Dichter wohnen

Entwurfsprojekt 1995

Entlang der Invalidenstraße
Städtebauliche Verdichtungsbreiche der Stadt

Wohnungen fehlen überall, vor allem in der Großstadt. Bauland ist nur begrenzt vorhanden, das Stadtgebiet nicht unendlich ausdehnbar. In der speziellen Situation Berlins als wiedervereinigte Hauptstadt mit beginnender Entwicklung zur Metropole gehört der Begriff der „Nachverdichtung“ zum täglichen Vokabular der Stadtplaner.

Das Spektrum zwischen sozialem Wohnungsbau, Sonderwohnformen bis hin zu hybriden Wohn-Arbeits-Zonen, also die Bandbreite großstädtischer Wohnungsvielfalt sind Gegenstand des Projektes. Struktur und Gestalt der Stadt Berlin und ihrer jeweiligen Orte werden Grundlage der Auseinandersetzung u.a. mit den Themen: städtische Dichte und Wohnumfeld, Wohnen in der „steinernen Stadt“, Erhalt oder Auflösung des Blockes, Wohnen im Hochhaus, das Objekt im städtischen Gefüge, darstellen.

Es sind verschiedene Planungsgebiete in Berlin im Bereich der Invalidenstraße vorgegeben. Hier ist in besonderer Weise ein schneller Bedeutungswechsel, vom Stadtrand direkt an der Mauer gelegen, zum Kernbereich mit dem zukünftigen Regierungsviertel in unmittelbarer Nähe nachzuvollziehen.