Kurzbiographien der Referent/innen

Prof. Dr. Arnold Bartetzky wurde in Zabrze, Polen, geboren. Er ist Kunsthistoriker und Architekturkritiker und leitet seit 2017 die Abteilung „Kultur und Imagination“ am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO). Seit 2016 lehrt er als Honorarprofessor am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. Arnold Bartetzky wirkt in verschiedenen Fachgremien auf dem Gebiet der Baukultur mit, unter anderem in der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz beim Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, deren Vorsitz er 2014-2019 innehatte. Er ist als Publizist u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung in den Gebieten der Architektur, Stadtplanung, Denkmalpflege und Kunst tätig.

Jüngere Buchpublikationen

  • Arnold Bartetzky (Hrsg.)
    Geschichte bauen. Architektonische Rekonstruktion und Nationenbildung vom 19. Jahrhundert bis heute.
    Köln–Weimar–Wien: Böhlau Verlag, 2017
  • Arnold Bartetzky
    Die gerettete Stadt. Architektur und Stadtentwicklung in Leipzig seit 1989 – Erfolge, Risiken, Verluste
    Leipzig: Lehmstedt Verlag, 2015

Prof. Dr. Harald Bodenschatz, wurde in München geboren. Er ist Sozialwissenschaftler und Stadtplaner. Von 1995 bis 2011 lehrte er Planungs- und Architektursoziologie an der TU Berlin und ist heute assoziierter Professor des Center for Metropolitan Studies an der TU Berlin. 2004 bis 2009 war er Sprecher des Schinkel-Zentrums für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der TU Berlin und 2009 bis 2010 Sprecher des Transatlantischen DFG-Graduiertenkollegs (Berlin-New York) „Geschichte und Kultur der Metropolen im 20. Jahrhundert“. Er ist Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar und des Advisory Boards von urbanHist.

Von seinen zahlreichen Publikationen seien hier die vier mit KollegInnen erarbeiteten Hauptwerke zu Diktaturen besonders hervorzuheben:

  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Piero Sassi (Hauptautor). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Jean-François Lejeune und Max Welch Guerra
    Städtebau als Kreuzzug Francos. Wiederaufbau und Erneuerung unter der Diktatur in Spanien 1938-1959
    Berlin: DOM publishers, 2020
  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Kathrin Meißner, Christian von Oppen und Max Welch Guerra
    Städtebau unter Salazar. Diktatorische Modernisierung des portugiesischen Imperiums 1926-1960
    Berlin: DOM publishers, 2019
  • Harald Bodenschatz (Hrsg.). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Lorenz Kirchner, Ursula von Petz und Daniela Spiegel.
    Städtebau für Mussolini. Auf der Suche nach der neuen Stadt im faschistischen Italien
    Berlin: DOM publishers, 2011

  • Harald Bodenschatz /Christiane Post (Hrsg.). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Susanne Karn, Steffen Ott und Christiana Post
    Städtebau im Schatten Stalins. Die internationale Suche nach der sozialistischen Stadt in der Sowjetunion 1929-1935
    Berlin: Verlagshaus Braun, 2003

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Arquitecto Manuel Cuadra, geboren in Lima, studierte Architektur an der Universidad Nacional de Ingeniería in Lima und wurde an der Technischen Universität Darmstadt promoviert.  In seiner Doktorarbeit widmete er sich den historischen Grundlagen der Architektur, insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts in den Andenländern. Die universitäre Zusammenarbeit mit Günter Behnisch in Darmstadt führte zur Untersuchung der konstruktiven Grundlagen der architektonischen Gestaltung. Während seiner Lehrtätigkeit an der Städelschule in Frankfurt bei Enric Miralles vertiefte er sein Verständnis für zeitgenössische Strömungen in der Architektur. Von 2005 bis 2018 war Manuel Cuadra Professor für Architekturgeschichte/Geschichte der gebauten Umwelt im Fachbereich Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur der Universität Kassel. 

