Internationales Heritage-Zentrum


Liebe Mitglieder des Internationalen Heritage-Zentrums,
Dear members of the International Heritage Centre,

hier einige Hinweise zu aktuellen Heritage-Veranstaltungen, Neuigkeiten und Publikationen – viel Vergnügen!
Please find information regarding latest heritage events, news and publications below – enjoy!

Wünsche für das Jahr 2026

Liebe Mitglieder und Freunde des Internationalen Heritage-Zentrums, 

das Direktorium und die Geschäftsstelle senden herzliche Grüße aus Weimar und wünschen ein Jahr voller Gesundheit, Kreativität, Inspiration, Freude am Denken und Kollegialität. 

In Zeiten wie sie nun auch an unserer Universität – und an vielen Hochschulstandorten unserer Mitglieder ebenfalls – angebrochen sind, in denen Spardiktate und äußere Zwänge es schwerer machen, unbefangen, leichtfüßig und freigeistig zu forschen und zu lehren, sind Räume, wie sie beispielsweise am Internationalen Heritage-Zentrum entstehen, umso wichtiger und wertvoller. 

Wir möchten auch im Jahr 2026 mit Ihnen gemeinsam diskutieren, sprechen, überlegen, in die Vergangenheit schauen und gleichzeitig unsere Zukunft gestalten, neue Allianzen schmieden und Schnittmengen entdecken. Wir laden Sie herzlich ein, sich an unseren Formaten zu beteiligen, Ihre Ideen mit uns zu teilen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie unsere Angebote wahrnehmen und wir uns sehr bald bei einer Diskussion, Ausstellungseröffnung, Buchvorstellung oder zur Diskussion eines gemeinsamen Forschungsvorhabens begegnen. 

In diesem Sinne wünschen wir viel Freude beim Lesen des ersten Newsletters im neuen Jahr!  



Debating Heritage: Abendvortrag und Preisverleihung zum ICOMOS Studierendenwettbewerb

Der bereits seit vielen Jahren im zweijährigen Rhythmus von ICOMOS ausgeschriebene Studierendenwettbewerb „1960PLUS“ widmete sich 2025 dem Thema »Konstruktion« aus der Zeit zwischen 1960 bis circa 2000. Vom 06.01.2026 bis 21.01.2026 zeigt die Ausstellung Ergebnisse des Studierendenwettbewerbs sowie Arbeiten eines Seminars an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte aus dem Sommersemester 2025 zum Thema »Konstruktionserbe 1960PLUS«.

Ausstellung: Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, 1. Obergeschoss, Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

Am 20. Januar 2026 ab 19 Uhr findet im Rahmen der »Debating Heritage«-Reihe des Internationalen Heritage-Zentrums eine öffentliche Veranstaltung zum Wettbewerb statt. Neben der Vorstellung der prämierten Arbeiten durch die Studierenden mit anschließender Preisvergabe durch den Präsidenten von ICOMOS Deutschland, Dr. Tino Mager, wird Dr. Roland May vom DFG-Schwerpunktprogramm »Kulturerbe Konstruktion« von der BTU Cottbus-Senftenberg einen Vortrag zum Thema »Das konstruierte Kulturerbe: Blinde Flecken in Architekturgeschichte und Denkmalpflege«, halten. 
Der Eintritt zur Ausstellung und zur Veranstaltung sind frei.

Abendvortrag: Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Str. 8, Raum 105, 1. Obergeschoss


Workshop »Daten, Raum, Erlebnis: Anstiftungen für Kulturerbe digital«

Anlässlich des 50. Todestages des Bauhäuslers Karl Peter Röhl widmet das Bauhaus-Museum Weimar seiner prägenden Rolle für das frühe Weimarer Bauhaus eine Sonderausstellung. Dieser Anlass wird genutzt um ein hochaktuelles Thema der kuratorischen Praxis gemeinsam zu diskutieren: Wie können wir im Spannungsfeld von Objektverlust und Rekonstruktion neue mediale Vermittlungsformen und Narrative entwickeln?

Sammlungslücken, Verluste und fragmentarische Überlieferungen stellen Museen immer wieder vor Herausforderungen. Digitale Methoden und Werkzeuge eröffnen neue Perspektiven – von datenbasierten Rekonstruktionen über experimentelle Ausstellungsformate bis hin zu interaktiven Erlebniswelten.

