Aktuelles

Vortragsreihe

Spekulation, Szenario, Prototyp: Zukunft und Design

Ist Spekulationsfähigkeit eine zentrale Kompetenz für das 21. Jahrhundert? Angesichts der scheinbaren Zunahme der Unberechenbarkeit globaler Entwicklungen und der Erosion von als stabil erachteten Verhältnissen erscheint dies naheliegend. Während Unsicherheiten aktuell ist gerade allzu gegenwärtig sind, scheint im Spekulativen gerade ein besonderer Wert zu liegen. Doch komplementär zum freien Entwerfen möglicher Welten steht auch die Frage nach konkreten Techniken und Methoden, die das Zukünftige sichtbar machen. In dieser vortragsreihe geht es um die Informierung des Designs des Alltags hin zur Zukunftsfähigkeit von Designhandeln. Die Professur für Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation begrüßt hierfür Forscherinnen und Forscher, die ihre jeweiligen Perspektiven auf dieses Themenfel präsentieren werden.

Das Programm

12.11.2020 | Sascha Dickel (Mainz), Gemachte Zukunft. Zwischen Vorhersage und Alternative

26.11.2020 | Marc Weiland (Weimar), Utopische Standorte. (Literarische) Zukunftserzählungen zwischen Stadt und Land

10.12.2020 | Chloé Rutzerveld (Eindhoven), Food Futures: A Designer's Perspective

14.01.2021 | Jules Buchholtz (Zürich), too much future, Szenarien als Versuche, ungehorsame Zukünfte zu erziehen

Die Vorträge beginnen jeweils um 17:00

Es ist möglich, an allen Vorträgen auch virtuell teilzunehmen.

Für die Teilnahme an der Vortragsreihe bitte einfach eine E-Mail an alexander.schwinghammer@uni-weimar.de  schicken.

 

Vortragsreihe

SUSTAIN |Umwelt(en) und Nachhaltigkeiten

Im Rahmen der durch den Salon Visuelle Kulturen veranstalteten Ringvorlesung liegt dieses Semester der Fokus auf "Materialitäten". Das Bauhaus war in Weimar angetreten, um neue Formensprachen zu entwickeln, Handwerk und Kunst zusammenzuführen und durch die Integration technischer Möglichkeiten und handwerklicher Kenntnisse eine alternative, sozial verpflichtete Modernität zu ermöglichen. 
100 Jahre später wollen wir diesen Impuls aufgreifen und in die heutige Zeit wenden. Ausgehend von den Themenfeldern „Umwelt“ und „Nachhaltigkeit“ stellen neue Materialitäten, mediales Handeln, Ernährung, urbanes Leben, veränderte Alltäglichkeiten, Anforderungen der Versorgungssicherheit und Re-Konfigurationen von Produktion und Konsumption zentrale Orientierungspunkte für Orte der Auseinandersetzung dar, die wir in dieser Vortragsreihe erkunden wollen.

Das Programm

9.11.2020 | Tonia Schmitz (Weimar), Nachhaltigkeit – Warum alle darüber reden und sie alles in Frage stellt

03.12.2020 | Lars Winterberg (Regensburg), Futures Beyond Meat? Tier und Fleisch in kulturellen Bedeutungsgeweben

17.12.2020 | Sandra Schwindenhammer (Gießen), Abwasser von heute als Dünger von morgen? Nachhaltigkeit und Agrarsysteme der Zukunft 

07.01.2021 | Maximilian Jablonowski (Zürich), Future Drone Cities: Spekulationen vertikaler Urbanisierung und reibungsloser Zirkulation

21.01.2021 | Kathrin Eitel (Frankfurt), Infrastrukturen des Müll-Recyclings: Re-Konfigurationen und Wechselwirkungen im urbanen Raum Phnom Penhs

Die Vorträge beginnen jeweils um 17:00

 

Es ist möglich, an allen Vorträgen auch virtuell teilzunehmen.

Für die Teilnahme an der Vortragsreihe bitte einfach eine E-Mail an sustain[at]gestaltung.uni-weimar.de schicken.

Die Vortragssreihe geht über zwei Semester und beginnt in diesem Wintersemester. Sie ist Teil des Themenfelds kulturwissenschaftliche Infrastrukturforschung an der Professur Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation.