Für seine kritische Arbeit wurde Manuel Cuadra als Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA gewählt, ebenso ist er Mitglied des Internationalen Komitees der Architekturkritiker CICA; seit 2005 ist er Mitglied des Vorstandes der CICA, seit 2008 deren Generalsekretär. Für sein Werk erhielt er 2011 den Titel des Ehrendoktors der Universidad Nacional de Ingeniería.  

1991 veröffentlichte er in Lima "Arquitectura en América Latina: Perú, Bolivia, Ecuador y Chile en los siglos XIX y XX".

Neueste Publikationen zum Thema der Veranstaltung:

  • Manuel Cuadra
    TRÄUME UND RÄUME EINER REVOLUTION
    Architektur und Städtebau in Kuba 1959-2018
    Kassel :University Press, 2019
  • Manuel Cuadra
    Aspiraciones y espacios de una revolución
    Arquitectura y Urbanismo en Cuba 1959-2018
    Kassel: University Press, 2019
  • Manuel Cuadra (Ed)
    De primera mano
    La Arquitectura de la Revolución Cubana 1959-2018
    Entrevistas con sus Protagonistas y Cronistas 
    Kassel: University Press, 2019

Dr. hab. Mariusz Czepczyński, born in Malbork in Poland, is cultural geographer, professor at the Department of Spatial Management, Institute of Geography, University of Gdańsk, Poland. His research interests are focused on cultural landscapes, post-socialist cities, heritages, urban cultures, critical geographies, quality of life, and local and regional development. He studied at the universities of Gdańsk and Warsaw, additionally, attended courses at the University of Oslo (1997), Harvard School of Design (1993), and Center for Land Policy Studies and Training, Taoyuan, Taiwan (2016). In 2009 – 2011 he had been employed at the Geographical Institute of the Eberhard Karls Universität Tübingen, Germany. His activities also include consultancy and advisory to the mayor of Gdańsk, Polish Metropolitan Union, City Hall of Lodz and Thuringian Ministry for Economy, Labour and Technology. He was deputy coordinator at the RECOURSE Research and Education Centre for Urban Socio- Economic Development – Centre of Excellency within the 5th Framework Programme. Prof. Czepczyński coordinates, together with Greater London and Belgian Roeselare, Energy Transition Partnership in the Urban Agenda for the EU project (2017-2019). He belongs to the Advisory Board of UrbanHIST.

His major publications include:

  • Mariusz Czepczyński (eds.)/ S. Hristova (eds.) 
    Public Space. Between Reimagination and Occupation 
    Routledge, 2018
  • Mariusz Czepczyński
    The City during the Times of Transformation: Experiencing 20 Years of Self-Governance in Gdansk
    in Polish, ed. Poznań, 2011
  • Mariusz Czepczyński
    Cultural Landscape of Post-Socialist Cities. Representation of Powers and Needs
    Ashgate, 2008
  • Mariusz Czepczyński
    Spaces of the post-socialist cities. Social transformations of urban areas 
    in Polish, ed. Poznań:  2006
  • Mariusz Czepczyński (eds.)/ I. Sagan (eds.)
    Featuring the Quality of Urban Life in Contemporary Cities of Eastern and Western Europe 
    Gdańsk, 2004

He was a member of Investigating Cultural Sustainability COST Action Programme and the Metropolitan Working Group of the Polish Academy of Sciences.

Florian Dierl, geboren in Selb (Oberfranken), ist Historiker und leitet seit 2014 das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände sowie die Abteilung Erinnerungskultur der Museen der Stadt Nürnberg. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. an der Freien Universität Berlin, an der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin und am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig.

Schwerpunkte seiner Aufgaben liegen in der historisch-politischen Bildungsarbeit am Erinnerungsort „Ehemaliges Reichsparteitagsgelände“ und in der Entwicklung von Ausstellungen zur Geschichte und Wirkung des Nationalsozialismus.

