• Die Bauhaus-Universität Weimar ist eine internationale Hochschule in der Kulturstadt Weimar. In ihr treffen Menschen unterschiedlichster kultureller und geografischer Herkunft zusammen, um gemeinsam mit Mitteln der Wissenschaft und der Kunst einen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Damit steht die Universität in der Tradition des Bauhaus, das vor bald einhundert Jahren gegründet wurde.

    Die Bauhaus-Universität Weimar tritt gemeinsam mit den anderen deutschen Hochschulen für Weltoffenheit, Internationalität, aufgeklärtes Denken, offenen Austausch, Meinungsvielfalt und Toleranz ein. Migration ist kein vorübergehendes Phänomen. Auch zukünftig wird sich unsere Gesellschaft mit den Erscheinungsformen, Ursachen und Auswirkungen von Migration beschäftigen müssen. Den Menschen, die gegenwärtig in Thüringen Zuflucht suchen, gilt unsere Solidarität.

    Besonderer Dank gilt den zahlreichen Studierenden, die sich mit enormem Engagement neben ihrem Studium für Menschen in Not einsetzen und Internationalität somit wahrhaft leben!

    Das Präsidium der Bauhaus-Universität Weimar für die gesamte Universität

    Inhalte in Forschung, Lehre und Projekten

    Zahlreiche Lehrveranstaltungen, Abschlussarbeiten und Forschungsvorhaben an der Bauhaus-Universität Weimar sind Fragen von Migration und Flucht gewidmet. Hier finden Sie eine Auswahl von Kursen und Projekten, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben und weiterhin auseinandersetzen.

    Ringvorlesung »Asyl Bauhaus«

    Zeitraum: Sommersemester 2016

    Ringvorlesung für alle interessierten Studierenden und Bürger

    Das Thema:

    Eine Vielzahl von Veranstaltungen an der Bauhaus-Universität Weimar beschäftigt sich mit Fragen der Migration und Fluchtproblematik. Im anstehenden Sommersemester werden jeweils dienstags Vorlesungen von 17 bis 18.30 Uhr gehalten, die sich diesen Themen aus verschiedenen fachlichen Sichtweisen nähern.

    Die interdisziplinäre Reihe bietet beispielsweise Vorlesungen aus Themen der Architektur, Kunsthistorik oder Soziologie und vereint so die vier Fachrichtungen der Universität.

    12. April: Ines Weizman (Architekturtheorie) - »Aus dem zweiten Leben. Dokumente vergessener Architekturen«
    19. April: Dirk Donath (Architektur / Informatik) - »Projekte für die Bleibenden. Äthiopiens Urbanisierung«
    3. Mai: Amalia Barboza (Kunstgeschichte) - »Topographien der Diversität«
    10. Mai: Bernd Rudolf (Architektur / Design) - »Architektonische Perspektiven. Urbane Fluchtpunkte«
    17. Mai: Charlotte Wiedemann (Journalismus) - »Frauen und Islam. Fiktion und Realität(en)«
    24. Mai: Alexander Hollberg (Klimaforschung) und Jürgen Ruth (Architektur) - »Auf Sand gebaut? Auf der Suche nach dem 'Weniger'«
    31. Mai: Mirjam Kruppa (Thüringer Ausländerbeauftragte) - Flucht und Asyl in Thüringen«
    7. Juni: Andrea Dreyer (Kunstdidaktik) und Ursula Rogg (Kunst und Kulturvermittlung) - »Eine Frage der Achtsamkeit - künstlerische und vermittelnde Formen der Begegnung«
    14. Juni: Frank Eckardt (Stadtsoziologie) - »Willkommene Flüchtlinge, aber ungewünschte Nachbarn«
    21. Juni: Barbara Schönig (Stadtplanung) - »Wohnen für alle?! Stadtentwicklung und soziale Wohnraumversorgung«
    28. Juni: Udo Baer (Therapie) - »Flucht und Trauma«
    GEÄNDERT: 5. Juli: Podiumsdiskussion. Einführung: Hans-Rudolf Meier (Denkmalpflege und Architekturgeschichte). Gäste: Martha Doehler-Behzadi (IBA Thüringen); Niklas Wuchenauer, Henning Michelsen und Frank Eckardt (Bauhaus-Universität Weimar)

    Ringvorlesung »Asyl Bauhaus«:
    12. April bis 5. Juli 2016, dienstags, 17 Uhr bis 18.30 Uhr
    Audimax der Universitätsbibliothek Weimar
    Steubenstraße 6, 99423 Weimar

    My House is your House!

    Giving space for making place – creative approaches to facilitated co-existence

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/2016

    Betreuung: Ivana Sidzimovska

    Das Thema

    In reference to the ongoing project »Welcoming cities« the Seminar focuses on creative possibilities for establishing fertile contact and communication between residents and refugees in Thuringia. The Seminar is of transdisciplinary nature, on the intersection between visual arts and urban studies, in which to examine possibilities of intervening artistic and social-scientific research for bridging gaps in cultural and religious differences.

    The aim of the Seminar is to facilitate a creative dialogue between »Hosts« (local residents) and »guests« (Arabic refugees) in Thuringia by passing on relevant information about German and Arabic culture, presenting applicable research findings with regards to the project »Welcoming cities« and displaying works of art, to be produced in collaborative fashion and involving artists, researchers, refugees, local residents and students.