Im Workshop werden Ute Ackermann, Michael Braun, Niklas Hamann sowie der Sprecher des Internationalen Heritage-Zentrums Jan Willmann gemeinsame mit Dirk Wintergrün diskutieren:
Welche Chancen und Grenzen bieten digitale Rekonstruktionsansätze?
Welche gestalterischen & technologischen Potenziale entstehen?
Welche materiellen & räumlichen Perspektiven eröffnen sich?
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in digitalen Vermittlungsformen?

Es wird bewusst fachübergreifend diskutiert – willkommen sind besonders Beiträge und Perspektiven aus:
Kuration & Ausstellungspraxis
Digital Humanities & Forschung
UX, Mediengestaltung & Interaction Design
Sammlungsmanagement & Restaurierung
3D/VR/AR, Datenmodellierung & Vermittlung

Der Workshop ist eine gemeinsame Veranstaltung der Klassik Stiftung Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar. Der Eintritt ist frei und auf max. 30 Personen begrenzt.

Wann: 29. Januar 2026, ab 13 Uhr
Wo: Bauhaus-Museum Weimar, Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

Anmeldung bitte per Email an museen-veranstaltungen@klassik-stiftung.de.


Wanderausstellung macht Station in Rudolstadt und Suhl

Termin zum Vormerken: 

Im März 2026 wird unsere Ausstellung »Nur hundert Jahre - Die Aktualität von Frauenwahlrecht und Frauenpolitik« in Rudolstadt und Suhl, dort jeweils in den Räumlichkeiten der örtlichen Stadtbibliotheken, zu sehen sein. Die Ausstellung war bereits in Weimar und in Jena zu sehen. 

Vernissage in Rudolstadt, Stadtbibliothek, am 9.3.2026.

Vernissage in Suhl, Stadtbibliothek, am 13.3.2026.


Save the Date! - 6. Mitgliederversammlung am 4. Juni 2026

Ein weiterer Termin zum Vormerken:

am 4. Juni 2026 findet ab nachmittags unsere 6. Mitgliederversammlung in Weimar statt. Bitte merken Sie sich das Datum bereits vor, nähere Informationen folgen in Kürze.

Our next general meeting will take place on 4th June in the afternoon in Weimar. Please save the date. More information will follow soon. 


Publikationen und Buchvorstellungen


Gratulation an Autor*innenteam zum Architecture Book Award 2025

Unsere IHZ-Mitglieder Max Welch Guerra und Jannik Noeske wurden für ihre Arbeit am Buch “Städtebau im Nationalsozialismus” mit dem Architecture Book Award in der Kategorie “History” ausgezeichnet. Wir gratulieren dem gesamten Autor*innen und Herausgeber*innen-Team sehr herzlich zu diesem Erfolg. Nähere Informationen finden Sie hier.

Städtebau im Nationalsozialismus
Angriff, Triumph, Terror im europäischen Kontext
1933–1945
Harald Bodenschatz / Victoria Grau / Christiane Post / Max Welch Guerra (Hg.)
ISBN 978-3-86922-635-4
DOM Publishers, 2025

Urban Planning in Nazi Germany
Attack, triumph, terror in the European context
1933–1945
Harald Bodenschatz / Victoria Grau / Christiane Post / Max Welch Guerra (Hg.)
ISBN 978-3-86922-932-4
DOM Publishers, 2025

Verlagswebseite: https://dom-publishers.com/products/staedtebau-im-nationalsozialismus


Debating Heritage: Typisierte Tragwerke der DDR

Sie waren und sind Alltag im ostdeutschen Stadt- und Landschaftsbild: Bürohäuser, Schulen, klassische Großkaufhallen, rundbogige Sporthallen, Industrie- und Landwirtschaftshallen in scheinbar immer gleicher Bauart. Doch welche Ingenieurideen stecken dahinter? Was zeichnet diese Bauten aus – was bedeuten sie uns heute? In welcher Tradition stand das Ingenieurbauen im staatlich angeleiteten Bauwesen der DDR? Wie sahen die Eigenleistungen aus und was können wir mit den uns zur Verfügung stehenden denkmalpflegerischen Herangehensweisen zum Erhalt einiger von ihnen beitragen?