Jüngere Publikationen:

  • Florian Dierl
    Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen als Akteure der Vergangenheitsaufarbeitung,
    In: Magnus Brechtken (Hrsg.) Handbuch der Vergangenheitsaufarbeitung (in Vorbereitung)
  • Florian Dierl/Hanne Leßau
    »Ein Bild des Grauens und Schreckens«. Eine andere Geschichte des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg
    In: Gedenkstättenrundbrief Nr. 194, 6/2019

Dr. Thomas Flierl wurde in Berlin-Pankow geboren. Er studierte Philosophie und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2002 war er Baustadtrat im Bezirk Mitte, von 2002 bis 2006 war er Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Berlin. Seit 2006 ist er als freier Bauhistoriker und Publizist tätig. Er ist Vorsitzender der Hermann-Henselmann-Stiftung, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Ernst-May Gesellschaft Frankfurt am Main, Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung Weimar. Er lehrte an der Bauhaus-Universität Weimar und der FU Berlin, mehrere Gastaufenthalte führten ihn an die Universität Konstanz. Des Weiteren war er Mitinitiator und 2017/18 Projektkoordinator für den Berliner Welterbe-Antrag zur Nachkriegsmoderne Karl-Marx-Allee | Interbau 1957.

Jüngere Buchveröffentlichungen:

  • Thomas Flierl (Hrsg.)
    Standardstädte. Ernst May in der Sowjetunion 1930–1933
    Berlin: Suhrkamp, 2012

Hrsg. der Reihe „Gegenstand und Raum“, darin u.a. die Bände:

  • Thomas Flierl (Hrsg.)
    Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick 1903–1979
    Berlin: Lukasverlag, 2020

Hrsg. (mit Philipp Oswalt) und Autor

  • Hannes Meyer und das Bauhaus. Im Streit der Deutungen
    Leipzig: Spector Books, 2018
  • Harald Bodenschatz/Thomas Flierl
    Von Adenauer zu Stalin. Die Tätigkeit des Kölner Stadtplaners Kurt Meyer in Moskau und der Einfluss des traditionellen deutschen Städtebaus in der Sowjetunion um 1935
    mit Harald Bodenschatz, 2016
  • Mark Meerovic/Evgenija Konyševa
    Linkes Ufer, rechtes Ufer. Ernst May und die Planungsgeschichte von Magnitogorsk (1930 – 1933
    Berlin: Theater der Zeit, 2013

Dr. Jana Fuchs wurde in Göttingen geboren. Sie studierte in Leipzig und Warschau Osteuropäische Geschichte, Kulturwissenschaften und Polonistik. Ihre Magisterarbeit „Die Bedeutung der Trümmer. Die Große Synagoge und der Plac Bankowy im Warschauer Wiederaufbauprozess 1945­–1991“ wurde 2012 mit dem Förderpreis des Botschafters der Republik Polen ausgezeichnet. 2018 wurde sie am Imre Kertész Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit der Arbeit „Besonders zentral. Politische Repräsentation und gesellschaftliche Auseinandersetzung am Beispiel des Städtebaus zweier historischer Plätze in Warschau, 1945 bis 1989“ promoviert. 2016 organisierte sie die Tagung „Denkmalschutz im Staatssozialismus“. Sie arbeitete als Lektorin im Leipziger Verlag Spector Books, wo sie zahlreiche internationale Buchprojekte initiierte und begleitete. Derzeit lebt sie in Berlin und arbeitet als Innovations-Coach.

Ihre Buch-Publikationen:

  • Jana Fuchs
    Städtebau und Legitimation. Debatten um das unbebaute historische Warschauer Zentrum, 1945­–1989
    Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2020
  • Jana Fuchs
    Miejsce po Wielkiej Synagodze. Przekształcenia placu Bankowego po 1943 roku [Das Grundstück „nach“ der Großen Synagoge. Die Umgestaltung des Plac Bankowy nach 1943]
    Warszawa, 2016

Marcell Hajdu, geboren und aufgewachsen in Budapest, ist Stadtforscher und schreibt derzeit im DFG-Graduiertenkolleg „Identität und Erbe“ an seiner Dissertation zur Rolle des städtischen Erbes in populistischen Identitätskonstruktionen am Beispiel von Ungarn.

Er hat in seinem Bachelor Verkehrsingenieurwesen an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest und an der Technischen Universität in Braunschweig studiert und dann seinen Master in Europäische Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar abgeschlossen.

