Vom Bahnhofsvorplatz zum Lehrter Stadtviertel
Sonderpreis des Ministeriums für infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg
Geraldine Abbate
Kathrin Kurz
Eva Zimmermann
Aus der Niederschrift der Jury:
Die Arbeit überzeugt durch ihre konzeptionelle Herangehensweise mit der Herausbildung einer linearen Struktur, die sich quer zu den bestehenden Trassen der Lehrter Strasse, ICE-Strecke, B 96 und dem Schifffahrtskanal entwickelt. Inspiriert durch Paul Klees Bild Haupt- und Nebenwege wird eine Bebauungsstruktur vorgeschlagen mit unterschiedlichen Parzellentiefen und Gebäudehöhen von 6, 12 oder 24 Metern. Von den Verfassern werden drei unterschiedliche Platzbereiche sowie eine Durchgrünung der Mitte vorgeschlagen. Entlang des Schifffahrtskanals werden die Parzellen kleiner, die Bebauungsdichte nimmt ab und es ergeben sich unterschiedliche Freiräume und Sichtbeziehungen. Die vorgeschlagene Struktur eignet sich hervorragend für die abschnittsweise Entwicklung des Areals und für eine Anpassung der Planung hinsichtlich Parzellentiefen und breiten. Sie kann flexibel auf unterschiedliche Nutzungsanforderungen reagieren. Durch die lineare städtebauliche Figur mit Nord- Süd-Ausrichtung fast aller Gebäude wird für das neue Stadtquartier eine eigenständige Gestaltung und unverwechselbare Charakter erzielt. Die Arbeit wird sowohl hinsichtlich ihrer unverwechselbaren städtebaulichen Grundidee wie auch durch die Detaillierung und Gestaltung der Teilräume gewürdigt.