Der Herausgeber der Schriftenreihe »Baukulturelles Erbe der DDR« Prof. Hans-Rudolf Meier sowie die Herausgeber des Sammelbandes »Typisierte Tragwerke der DDR. Zeugnisse hochmoderner Ingenieurbaukunst« Richard Blum, Iris Engelmann und Volker Mende veröffentlichen die weitreichenden Forschungsergebnisse zum Thema in ihrem Buch »Typisierte Tragwerke der DDR«. Erhältlich über Bauhaus Universitätsverlag, 36 EUR.


»Es gibt also keine Erinnerung ohne Wahrnehmung«: Buch-Neuerscheinung würdigt Maurice Halbwachs’ Denken und Schaffen

Im Dezember 2024 hatte die Bauhaus-Universität Weimar mit einer Festveranstaltung ihr Auditorium Maximum zu Ehren des französischen Soziologen und Philosophen in »Maurice-Halbwachs-Auditorium« umbenannt. Der Festakt am 4. Dezember 2024 umfasste zahlreiche Reden prominenter Wissenschaftler*innen – diese sind ab sofort in dem Band »Es gibt also keine Erinnerung ohne Wahrnehmung« / »Il n’y a donc pas de souvenir sans perception« nachzulesen, der gerade im Bauhaus-Universitätsverlag erschienen ist.

Der zweisprachige Band in Deutsch und Französisch rückt den Namensgeber des Hörsaals, Maurice Halbwachs, in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie vielfältig die Verbindungen von Halbwachs zu Weimar und Deutschland sind. Sein Werk, seine Wirkung und auch sein Tod infolge der unmenschlichen Haftbedingungen im Konzentrationslager Buchenwald prägen bis heute das wissenschaftliche und gesellschaftliche Erinnern. 

Die Beiträge des 84-seitigen Buches kommen von renommierten Stimmen aus Kulturwissenschaft und Soziologie, darunter Aleida Assmann, Bertrand Müller sowie Lise Halbwachs, Enkelin des Gelehrten. Ergänzt wird das Buch durch einen wissenschaftlichen Beitrag der beiden Weimarer Professoren Frank Eckardt und Henning Schmidgen, der die Relevanz des Halbwachs’schen Denkens für die heutige Forschung und Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar beleuchtet. Herausgeber des zweisprachigen Bandes sind Universitätspräsident Peter Benz und Bibliotheksdirektor Frank Simon-Ritz.

Das Buch ist ab sofort für 14 Euro im Buchhandel erhältlich.

Peter Benz / Frank Simon-Ritz (Hrsg.)
»Es gibt also keine Erinnerung ohne Wahrnehmung« / »Il n’y a donc pas de souvenir sans perception«
Ilmtal-Weinstraße: Bauhaus-Universitätsverlag, 2025 (ISBN 978-3-95773-324-5)
 


Nachrichten aus dem Netzwerk


CfP - Bauhaus Colloquium for Emerging Researchers

Methods play a decisive role in research practice. They influence how questions are asked, how results are generated, and how scientific knowledge becomes verifiable, reproducible, and communicable. As such, methods form the backbone of academic inquiry and therefore require a constant review – especially when it comes to enriching the established canon with novel research methods.

The Bauhaus Colloquium for Emerging Researchers invites scholars from all disciplines to present their current research processes, with a particular focus on methodological approaches. By highlighting methods as the common ground, the colloquium aims to explore how different research traditions intersect and how new synergies can emerge from this in interdisciplinary collaborations.

Key Dates & Submission Guidelines
Session submission deadline: Mid-February 2026
• Conference dates: 5th and 6th of March 2026 (KW 10)


Call for Participation: »Experiential TURN – Erfahrungsräume für zukunftsfähiges Lernen«

Am 24. und 25. September 2026 findet die TURN Conference 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar unter dem Motto „Experiential TURN – Erfahrungsräume für zukunftsfähiges Lernen“ statt. Im Fokus steht Experiential Learning, ein nachhaltiger Lernprozess, bei dem Wissen aus konkreten, praktischen Erfahrungen erwächst, die reflektiert, theoretisch gefasst und durch erneutes Ausprobieren weiterentwickelt werden.

