Das Diaphane. Architektur und ihre Bildlichkeit

unter Verwendung von © "Diaphanous", 2003, Kerry Mitchell (kerrymitchellart.com)

Ziel der Tagung ist es, das Diaphane als einen Aspekt der Bildlichkeit von Architektur zu erörtern und umgekehrt über das Diaphane die Bildlichkeit (oder Bildhaftigkeit) der Architektur fassbar zu machen und so die Annäherung an einen aus der Architektur selbst entwickelten Bildbegriff fortzuschreiben.

Dabei schließt die Konzeption der Tagung sowohl an aktuelle philosophische Forschung zum Begriff des Diaphanen, als auch an kunsthistorische, medien- und architekturtheoretische Fragestellungen an. Hintergrund des Tagungskonzeptes ist die Frage, ob und wie die phänomenologische Wahrnehmung von Architektur mit einem kunst- und medientheoretischen Bildbegriff zusammen gedacht werden kann. Während die phänomenologische Wahrnehmung der Architektur, die existentiell mit dem Körper in Bewegung verbunden ist, auf eine über 100 Jahre alte Theoriegeschichte zurückblicken kann, hat der Bildbegriff der Kunst- und Medientheorie in den letzten zehn Jahren eine extreme Aufweitung erfahren. Nicht zuletzt die Kunst selbst und ihre Partizipativität haben hier die Grenzen zwischen den Gattungen verschwimmen lassen. Die Frage, ob Architektur bildhaft oder gar bildlich werden kann, soll daher im Rahmen der Tagung vor diesem Hintergrund untersucht werden. Und dies an einem Aspekt, der die Architektur, den Betrachter und seinen Körper in Bewegung betrifft: Das Diaphane.

Das Diaphane in der Architektur wurde in dieser konzentrierten Form bisher noch nicht untersucht und verspricht instruktive Aufschlüsse über die Bildlichkeit der Architektur.

Veranstaltungsort ist der Oberlichtsaal im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar.

Die Tagung steht allen Interessierten offen, die Teilnahme ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Tagungsprogramm

 

 Freitag, 20. Januar 2017

 

16.00 UhrBernd Rudolf, Dekan der Fakultät Architektur und Urbanistik
Begrüßung
Ulrike Kuch (Weimar) 
Einführung

Sektion I Die Bildlichkeit der Architektur
16.45 Uhr

Jörg Gleiter (Berlin)
Lichtmystik, Poetik, Textualität:
Zum Wandel des Konzepts des Diaphanen

17.30 UhrChristina Jauernik/ Simon Oberhammer (Wien)
Die diaphane Figur
18.15 Uhr

Angela Lammert (Berlin)
Die Bildlichkeit von Architektur als Prozess

18.45 UhrDiskussion

 

Samstag, 21. Januar 2017

 

8.45 UhrUlrike Kuch (Weimar)
Begrüßung

 

Sektion II Theorie des Diaphanen

9.00 UhrRenate Maas (Lüneburg) 
Die Theorie des Diaphanen und die Architektur
9.45 UhrStepan Vaneyan (Moskau) 
Diaphanie - Phänomenologie und Instrumentalität
10.15 UhrDiskussion
10.45 UhrKaffepause 


Sektion III Das Diaphane zwischen Kunst und Architektur

11.15 UhrKurt W. Forster (Yale) 
Ansicht — Durchsicht — Einsicht
12.00 UhrCarolin Höfler (Köln)
Verdämmernde Räume.
Verhandlungen zwischen Substanz und Täuschung
12.30 UhrDiskussion
13.00 UhrMittagspause

Sektion IV Das Diaphane als mediale Qualität der Architektur
14.00 Uhr

Lutz Robbers (Oldenburg)
"Neues Leben und Überfluß":
Mies, Montage und die Frage
nach der architektonischen Bildhaftigkeit 1923/1924

14.45 Uhr

Evelyn Echle (Zürich)
"Ich seh' etwas, was du nicht siehst..."
Filmische Szenen vor transluzenten Fenstern

15.30 UhrClaudia Tittel (Weimar)
Die dialektische Fassade.
Medienarchitektur zwischen Transparenz und Opazität
16.00 Uhr

Schlussdiskussion

17.00 UhrSchlusswort und Verabschiedung
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