Studentische Projekte

Medien sind nicht nur das verbindende Dazwischen, sondern auch das Umgebende, was in sehr alten Vorstellungen wie dem peri echon, dem Elementaren, Kosmos und Weltharmonie seinen Niederschlag gefunden hat. Als Stimmungen und Atmosphären sind sie schwer verortbare, diffuse, ausstrahlende Phänomene, die affektiv, (syn)ästhetisch, leiblich wie medial erfahrbar sind, von Schriftstellern, Musikern, Künstlern, Designern oder Architekten hergestellt werden. Als schützende Milieus stehen sie in einem Verhältnis der wechselseitigen, formierenden Hervorbringung mit dem Lebendigen. Auch für Menschen gilt, dass sie von Milieus begünstigt werden, sich in ihnen einrichten und durch sie mit dem Außen kommunizieren – oder sich in ihnen abschotten. Die technische Perfektionierung und politische Beförderung solcher Abschottungsmilieus wird zunehmend zum Problem für soziales wie reales Klima.

Drei Arbeiten, die im Rahmen des Projektmoduls entstanden sind, erkunden diesen Kontext des Umgebenden: Die Docufiction "We are the aliens" (Nina Kormann-Eyermann, Jakob Schrenker, Fabrice Vanner) unternimmt den Vorstoß in die Schutzmilieus eines Thüringer Campingplatzes und seiner Bewohner; das installative Audiofeature "Kabinengespräch" (Franziska Grewe) unternimmt eine akustische Phänomenologie des Rückzugs- und Verwandlungsortes Umkleidekabine, eine Videoinstallation (Alina Toropova) erkundet, wie das Musikhören im mobilen Schutzmilieu Auto Stimmungen und Atmosphären moduliert.

ARBEITSGRUPPE GAMESTUDIES SOMMERSEMESTER 2017

 

Es handelt sich für mich nicht darum, welchen Platz das Spielen mitten unter den übrigen Kulturerscheinungen einnimmt, sondern inwieweit die Kultur selbst Spielcharakter hat.

Johan Huizinga

Die Arbeitsgruppe Gamestudies ist eine im Wintersemester 2015/16 gegründete studentische Initiative, mit dem Ziel, unterschiedliche Diskurse der multidisziplinären Gamestudies phänomenologisch oder auch spielorientiert vorzustellen und zu diskutieren. Ferner dient die Initiative zum Austausch von Literatur, individuellen Expertisen und innovativen Forschungskonzepten.

Die AG gibt den Studierenden die Möglichkeit, vergangene Arbeiten vorzustellen, zu diskutieren, oder zu erweitern, sowie Themenfelder kommender Arbeiten kollektiv zu entwickeln und experimentell zu erschließen. Der Austausch von Hintergrundmaterial und weitere Synergieeffekte, wie die Kommunikation von aktuellen Angeboten und Terminen rund um das Themenfeld Videospielforschung stehen ebenfalls im Fokus der Arbeitsgruppe.  

Die Arbeitsgruppe Gamestudies geht im Sommersemester 2017 in die vierte Runde und steht diesmal ganz im Zeichen der Teilnehmerinteressen. Eine einschränkendes Thema gibt es nicht.

Termine

Die Arbeitsgruppe trifft sich im Sommersemester 2017 in 14-tägigem Rhythmus im Seminarraum 014, in der Bauhausstraße 11. Die einzelnen Sitzungen finden jeweils von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr statt:

 

•         10.04.2017

•         24.04.2017

•         08.05.2017

•         22.05.2017

•         19.06.2017

•         03.07.2017

 

 

Mitwirkende

TBA

Teilnahme

Alle Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar können an der Arbeitsgruppe teilnehmen und sind herzlich eingeladen einmal vorbeizuschauen. Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig.

Kontakt

Dominic.Brakelmann@uni-weimar.de

DenkAtlas - Medienkultur ausstellen

Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.
– Friedrich Nietzsche (1882)

Der »DenkAtlas« ist eine Initiative für künstlerisches Forschen in den Geisteswissenschaften und wurde zur Summaery 2015 als eine Ausstellung an der Bauhaus-Universität Weimar realisiert.

Alle Studierenden der Medienkultur konnten dazu beitragen. Die Initiative will ein Forum schaffen, in dem Studierende ihre geisteswissenschaftlichen Methoden und Erkenntnisse gestalterisch verarbeiten und mit neuen Vermittlungsformen experimentieren. So gibt die Ausstellung Anlass, einerseits bereits bestehende künstlerische Arbeiten aus der Medienkultur zu versammeln und andererseits neue Arbeiten (work in progress) interdisziplinär zu kreieren.

Sequenzgespräche

Begleitend zur Ausstellung haben Lehrende aus der Fakultät Medien in Sequenzgesprächen über ihre gegenwärtige Forschung und Methoden berichtet.

Do, 9. Juli, 15h30: Henning Schmidgen über virtuelles Forschen

Fr, 10. Juli, 17h: Lorenz Engell über Denken in Serien, Volker Pantenburg über Bildvergleiche

Sa, 11. Juli, 14h30: Hedwig Wagner über Geomedien, Michael Cuntz über Comicforschung 

Lehrende

Michael Cuntz, Volker Pantenburg, Michael Lüthy, Liz Bachhuber

kuratiert von

Tom Ullrich

Mitwirkende

Felix Clasbrummel, Michael Fischer, Mia Hallmanns, Rosina Korschildgen, Guilherme Machado, Guillaume Boure, Verena Mühlegger, Janin Tscheschel, Tom Ullrich, Anna Hardock, Leonie Haenchen, Linn Marie Jacobsen, Henrieke Schröder, Hanna-Karoline Brehmer, Chiara Janssen, Janin Tscheschel, Leif-Ascan Weitzel, Jorgo Narjes; Mariann Diedrich, Bernhard Janosch, Juliane Kaden, Eva Knorr, Leif Rabus, Laura Rub, Christopher Schön, Amelie Schulz, Filip Siedler, Susanne Streicher, Elisabeth Thieme; Violetta Ditterich, Benjamin Freund, Alexander Graeff, Christoph Höfferl, Arvid Kammler, Linda Keck, Elisabeth Kratzer, Jan Lippemeier, Felix Luderer, Sebastian Oswald, Patrick Richter, Andrea Rüthel, Maria Antonia Schmidt, Katrin Schmiedel, Philipp Strugholz, Tina Wagner, Benjamin Waschto, Steffen Zieger