reagieren auf diese Veränderungen und setzen sich in vielfältigen Arbeiten mit den Transformationen des sozialen,  architektonischen, ökonomischen und ökologischen Gefüges der Stadt  auseinander und machen gleichzeitig auf diese aufmerksam. Die Künstlerinnen und Künstler nutzen nicht nur innovative Informationstechnologien, sondern auch vorhandene Infrastrukturen oder technische Apparaturen wie Urban Screens, Videoüberwachungskameras, Lichtsensoren oder Straßenbeleuchtung. Sie erforschen dabei sowohl die Bedingungen des medialen Wandels als auch die daraus erwachsenen neuen gesellschaftlichen Paradigmen einer Stadt im digitalen Zeitalter.

Das Symposium möchte einerseits die Fragen der Mediatisierung der Stadt im Kontext der Stadtplanung und -entwicklung wissenschaftlich diskursivieren, andererseits sollen subversive Strategien der Kunst im öffentlichen Raum vorgestellt und untersucht werden. Inwiefern nehmen künstlerische Arbeiten eine kritische Perspektive auf die Mediatisierung der Städte ein und wie können die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden? Welche Auswirkungen zeitigen die neuen technischen Apparaturen, medialen Systeme und Operationen in der Stadt des 21. Jahrhunderts und wie können diese Veränderungen sichtbar gemacht werden? Welche subversiven Potenziale besitzen künstlerische Projekte im öffentlichen Raum?

»Die Mediatisierung der Stadt und das subversive Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum«
Internationale Tagung

Zeit: 8. bis 9. Oktober 2015
Ort: ehem. Trafo-Station Jena, Nollendorfer Str. 30, 07743 Jena

Website des CITY VISIONS Festival: http://city-visions.net/

 

PROGRAMM

Donnerstag, 08.10.2015

18:00 Uhr
KEYNOTE - Prof. Dr. Frank Eckardt (Bauhaus-Universität Weimar)
Die Mediatisierung der Städte oder Die ortlose Stadt

19.30 Uhr    
Eröffnung des Licht- und Wissenschaftsfestivals CITY VISIONS JENA


Freitag, 09.10.2015


10.30 Uhr
Begrüßung durch die VeranstalterInnen
Stefan Carl, IN’s Netz e.V./Trafo-Station
Susa Pop, Art Director CITY VISIONS JENA
Dr. Claudia Tittel, Bauhaus-Universität Weimar

Panel I: Massenmedien und Stadt
11.00 Uhr - 13.00 Uhr

Dr. Claudia Tittel (Bauhaus-Universität Weimar)
Urban Screens und die Virtualisierung der Städte

Prof. Günther Selichar (Kunstuniversität Linz)
Massenmedien und Kunst im öffentlichen Raum

13.00-14.00 Uhr   
Mittagspause/Lunch

Panel II: Ästhetische Strategien der Subversion
14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Dr. Elisabeth Fritz (Friedrich-Schiller-Universität Jena)               
Nothing Special. Andy Warhol und die performative Observation

Artist Talk mit Robert Seidel (Medienkünstler, Berlin)

16.00-16.30
Kaffeepause im KAFFEE LAMPE mit IMPETUS (Live Elektronik Konzert)    

Panel III: Potenziale der Mediatisierung und Perspektiven für die Stadtentwicklung
16.30-17.30 Uhr

Denis Peisker (Dezernent für Stadtentwicklung & Umwelt, Jena)
Smart City - Die Zukunft der Lichtstadt Jena?

17.30 Uhr
Resumée


Ein Kooperationsprojekt zwischen der Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien, Professur Geschichte und Theorie der Kulturtechniken, PublicArtLab Berlin und IN’s Netz e.V..

Die Konferenz ist öffentlich. Keine Gebühren und Registrierung
erforderlich./The conference is open to the public. No fees and no registration
required.

Kontakt:
Dr. Claudia Tittel
Geschichte und Theorie der Kulturtechniken
Fakultät Medien
Bauhausstr. 11
99423 Weimar
E-Mail: claudia.tittel[at]uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 38 61