Mit der Tagung im Zusammenhang stehende Publikation:

  • Marcell Hajdu
    Liget Budapest: Spectacle, Architecture, and Right-Wing Populism.
    New York: in: Avery Review, das Architekturjournal der GSAPP an der Columbia University, 2019.

Prof. Dr.-Ing. Carola Hein is Professor and Head, History of Architecture and Urban Planning Chair at Delft University of Technology. She has published widely in the field of architectural, urban and planning history and has tied historical analysis to contemporary development. Among other major grants, she received a Guggenheim Fellowship to pursue research on The Global Architecture of Oil and an Alexander von Humboldt fellowship to investigate large-scale urban transformation in Hamburg in international context between 1842 and 2008, and a Volkswagen Foundation grant for a mixed method digital humanities project ArchMediaL. Her current research interests include the transmission of architectural and urban ideas, focusing specifically on port cities and the global architecture of oil. She has curated Oildam: Rotterdam in the oil era 1862-2016 at Museum Rotterdam. She serves as Vice President of the International Planning History Society and as President of the Global Urban History Project. She is IPHS Editor for Planning Perspectives and as Asia book review editor for Journal of Urban History.

Her books include:

  • Carola Hein (Ed)
    Adaptive Strategies for Water Heritage
    Technical University Delft, 2020
  • Carola Hein
    The Routledge Planning History Handbook
    London – New York: Routledge, 2018

  • Uzō Nishiyama (Hrsg.)/Carola Hein (Ed)
    Reflections on Urban, Regional and National Space
    London – New York: Routledge, 2017
  • Carola Hein (conference convener)
    History, Urbanism, Resilience, Proceedings of the 2016 IPHS conference
    London – New York: Routledge, 2016
  • Carola Hein
    Port Cities: Dynamic Landscapes and Global Networks
    London – New York: Routledge, 2011
  • Carola Hein (Hrsg.)/Pierre Laconte (Hrsg.)
    Brussels: Perspectives on a European Capital
    2007
  • Carola Hein (Ed)
    European Brussels. Whose capital? Whose City?
    2006
  • Carola Hein (Hrsg.)/Philipp Pelletier (Hrsg.)
    Cities, Autonomy and Decentralisation in Japan.
    London – New York: Routledge, 2006
  •  Carola Hein
    The Capital of Europe. Architecture and Urban Planning for the European Union (2004), Rebuilding Urban Japan after 1945
    2003
  • Helmut Geisert; Doris Haneberg und Carola Hein.
    Hauptstadt Berlin 1957-58 
    Berlin: Gebr. Mann, 1991

She has also published numerous articles in peer-reviewed journals, books, and magazines.

Katrin Lompscher ist seit Dezember 2016 Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. Zuvor war die gebürtige Berlinerin Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion sowie deren Sprecherin für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. In den Jahren 2006 bis 2011 bekleidete sie schon einmal das Amt der Senatorin - damals für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Katrin Lompschers politischer Werdegang begann im Jahr 2001 als Stadträtin für Stadtentwicklung im Berliner Bezirk Lichtenberg.

Nach ihrer Berufsausbildung mit Abitur zur Baufacharbeiterin begann Katrin Lompscher 1981 ihr Studium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar, welches sie 1986 als Diplomingenieurin für Städtebau abschloss. In den folgenden zehn Jahren arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauakademie der DDR, seit 1990 Deutsche Bauakademie Berlin. 1996 wechselte sie in die PDS-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war.

Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier wurde in Zürich geboren. Er ist Kunsthistoriker und Denkmalpfleger und seit 2008 Professor für Denkmalpflege und Baugeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar, nachdem er zuvor eine Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung an der TU Dresden inne hatte. Er ist der Weimarer Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Identität & Erbe“ und Mitglied zahlreicher Fachgremien (u.a. wissenschaftlicher Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wissenschaftlicher Beirat der Klassik-Stiftung Weimar, Gestaltungsbeirat der Stadt Baden-Baden). Von 2008–2018 war er Vorsitzender des Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. Er forscht zur Theorie und Geschichte der Denkmalpflege und zur Architektur des Mittelalters und der Moderne. Er ist Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung Weimar.

