AG 9

Sprachpraxis in den Philologien: Wie modern darf/kann/soll/muss die sprachpraktische Ausbildung von PhilologInnen sein?

Ort: SR 101, Marienstr. 7 B

Leitung: Dr. Doris Gebert (Potsdam) 

Die Sprachpraxis im Rahmen der philologischen Studiengänge befindet sich im Spannungsfeld der klassischen Fremdsprachenausbildung einerseits und andererseits neuerer Ansätze, wie z. B. der Handlungsorientierung, die gegenwärtig vor allem im Fachsprachenunterricht eine Rolle spielen.

Einerseits muss großer Wert auf sprachliche Korrektheit und metasprachliches Regelwissen gelegt werden, da dies durch die akademischen Berufsfelder der PhilologInnen erforderlich ist. Ein großer Teil der AbsolventInnen strebt eine Tätigkeit im Lehrberuf an. LehrerInnen sind nicht nur sprachliche Rollenvorbilder sondern müssen ihre künftigen SchülerInnen auch beim Erwerb von Regelwissen unterstützen und sie darin beurteilen können. Auch PhilologInnen, die nach dem Studium z. B. in internationalen Organisationen und Firmen als FremdsprachenexpertInnen arbeiten, brauchen entsprechendes metasprachliches Wissen.

Gleichzeitig können bzw. dürfen sich die Philologien jedoch auch nicht der Digitalisierung und der Handlungsorientierung verschließen. Auch für Philologien ergeben sich durch digitale Medien neue Möglichkeiten für den sprachpraktischen Unterricht. Es stellen sich Fragen wie: Wie sollten digital natives Fremdsprachen im Rahmen eines Philologiestudiums lernen? Wie bereiten wir zukünftige LehrerInnen auf eine sich immer schneller verändernde Lernsituation an den Schulen vor? Zudem stellt sich gerade auch im philologischen Fremdsprachenunterricht die Frage, wie LehrerInnen in multilingualen Klassen Synergien aus verschiedenen Sprachen nutzen können.

Donnerstag, 1. März 2018

16.00 - 18.00 Uhr

Dr. Joanna Janicka (Jagiellonen-Universität Krakau): Sprachpraxis in den Philologien – zwischen den Anforderungen des Arbeitsmarktes und der traditionellen akademischen Ausbildung

Dr. Doris Gebert & Olga Holland (Universität Potsdam): Sprachpraxis als philologische Teildisziplin – alte und neue Herausforderungen

Freitag, 2. März 2018

11.00 - 12.30 Uhr

Paola Cesaroni (FAU Erlangen-Nürnberg): UNIcert® und die sprachpraktische Ausbildung für Philologie-Studierende

14.30 - 15.30 Uhr

Susanne Kollmann (FAU Erlangen-Nürnberg): Zur (Re-) Integration literarischer Texte in den Übersetzungsunterricht in BA-, MA- und Lehramtsstudiengängen

Dr. Holger Baumann (Universität Erfurt): Moderne sprachpraktische Ausbildung von PhilologInnen: fachbezogen und berufsorientiert

Samstag, 3. März 2018

10.00 - 11.00 Uhr

Fortsetzung der Arbeit in der AG oder Nutzung anderer Angebote

11.30 - 12.30 Uhr

Fortsetzung der Arbeit in der AG oder Nutzung anderer Angebote