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Workshop: Symmetries of Touch

First telephones, then TV sets and personal computers, today smartphones, tablets and wrist watches — our interaction with media is increasingly marked by the sense of touch. With the rapid spread of touch screens, typing, pressing, and swiping have become dominant modes of interacting with media devices, at least equaling the importance of seeing and hearing. However, it’s not just us who increasingly touch media. In turn, more and more media technologies are also touching, scanning and sensing us. We are completely used to pressure sensors in car seats, motion detectors in automatic doors and dark stairways, body scanners in airports, courts and other public institutions. At the same time, however, we enter into a society populated with mobile and portable media packed with sensors: from smartphones and glasses to shoes and activity trackers. This double-sided tactility-boom provokes us to rethink media technologies: what they are and/or are becoming right now.

International Workshop hosted by the Chair of the Theory of Media Worlds 

Workshop: Typologie der Hütte 2

Workshop des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor, 29./30. März 2017

https://www.kulturtechnik.hu-berlin.de/de/content/typologie-der-hutte-ii/

Die Hütte wird gemeinhin als spontanes und vorläufiges Gebilde verstanden, als eine Improvisation im Außenraum, aus arbiträrem Material gefügt und mit einem klaren Ziel: schnell und mit vorhandenen Mitteln einen abgetrennten Bereich zu konstituieren. So verstanden faltet die Praxis der Hütte den Raum, sie erstellt gewissermaßen eine Tasche oder eine Abteilung in diesem Raum und ermöglicht auf diesem Weg ein relatives Innen in Differenz zu einem Außen.

Eine solche temporäre Faltung des Raums kann als Unterstand, Obdach, Versteck, Lager oder Zuflucht dienen. Doch auch Handwerk und Industrie kennen die Hütte, zum Beispiel die Eisenhütte bzw. die Praxis des Verhüttens, die jenen Umschlag fasst, an dem aus ›Naturmaterial‹ ein Rohstoff ausgesondert und destilliert wird, der kulturelle wie technische Produktionen speist. Und nicht nur sprachhistorisch, sondern auch architekturgeschichtlich ist die Hütte mit der Haut verwandt – das lässt sich nicht nur in Gottfried Sempers Ausführungen zur mit Häuten bespannten Stiftshütte nachlesen, sondern auch in der konkreten chirurgischen Schneidepraxis wiederfinden sowie in der materialwissenschaftlichen Modellarchitektur der Wundheilprozesse.

Der Workshop unternimmt es, nach den unterschiedlichen Praktiken der Hütte zu fragen und eröffnet damit eine transdisziplinäre Typologie der Hütte, die von der Architektur, Biologie und Kunst über die Mathematik, Materialwissenschaft und Metaphysik bis zur Sprach- und Technikgeschichte reicht. 

Karin Krauthausen, Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung, Humboldt-Universität zu Berlin, und Rebekka Ladewig, Bauhaus-Universität Weimar

Vortrag (Rebekka Ladewig): Impact 16, "Bruchzonen – rift zones"

Transdisziplinäres Symposium, 23.–27. November 2016, pact Zollverein Essen

Link zur Veranstaltung bei pact Zollverein

Mit HOOD, RYBN.ORG und FORMATIONS laden wir Expertengruppen zu IMPACT16 ein, die mit modifizierten Formen und Praxen der Kollaboration über disziplinäre Grenzen hinweg arbeiten. Wie und wo entstehen alternative Realitäten in und zwischen verschiedenen Wissensbereichen? Wie lassen sich die widersprüchlichen ›Bruchzonen‹ unserer Zeit produktiv bearbeiten? Welche Handlungsräume lassen sich entwickeln?

Exemplarisch legen die geladenen Kollektive disziplinäre Gewohnheiten und Einschränkungen frei, überspringen oder umgehen sie und entwerfen und erproben erweiterte Handlungsfelder und Denkräume. Ihre Untersuchungen und Praktiken umfassen künstlerische, politische, technologische, soziale, wirtschaftliche und wissenschaftliche Prozedere.

Das transdisziplinäre Symposium bietet 30 Teilnehmer*innen aus der erweiterten Praxis der Kunst und der Wissenschaft Raum und Zeit für intensiven Austausch und Interventionen sowie theoretische und praktische Experimente. IMPACT16 findet im Rahmen des Moduls ›Techniken des Transfers‹ als Projekt des Bündnisses internationaler Produktionshäuser statt. Dies ermöglicht erstmalig eine besondere Unterstützung der Teilnehmer*innen.

Vortrag (Rebekka Ladewig): Automatismen und Struktur: Zu Prozessen der Auflösung und Zerstreuung

Abschlusstagung des Graduiertenkollegs Automatismen, 25.–27. Januar 2016

https://www.uni-paderborn.de/graduiertenkolleg-automatismen/veranstaltungen/tagungen/ 

Link zum Flyer

Vortrag (Rebekka Ladewig): Agents of Confusion

Kunst- und Wissenschaftssymposium zum Taumel als kreative Ressource

Kunsthaus Graz, 10. Februar 2017

https://www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz/ihr-besuch/veranstaltungen/events/event/5577/agents-of-confusion

In Kooperation mit dem Institut für Differentielle Psychologie, Uni Graz und der Akademie der bildenden Künste Wien, Dizziness – A Resource (FWF-Peek). Unterstützt vom David-Herzog-Fonds der steirischen Universitäten.  

 

Das eintägige Symposium bringt unter dem Titel Agents of Confusion!​ die künstlerische und cross-disziplinäre Recherche zum Taumel mit Vortragenden aus den Bereichen Philosophie, bildende Kunst, Kreativitätsforschung und Kulturwissenschaften in Form von Screenings, Künstler/innengesprächen, Vorträgen und Diskussionen zusammen.

Das Ins-Taumeln-Geraten, das In-die-Verunsicherung-Rutschen, das Steckenbleiben, Sich-Verirren, Aufgeben sind Handlung und Vorfall, aktiv und passiv zugleich. Der Taumel ist der Zustand des Dazwischen, da, wo alles und nichts möglich scheint, wo Sicherheit und Unsicherheit in Superposition stehen, gezeichnet von zunehmendem Kontrollverlust. Welche Handlungsmöglichkeiten bieten sich hier, in einem System, das wankt? Was bedeutet es hier, einen Schritt zu setzen, einen Gedanken zu fassen, eine Idee zu wagen?