Jüngste Buchpublikationen:

  • Hans-Rudolf Meier
    Spolien. Phänomene der Wiederverwendung in der Architektur.
    Berlin: Jovis, 2020 (erscheint im Herbst)
  • mit Dorothea Schwinn Schürmann et al.
    Das Basler Münster. Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt X. Bern
    Gesellschaft für Schweizer Kunstgeschichte, 2019

PD Dr. PhDr. Richard Němec, geboren in Pilgrims (CZ), wurde im Fach Kunstgeschichte an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br. als DAAD-Stipendiat promoviert. Gegenwärtig ist er als Privatdozent an der Universität Bern, Institut für Kunstgeschichte, Abteilung Architektuge-schichte und Denkmalpflege tätig. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München und von 2004–2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der Akademie der Wissenschaften in Prag. Er habilitierte sich 2019 im Fach Kunstgeschichte an der Universität Bern. Seine Habilitationsschrift wurde kürzlich veröffentlicht:

  • Richard Němec
    Ökonomisierung des Raums. Planen und Bauen in Mittel- und Osteuropa unter den
    Nationalsozialisten
    1938 bis 1945
    Berlin: DOM publishers, 2020

Jannik Noeske , geboren im Schwarzwald, studierte Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Università IUAV di Venezia (Italien). In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit dem Städtebau von Universitäten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa. Seit Januar 2019 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Verbundprojekt Stadtwende an der Bauhaus-Universität Weimar und untersucht in diesem Rahmen die Ursachen des Altstadtverfalls in der DDR. Er ist Teil der Mittelbauvertretung des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung. Seine Forschungsschwerpunkte sind neben der Städtebaugeschichte des 20. Jahrhunderts Themen der Erinnerung und Geschichtspolitik im Stadtraum sowie die Konstruktion von Altstadtbildern.

Seine jüngsten Artikel und Vorträge behandeln neben dem Städtebau der Universität Frankfurt am Main zwischen 1914 und 1945 die Historiografie des Bauhaus anhand des Städtebaus und anhand der Weimarer Bauhaus-Universität sowie die Rolle der Generalbebauungsplanung für die Stadterneuerung in der DDR.

Dr. Christian von Oppen, wurde in Hannover geboren. Seit 1999 arbeitet er als Architekt. Von 2007 bis 2014 lehrte er im Rahmen seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Entwerfen und Städtebau an der Bauhaus-Universität in Weimar. Von 2014 bis 2018 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Metropolitan Studies der TU Berlin. Er ist Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung. Seit 2018 ist er für die Entwicklung des Stadtquartiers am Tacheles in Berlin tätig.

2019 promovierte er mit dem Thema „Städtebau unter Salazar. Diktatorische Modernisierung der beiden Großstädte Lissabon und Porto“ an der Bauhaus-Universität in Weimar.

Neueste Publikationen:

  • Harald Bodenschatz; Aljoscha Hofman und Christian von Oppen
    Staat baut Stadt. 100 Jahre Hauptstadt (Groß-) Berlin (1920-2020). 150 Jahre Hauptstadt Deutschlands (1871-2021)
    Berlin: Wasmuth & Zohlen, 2020
  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Kathrin Meißner, Christian von Oppen und Max Welch Guerra
    Städtebau unter Salazar. Diktatorische Modernisierung des portugiesischen Imperiums 1926-1960
    Berlin: DOM publishers, 2019

Dr. phil. Eliana Perotti wurde in Mailand geboren. Sie ist Kunst-, Architektur und Städtebauhistorikerin und arbeitet als Forscherin und Publizistin. Aktuell leitet sie das Schweizerische Nationalfond Forschungsprojekt «Saffa 1958. Eine nationale Bühne für Schweizer Architektinnen und Gestalterinnen. Städtebau, Architektur und Ausstellungsdesign im internationalen Kontext», angesiedelt an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie hat seit 1991 im Rahmen verschiedener Hochschulen, vor allem am Architekturdepartement der ETH, Forschungsprojekte im architektur- und städtebauhistorischen Rahmen konzipiert und geführt und entsprechende Publikationen herausgegeben. Ihr aktueller Fokus liegt im Bereich der Genderstudien in Hinblick auf Architektur- und Städtebaugeschichte.

Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen:

  • Katja Frey (Hrsg.)/Eliana Perotti (Hrsg.)
    Frauen blicken auf die Stadt. Architektinnen, Planerinnen, Reformerinnen. Theoretikerinnen des Städtebaus II
    Berlin: Reimer, 2018
  • Katja Frey (Hrsg.)/Eliana Perotti (Hrsg.)
    Theoretikerinnen des Städtebaus. Texte und Projekte für die Stadt
    Berlin: Reimer, 2015
  • Katja Frey (Hrsg.)/Magnago Lampugnani (Hrsg.) und Eliana Perotti (Hrsg.)
    Anthologie zum Städtebau
    Berlin: Gebr. Mann, 3 Bde.: 2005, 2008, 2014
  • Katja Frey (Hrsg.)/Magnago Lampugnani (Hrsg.) und Eliana Perotti (Hrsg.)
    Stadt & Text. Zur Ideengeschichte des Städtebaus im Spiegel theoretischer Schriften seit dem 18. Jahrhundert
    Berlin: Gebr. Mann, 2011
  • Simona Martinoli/Eliana Perotti
    Architettura coloniale italiana nel Dodecaneso 1912-1943
    Turin: in: Edizioni Fondazione Agnelli, 1999

Petr Roubal, Ph.D., born in Prague, studied history and social anthropology at the CEU in Budapest and at Cambridge University. His dissertation dealt with the political symbolism of mass gymnastic performances (Spartakiads). A monograph on the subject published in Czech won a major literary price (Magnesia Litera). The English translation was published in 2019 under the title Spartakiads: Politics of physical culture in communist Czechoslovakia. Since 2008 he is researcher at the Institute of Contemporary History in Prague, where he dealt with topics of politics of memory and origins of post-communist neo-liberalism. Currently he is heading the Working Group on Urban History at the institute, working mostly on history of post-war Prague, in particular the city planning and socialist as well as post-socialist urbanism.

Recent publications:

  • Petr Roubal
    The Battle of Žižkov: Urban Planners’ Transition from Heritage Protection to Neoliberal Discursive Planning. Journal of Urban History
    e-version March 14, 2020
  • Petr Roubal
    Spartakiads. The Politics of Physical Culture in Communist Czechoslovakia.
    Prague, Karolinum 2019
  • Petr Roubal
    The Crisis of Modern Urbanism under the Socialist Rule: Case Study of the Prague Urban Planning between the 1960s and 1980s.
    Czech Journal of Contemporary History VI / 2018, pp. 100-124.

Piero Sassi ist ein in der Emilia-Romagna geborener und in Europa ausgebildeter Stadtforscher. Er studierte Urbanistik und Architektur in Ferrara (Italien) und Kopenhagen (Dänemark). Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Städtebaugeschichte des 20. Jahrhunderts. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Raumplanung und Raumforschung der Bauhaus-Universität Weimar und Mittelbau-Vertreter am Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung. Seit 2013 ist er Gründungsmitglied und Koordinator des Netzwerkes UEDXX (Urbanism of European Dictatorships during the XXth Century Scientific Network), seit 2018 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Osservatorio Geopolitico sulle Città di Fondazione (Sabaudia, Italien). Er promoviert über die Städtebaupolitik der Franco-Diktatur für die Hauptstadt Madrid während der Autarkiezeit (1939-1959).
Seine neuesten Publikationen befassen sich mit dem Städtebau der europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Piero Sassi (Hauptautor). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Jean-François Lejeune und Max Welch Guerra
    Städtebau als Kreuzzug Francos. Wiederaufbau und Erneuerung unter der Diktatur in Spanien 1938-1959
    Berlin: DOM publishers, 2020
  • Piero Sassi
    A New Master Plan for the “Gran Madrid Capital de España” after the Civil War
    In: Carola Hein (Hrsg.) Tagungsband der 17. IPHS-Konferenz in Delft (Band IV, S. 357-367), 2016
  • Harald Bodenschatz, Piero Sassi und Max Welch Guerra (Hrsg.)
    Urbanism and dictatorship – A European Perspective
    Bauwelt Fundamente, 2015

