Graduierungsausstellung

Kommunale Programme der Wohnungsförderung

ENGERE WAHL

Project information

submitted by
Winona Tabea Welk

Supervising professorship
Professur Stadtplanung

Advisors
Prof. Dr. –Ing. Barbara Schönig, Dipl.-Soz. M.A. Carsten Praum



Degree programme:
Urbanistik (Master of Science (M.Sc.))


Project description

Die Wohnkosten steigen, bezahlbarer Wohnraum verknappt sich: Während die gesetzgeberischen Vorstöße bislang wenig effektiv bleiben, übernehmen die Kommunen immer mehr wohnungspolitische Verantwortung und Aufgaben. Die Thesis hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht stellvertretend für diesen Kommunalisierungsprozess kommunale Programme der Wohnungsförderung zu analysieren.
Die Betrachtung fand beispielhaft an den drei Groß- und Universitätsstädten Freiburg, Heidelberg und Karlsruhe statt. Dabei veranlasst die Städte ein je unterschiedliches Selbstverständnis zur zusätzlichen kommunalen Förderung. Es zeigte sich, dass die Kommunen mit ihren zusätzlichen Förderungen insbesondere die Schaffung von Wohneigentum für Familien unterstützen. Hier treffen sie auch am stärksten von der Landesgesetzgebung abweichende Bestimmungen. Ebenso ist die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ein dominantes Motiv für die Auflage kommunaler Förderprogramme. Die Finanzierung gelingt den Kommunen aufgrund ihrer positiven Haushaltslage und indem sie zur Förderung auf Einnahmen verzichten.
Ein interessanter Befund der Forschung ist, dass die untersuchten Kommunen, anders als dies die wissenschaftliche Rezeption vermuten lässt, Zufriedenheit mit der Landesförderung äußern, obwohl diese nicht uneingeschränkt ihrem tatsächlichen Bedarf entspricht. Insgesamt herrscht auf Seiten der Städte ein großzügigeres Förderverständnis, als auf Seiten des Landes oder des Bundes.

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