Mit zunehmender Kommerzialisierung des Internets halten auch negative Begleiterscheinungen dieser Entwicklung Einzug in unser Datennetz. Zum Beispiel führt die Unsitte, das Netz mit Werbemails zu überfluten, an einigen Stellen zu erheblichen Problemen für den geordneten Mailverkehr. Einerseits werden Netze und Mail-Systeme damit belastet, andererseits wird es beim Benutzer zum Massenproblem, sich dieser ungewollten Mails zu entledigen. Um Abwehrmaßnahmen gegen solche Mails zu umgehen, versuchen die Absender, den Weg der Mail durch das Netz zu verschleiern, indem sie die Mails über fremde Mail-Systeme schicken, die dann als Relay fungieren und diese Mails zu beliebigen Zielen weiterleiten. Auch im Datennetz der Bauhaus-Universität Weimar ist es wiederholt zum Missbrauch von Rechnern in dieser Weise gekommen. Ein weiteres Problem stellen Viren dar, die sich mit einer selbst mitgebrachten Mail-Software über unser Netz hinaus in das Internet verbreiten. Einen wirksamen Schutz gegen diesen Missbrauch unseres Netzes kann nur die generelle Unterbindung des direkten Mailempfangs und -versand für das Netz der Bauhaus-Universität aus dem Internet gewährleisten. Dazu wird im Zugangsrouter zum Wissenschaftsnetz der Durchgang des SMTP-Protokolls für eingehende und ausgehende Mails gesperrt und nur für bestimmte, autorisierte Systeme offengehalten. Dies sind die zentralen Mailserver der Universität, über die dann zwangsweise jeglicher Mailverkehr mit der Außenwelt abläuft. Mit einer solchen Maßnahme befinden wir uns im Konsens mit den anderen Einrichtungen im Wissenschaftsnetz der BRD. Vielerorts wird der Mailverkehr in dieser Weise geregelt.

Einige Nutzer benutzen offenbar SMTP-Server außerhalb der Uni, um Mails zu verschicken. Dies ist durch die Sperre des SMTP-Ports nicht möglich. Alle Nutzer benutzen nur noch die zentralen Mailserver des SCC zum Mailversand. Diese Server akzeptieren auch gültige Absenderadressen, die nicht auf @*.uni-weimar.de enden.

Wenn Bereiche Mails auf arbeitsbereichseigenen Mail-Servern an der Uni empfangen möchte, müssen sich die Serververantwortlichen dieser Bereiche an das SCC wenden. Dies richtet dann eine Mailweiterleitung für diese Server ein. Die E-Mails aus dem Internet werden dann von den zentralen Mailservern des SCC empfangen und dann an die Bereichs-Server weitergeleitet.

Um weiterhin Mails von arbeitsbereichseigenen Mail-Servern verschicken zu können, müssen diese die Mails ebenfalls an den(die) zentralen Mail-Server weiterleiten. Meist muss dazu ein sogenannter Smart- oder Relayhost konfiguriert werden.