Prof. Dr.-Ing. Barbara Schönig wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren. Sie hat Neuere Deutsche Literatur und Kunstwissenschaft an der Humboldt-Universität, TU Berlin und Ohio State University, Columbus Ohio sowie Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin studiert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie an der TU Berlin und TU Darmstadt tätig, ehe sie 2012 Professorin für Stadtplanung an der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar wurde. Seit 2013 ist sie Direktorin des Instituts für Europäische Urbanistik.

Prof. Dr. Daniela Spiegel, geboren in Berlin, Architekturhistorikerin mit den Forschungsschwerpunkten auf Denkmalpflege sowie Architektur- und Städtebaugeschichte des 20. Jahrhunderts, ist seit 2019 Professorin für Baugeschichte und Denkmalpflege an der Hochschule Anhalt in Dessau und Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung. 2008 promovierte sie an der TU Berlin mit ihrer Arbeit „Città Nuove des Agro Pontino im Rahmen der faschistischen Staatsarchitektur“. 2019 habilitierte sie sich mit ihrer Arbeit „Urlaubs(t)räume des Sozialismus. Zur Geschichte der Ferienarchitektur in der DDR“.

Als Mitautorin veröffentlichte sie 2011 die Publikation „Städtebau für Mussolini. Auf der Suche nach der neuen Stadt im faschistischen Italien“. Bis 2019 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar, wo sie unter anderem als Mitantragstellerin des DFG-Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“ mitwirkte. Sie engagiert sich ebenfalls als Mitglied des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar.

Neueste Publikationen:

  • Daniela Spiegel
    Urlaubs(t)räume des Sozialismus. Zur Geschichte der Ferienarchitektur der DDR
    Habilitationsschrift, 2020 (in Vorbereitung)
  • Hans-Rudolf Meier (Hrsg.); Mark Escherich (Ed); Jens Nehring (Ed), Simon Scheithauer (Ed) und Daniela Spiegel (Ed)
    Zwischen Utopie und Realität: Planungen zur sozialistischen Umgestaltung der Thüringer Städte Weimar, Erfurt, Suhl und Oberhof.
    Weimar: Band in der Reihe: Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR. 2018, S. 189-242
  • Hans-Rudolf Meier/Daniela Spiegel (Hrsg.)
    Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor. Der lange Schatten des Paul Schultze-Naumburg
    Heidelberg: Tagungsband, 2018

Prof. Dr. Florian Urban, geboren in München, ist Professor für Architekturgeschichte und Head of Architectural History and Urban Studies an der Glasgow School of Art. Er hat einen Abschluss in Bildender Kunst von der Universität der Künste in Berlin, einen Master of Arts in Urban Planning von der University of California, Los Angeles (UCLA) und einen PhD in Geschichte und Theorie vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). 2018 war er Gastwissenschaftler am Deutschen Historischen Institut in Warschau. 

Seine wichtigsten Publikationen sind:

  • Florian Urban 
    Neo-historical East Berlin – Architecture and Urban Design in the German Democratic Republic 1970-1990
    Ashgate, 2009
  • Florian Urban 
    Tower and Slab – Histories of Global Mass Housing
    London – New York: Routledge, 2012
  • Florian Urban 
    The New Tenement – Architecture in the Inner City since 1970
    London – New York: Routledge, 2018
  • Florian Urban 
    Postmodern Architecture in Socialist Poland - Transformation, Symbolic Form and National Identity
    London – New York: Routledge, forthcoming

Prof. Dr. Max Welch Guerra, aus Valparaíso, Chile, leitet seit 2003 den Lehrstuhl Raumplanung und Raumforschung, seit 2008 den B.Sc. Urbanistik und seit 2010 den M.Sc. Urbanistik an der heutigen Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2013 ist er Direktor des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung, seit 2019 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für den Erinnerungsort ehemaliges Reichsparteitagsgelände, Nürnberg.