Programm und Call strukturieren sich in vier übergeordnete Themenfelder:

  1. Hands on, Minds on – Praxisformate für Experiential Learning und Teaching
  2. Studierende als Mitgestaltende in der Lehre – Modelle, Erfahrungen, Herausforderungen
  3. Individuell und kompetent – Lernbiografien und Lernerlebnisse (selbst) gestalten
  4. Lernräume gestalten – Experiential Learning zwischen Campus, Stadt und digitaler Welt 

Gesucht sind Beiträge für Formate wie Inputs, Praxisdiskurse, Kollegiale Fallberatungen, Workshops, Experiential Showcases, Postersessions sowie für einen Skill Share. Exklusiv für Studierende werden auch Einreichungen ohne festes Format gesucht, bei deren Entwicklung und Umsetzung das TURN26-Team gerne unterstützt. 

Einreichungen bis 28. Februar 2026


Coffee Lecture-Reihe - Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement

Das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) startet im Oktober 2025 eine neue Serie seiner »Coffee Lecture-Reihe«.
Ab dem 29. Oktober findet jeden Monat mittwochs eine Online-Veranstaltung via Zoom statt.

Unter dem Motto »Research Tools 4 All: Clevere Lösungen für Thüringer Wissenschaftler:innen« werden Tools aus und für Thüringen vorgestellt, die den Forschungsalltag spürbar erleichtern können. Mit dabei sind unter anderem über das HS-ITZ verfügbare KI-Tools, Galaxy als Plattform zur Analyse von Text- und Mediendaten sowie das elektronische Laborbuch eLabFTW, das Forschenden an Thüringer Hochschulen kostenfrei zur Verfügung steht.

Nächste Veranstaltung: 28.01.2026, 14 Uhr 

Thema: Jupyter@NFDI4ING: Unterstützung wiederverwendbarer Workflows durch web-basierte interaktive Rechenumgebungen
Referentin: Anett Seeland (Universität Stuttgart, NFDI4Ing)
Ort: Webinar über Zoom

Die Teilnahme an den Coffee Lectures ist kostenlos.


Online-Kolloquium »Technikgeschichte über Mittag«

Im Online-Kolloquium »Technikgeschichte über Mittag« werden zweiwöchentlich im Semester Forschungs- und Publikationsprojekte, Ausstellungen, Studiengänge, Lehrkonzepte oder Tagungspläne zur Technikgeschichte und angrenzenden Feldern im deutschsprachigen Raum vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nächster Termin am 23. Januar 2026, 12.00-13.00 Uhr
Barbara Hof (Uni Lausanne): Dissidente Technopolitik: Die solidarisch-praktische Wissensproduktion westlicher Basisbewegungen während des Vietnamkrieges

Der Zoom-Link ist unverändert geblieben und für alle Termine identisch:

https://kit-lecture.zoom-x.de/j/68390408167?pwd=TUROQy81R0RjUU41UUpMd3liVi93Zz09

Meeting-ID: 683 9040 8167
Kenncode: 399675


Call NFDI4Memory Promovierendennetzwerk - Blogreihe »Digitale Geschichte(n)«

Das NFDI4Memory Promovierendennetzwerk startet demnächst die Blogreihe »Digitale Geschichte(n)« als Plattform für aktuelle Forschungsprojekte der Digital History. Die Reihe wird veröffentlicht bei L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung. 

Bei Interesse einen Beitrag beizusteuern, sind Holle Meding und Lilia Gaivan (beides Mitglieder des NFDI4Memory Promovierendennetzwerk) ansprechbar: holle.meding[at]fu-berlin.de und gaivanlilia.kuge[at]gmail.com


CfP - Doing Migration History with Digital Methods

Call for Paper zur Summer School 2026 des Deutsch Historischen Instituts in Paris. Die Summer School wird vom 22.-26.06.2026 unter dem Titel »Doing Migration History with Digital Methods« stattfinden.

Einreichungen bis 15.01.2026


Call for Participation: FDM-Werkstatt 2026

Vom 23. bis 25. März 2026 findet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die nächste FDM-Werkstatt statt. Das von der Community gestaltete Workshop-Format bringt Data Stewards und weitere Expert*innen des Forschungsdatenmanagements zusammen, um gemeinsam an Tools, Software und Workflows zu arbeiten. Ziel ist es, in interaktiver Atmosphäre neue Nutzungsszenarien auszuprobieren, Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen kollaborativ zu entwickeln.

Einreichungen bis 16. Januar 2026


Mit besten Grüßen
Best wishes,

Yvonne Boas-Zetzl

Sekretariat
Internationales Heritage-Zentrum
Bauhaus-Universität Weimar

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