Freibäder für Berlin

Berlin ist in den letzten vierzig Jahren um knapp eine Millionen Einwohner gewachsen, ohne dass ein einziges Freibad neu hinzugekommen ist. Die Bäder sind zu voll, übernutzt und alle sind gestresst. Die Sommer werden immer heißer, Abkühlung und güne Räume immer wichtiger. Während das Weimarer Schwanseebad  65.000 Menschen versorgt, sind es beim Prinzenbad in Kreuzberg etwa 400.000. Zusammen mit hohen Mieten und weniger Freiräumen bedeutet das ein Minus an Lebensqualität und trägt dazu bei, dass Berlin als Wohnort an Attraktivität verliert.

Wir wollen an zehn Standorten kleine feine Bäder entwerfen, als hypothetische Projekte und als Vision eines Gemeinwesens mit mehr statt weniger gemeinschaftlichen Orten. Die Bäder sollen als Dritte Orte gedacht werden, die zwölf Monate geöffnet sind und sich mit weiteren Funktionen verbinden. Sie werden sich darum als eine Mischung aus Baukörperkomposition und Freiraumplanung darstellen und entwurflich auf der Grenze zwischen Hochbau und Städtebau bewegen.