Mit Harald Bodenschatz zusammen leitete er das DFG-Forschungsprojekt Städtebau unter Franco und Salazar, Stadtproduktion iberischer Diktaturen im europäischen Kontext; er ist Mitglied des DFG-Grakos Identität und Erbe; Project Director des Marie-Curie-EJD  urbanHIST-History of European Urbanism in the 20th Century sowie Leiter der Weimarer Sektion des BMBF-Projekts Stadtwende. Stadterneuerung am Wendepunkt – die Bedeutung der Bürgerinitiativen gegen den Altstadtverfall für die Wende in der DDR.

Einige seiner einschlägigen Veröffentlichungen:

  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Piero Sassi (Hauptautor). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Jean-François Lejeune und Max Welch Guerra
    Städtebau als Kreuzzug Francos. Wiederaufbau und Erneuerung unter der Diktatur in Spanien 1938-1959
    Berlin: DOM publishers, 2020
  • Max Welch Guerra/Harald Bodenschatz (Hrsg.). Mit Beiträgen von Uwe Altrock, Harald Bodenschatz, Kathrin Meißner, Christian von Oppen und Max Welch Guerra
    Städtebau unter Salazar. Diktatorische Modernisierung des portugiesischen Imperiums 1926-1960
    Berlin: DOM publishers, 2019
  • Harald Bodenschatz, Piero Sassi, Max Welch Guerra (Hrsg.)
    Urbanism and Dictatorship.
    A European Perspective. 
    Bauwelt Fundamente. Zürich: Birkhäuser, 2015
  • Harald Bodenschatz/Max Welch Guerra (Hrsg.)
    Städtebau und Diktatur in Europa:
    Sowjetunion, Italien, Deutschland, Portugal, Spanien.
    Schwerpunktheft Forum Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung. 41. Jahrgang 1/2014.
  • Christoph Bernhardt, Thomas Flierl und Max Welch Guerra (Hrsg.)
    Verborgene Reformdiskurse. Städtebaudebatten in der DDR
    Berlin: Theater der Zeit, 2012 
  • Max Welch Guerra (Ed)
    Buenos Aires a la deriva. Transformaciones urbanas recientes
    Walter-Gropius-Lehrstuhl (DAAD FADU UBA) Ed. Biblos Buenos Aires, 2005
  • Max Welch Guerra
    Hauptstadt Einig Vaterland. Planung und Politik zwischen Bonn und Berlin.
    Berlin: Verlag Bauwesen, 1999 

Jun.-Prof. Dr.-Ing. Mag. phil. Daniela Zupan wurde in Graz, Österreich geboren. Sie ist Stadtforscherin, Architektin und Slawistin und seit 2019 Juniorprofessorin für European Cities and Urban Heritage an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie ist Mitglied des Instituts für Europäische Urbanistik.

Sie forscht und publiziert unter anderem zu Prozessen der Stadtentwicklung in zeitgenössischen, (semi-)autoritären Regimen. Gemeinsam mit Mirjam Büdenbender hat sie in den letzten Jahren mehrere Zeitschriften- und Buchbeiträge zur Rolle von Urbanismus im heutigen Russland veröffentlicht (z.B. in Forum Stadt 2020, Planung neu denken 2018, Antipode 2017). Ein gemeinsam mit Vera Smirnova herausgegebenes russisch-/englischsprachiges Themenheft, das sich kritisch mit aktuellen Zentralisierungs- und Peripherialisierungsprozessen in Russlands Stadtentwicklung auseinandersetzt, ist gerade im Erscheinen (in Urban Studies and Practices / Gorodskie issledovanija i praktiki).

Neueste Publikationen:

  • Daniela Zupan und M. Büdenbender
    "Modell Moskau" - Entstehung, Entwicklung und Expansion
    Schwerpunktheft Forum Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung 01/2020, 323-342.