 

Wintersemester 2020/21

In diesem Semester finden neben den Wissenschaftsmodulen zwei Vortragsreihen und mehrere Workshops statt. Die Workshops werden in den entsprechenden Lehveranstaltungen und auf der Homepage der Professur angekündigt. Unter anderem können wir die Illustratorin Nadine Roßa für einen Workshop zum Thema Graphic Recording & Sketchnotes begrüßen. Im Rahmen der Vortragsreihen wird uns unter anderem  Jules Buchholtz mit den die Welten der Szenariogestaltung vertraut machen und mit Maximilian Jablonowski werden wir uns mit Pop, Science-Fiction und Nostalgie auseinandersetzen.

 

Das Progamm für WiSe 2020/21

  • Wissenschaftsmodul Spekulatives Design: Cibus ex Futura
  • Wissenschaftsmodul Bildroman, Comic, Graphic Novel
  • Wissenschaftsmodul Einführung in die Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation (Teil des Einblick 2000/21, aber insebsondere auch für MKG Studierende geeignet)
  • Wissenschaftsmodul Ware und Schein (Friedrich Sperling)
  • Academic Module Foodways: Environments, Practices, Imaginaries (gemeisam mit Margarita Garcia)
  • Ph.D. Graduiertenseminar Anthro Lab: Kulturtheorien, ethnografisches Forschen und performatives Wissen
  • Masterkolloquium Visuelle Kommunikation/Visuelle Kulturen (gemeinsam mit Lehrenden des Studiengangs Visuelle Kommunikation)
  • Workshop: Visualisieren: Graphic Recording & Sketchnotens (Nadine Roßa)
  • Vortragsreihe: SUSTAIN: Umwelt(en) und Nachhaltigkeit(en)
  • Vortragsreihe: Spekulation, Szenoario, Prototyp: Zukunft und Design

Seminarvorstellungen | Die Lehrveranstaltungen, die an der Professur Geschichte und Theorie der visuellen Kommunikation im Wintersemester angeboten werden, werden im Rahmen der digitalen Projektbörse. Offene Frage zu Teilnahme, Themen und Leistungsnachweisen bitte gegebenenfalls auch per Email klären.

 

Spekulation, Szenario, Prototyp | Zukunft und Design

Ist Spekulationsfähigkeit eine zentrale Kompetenz für das 21. Jahrhundert? Angesichts der scheinbaren Zunahme der Unberechenbarkeit globaler Entwicklungen und der Erosion von als stabil erachteten Verhältnissen erscheint dies naheliegend. In diesem Semester werden wir uns mit den verschiedenen Perspektiven des Zukunftsentwurfs zu beschäftigen. Die produktive Nutzung von Spekulation für den Designprozess ist die arbeitspraktische Grundlage, Verhältnisse zu simulieren und Zusammenhänge zu entwickeln, die noch nicht den Raum des Faktischen betreten haben und somit vielleicht noch vermeid- oder herbeiführbar sind.

 

Ausblick Sommersemester 2021

BREW | Im Rahmen der Bauhaus.Module werden die Professuren Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft, Medienmanagement und Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation eine gemeinsame Lehrveranstaltung anbieten, die Wertstoffketten, Konsumkulturen und gestalterischer Praxis am Beispiel des Bierbrauens forschend in den Blick nimmt. Zentrales Thema dieses Moduls ist die Frage ob Gestaltung nicht nur produktiv, also im Sinne klassischer Erwartungen an das Industriedesign, sondern auch überraschend, das heißt jenseits der etablierten Pfade der industriellen Massenproduktion, Beiträge zum vielschichtigen Feld der Nachhaltigkeit liefern kann. Hierzu werden Methoden der Bilanzierung (Ökobilanz nach DIN 14040) und Visualisierung (Infografik) im Kontext der industriellen und handwerklichen Bierproduktion am praktischen Beispiel gelehrt und in Kleingruppen realisiert. Das Modul ist für Studierende aller Fachrichtungen geöffnet.

Der Gestalter, Bierbrauer und VK Alumni Patrick Stadler wird bei der Leitung des Projekts BREW mitwirken.

 

Sommersemester 2020

Dieses Sommersemester wird anders starten und auch anders verlaufen als geplant.

Seminarvorstellungen | Die Lehrveranstaltungen, die an der Professur Geschichte und Theorie der visuellen Kommunikation im Sommersemester angeboten werden, werden im Rahmen der digitalen Projektbörse vorgestellt. Offene Frage zu Teilnahme, Themen und Leistungsnachweisen bitte per Email klären.

Folgende Wissenschaftsmodule sind nun für das Sommersemester als Angebote der Professur Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation geplant.

  • Politische Plakate: Analyse - Aneignung - Ausstellung
  • Design(en) - Wissen(schaft) - Politik(en) (Pierre Stephani)
  • Das Dokumentarische (inkl. Workshop Filmkritik mit Carolin Weidner & Fabian Tietke)
  • Superlokal:  Nachhaltige Konzepte zur Nahrungsmittelproduktion in den eigenen 4 Wänden (gemeinsam mit Tonia Schmitz, Eckard Kraft und Lisa Borgenheimer)  (inkl. Workshop Informationsdesign mit Lisa Borgenheimer)

Gastlehrende | In diesem Sommer dürfen wir auch wieder einige Gastlehrende an der Bauhaus Universität Weimar begüßen. Die Informationsdesignerin Lisa Borgenheimer wird einen  Workshop zum Thema Infografik anbieten. Die beiten Filmjournalisten Carolin Weidner und Fabian Tietke werden eine Workshop zum Thema Filmkritik anbieten. Der Designer, Handwerker und Forscher Pierre Stephani wird einen Lektürekurs zum Thema "Design(en) - Wissen(schaft) - Politik" leiten.

Wintersemester 2019/2020

Im Wintersemester gibt es eine Ringvorlesung des Salons Visuelle Kulturen. Unter dem dem Titel Streetscapes: Positionen zu Mobilität, Kreativität, Visualität werden wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fakultät Kunst und Gestaltung begrüßen dürfen, die ihre jeweiligen spannenden Perspektiven auf Teilbereiche dieses zentralen Feldes menschlicher Kommunikation vorzustellen werden. Sie werden dazu beitragen, Wegmarken im unscharfen Feld der Visuellen Kulturen zu setzen.  Die Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin Ruth Knepel wird sich mit Werbung als postkapitalistischem (Alp-)Traum auseinandersetzen. Die Ethnologin und Filmemacherin Valerie Hänsch wird ihren preisgekrönten Film »Sifinja - The Iron Bride« zeigen und ihre aktuellen Projekte vorstellen. Der Medienwissenschaftler Roland Meyer wird sich mit der Lesbarmachung spätmoderner Lebenswelten am Beispiel von Flughäfen beschäftigen. Der Kulturanthropologe und Filmemacher Max Leimstättner wird sich unter dem Titel »Wien berühren«mit Fragen der Synästhesie im Film auseinandersetzen. Die Kunsthistorikerin Anja Schürmann wirddie Vielschichtigkeit und Aktualität von Photo-Research-Books präsentieren. Der Informationsdesigner Michael Stoll wird Arbeiten zur Axonometrie vorstellen und den Themenzusammenhang Kartendarstellung und Stadtvisualisierung beleuchten.

Die Professur Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation freut sich, auch in diesem Semester drei Gastlehrende zu begrüßen, die das Lehrangebot der wissenschaftlichen Lehrgebiete bereichern werden.
Friederike Kenneweg ist Journalistin, Musikerin und Autorin. Ihr Interessensgebiet: Sprache und alles, was klingt. An der Fakultät Kunst und Gestaltung wird sie eine Schreibwerkstatt Visuelle Kulturen anbieten, die kreative Textformen in erkundet. Friedrich Sperling hat Philosophie studiert und sich mit alternativen Wirtschaftsformen beschäftigt. Er wird einen Kurs zum vielschichtigen Feld des wissenschaftlichen Arbeitens anbieten. Der Theaterwissenschaftler Philipp Schulte wird sich mit Fragen der performativen Immersion in das Bild beschäftigen. Max Leimstättner ist Dokumentarfilmer und Kulturanthropologe. Er wird im Rahmen des Bauhaus.Moduls »Analoge Recherchen« Expeditionen ins Forschen leiten.