    Asylsuchend(e) in Weimar

    Eine Bestandsaufnahme zu Bedürfnissen von Geflüchteten in Weimar

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/2016

    Fakultät Architektur und Urbanistik
    Professur Stadtplanung
    Betreuung Lisa Vollmer

    Abschlusspräsentation:
    Dienstag, 9. Februar 2016

    Das Thema:
    Ein fünfköpfiges Forschungsteam setzt sich über das Wintersemester 2015/16 im Rahmen eines Semesterprojektes mit den Bedürfnissen Asylsuchender in Weimar auseinander. Gleichzeitig untersuchen wir formelle und informelle Strukturen, Akteurinnen und Akteure, deren Vernetzungen und aktuelle Angebote für Geflüchtete. Hierfür nutzen wir vor allem qualitative bzw. Tiefeninterviews.

    Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Gesamtbild von der derzeitigen Situation in Weimar zu erhalten, eventuelle Defizite und Herausforderungen zu erkennen und letztlich Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Den Perspektiven Asylsuchender die Stimme zu geben, die ihnen in diesem Thema zusteht, stellt dabei unser vordergründiges Anliegen dar.

    Flüchtlinge in Thüringen. Annäherungsprozesse durch Vermittlung und Kunst

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/16

    Fachkurs im Studiengang Lehramt Kunsterziehung an Gymnasien
    Lehrende: Ursula Rogg

    Der Fachkurs »Flüchtlinge in Thüringen. Annäherungsprozesse durch Vermittlung und Kunst« geht der Frage nach, was künstlerische Strategien im gemeinsamen Handeln mit Geflüchteten vermögen. Dabei wird neben der Auseinandersetzung mit den aktuellen Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Weimar und Umgebung die eigene Rolle in Bezug auf den Umgang mit »dem Fremden« befragt. Die Studierenden ermitteln eine Position zwischen Helfenden, Vermittelnden und Gestaltern.
    Das Seminar gliedert sich in drei Phasen: Information und Ideenfindung, Teilhabe und Überprüfung der Ideen und schließlich in die kollaborative Formulierung einer Ausstellungs-Konzeption. Diese besteht in der Planung und Antragstellung für eine Präsentation auf der »summaery2016«.

    Workshop »Beyond technology – Perception«

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/16

    Interdisziplinäres Modul
    Fakultät Bauingenieurwesen

    Das Thema

    Aufbauend auf den Erfahrungen des Projektes »Bordercity« sollten Studierende verschiedener Fachdisziplinen in einem einwöchigen Workshop gemeinsam Lösungsansätze für die Problemstellung »Flucht und Flüchtlinge« im Bereich Infrastruktur erarbeiten und den Prozess bzw. die Ergebnisse gemeinsam selbstkritisch diskutieren.

    Im Rahmen des Workshops berichtete unter anderem Dipl.-Ing. Jürgen Stäudel, der als Logistik-Spezialist bei »Ärzte ohne Grenzen« in Tschad tätig war, über »Infrastrukturentwicklung in Notfallsituationen in Subsahara Afrika«, am Beispiel eines Flüchtlingslagers in Tschad (Dafur-Konflikt). Darüber hinaus hielt Lutz Gruber in Vertretung von Tamara Thierbach,  Dezernentin für Soziales, Bildung und Kultur der Stadt Erfurt, einen Input-Vortrag über »Erfurt und Flüchtlinge«.

    Das Hauptaugenmerk des Workshops lag darauf, basierend auf komplexen Abhängigkeiten Lösungsansätze, zu entwickeln und zu erarbeiten, wie diese unter Einbeziehung technologischer, technischer, gesellschaftlicher und sozio-kultureller Umstände implementiert werden können.
     
    Beteiligt waren die Professuren Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft und Siedlungswasserwirtschaft gemeinsam mit der Professur Baumanagement und Bauwirtschaft.

    Stadtentwicklungspolitische Ziele der Flüchtlingsunterbringung

    Ankommen und Wohnperspektiven von Flüchtlingen aus Sicht der Stadtentwicklung. Entwicklung quartiersspezifischer Handlungsansätze am Beispiel Bremens

    Zeitraum:
    Sommersemester 2015

    Jan Dierk Stolle
    Fakultät Architektur und Urbanistik
    Masterarbeit im Studiengang Raumplanung und Raumforschung
    Betreuer: Prof. Dr. Max Welch Guerrra, Prof. Dr. Iris Reuther

    Das Thema

    Ausgehend von der aktuellen Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen und der These, dass die momentane Form der Flüchtlingsunterbringung die Integration von Flüchtlingen erschwert und so die Potenziale, die Zuwanderung in Hinblick auf die Stadtentwicklung bietet, nicht ausreichend genutzt werden, stellte sich diese Masterthesis die Frage nach aktuellen Herausforderungen und Steuerungsmöglichkeiten sowie nach langfristigen Konzepten einer integrativen Siedlungs- und Quartiersentwicklung. Um sich dem Untersuchungsgegenstand zu nähern, erfolgte eine kritische Aufarbeitung der momentanen Unterbringungssituation auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, die eine Bestandsaufnahme der Flüchtlingsunterbringung in Deutschland und Bremen im Jahre 2015 darstellt.

    Aus der Betrachtung der Migrationsgeschichte und anderer Ansätze ließen sich verschiedene Modelle der räumlichen Eingliederung von Zuwanderern, zu denen in dieser Betrachtung auch Flüchtlinge zählen, herausarbeiten. Diese Modelle der Wohnintegration wurden für integrierte Handlungsansätze für die Stadt Bremen aufbereitet. So wurde aus der Integrationstheorie und verschiedenen Modellen der Integration die allgemeine Bedeutung der Art und vor allem des Ortes des Wohnens für die Integration von Flüchtlingen abgeleitet.

    Durch einen positiven Pragmatismus müssen kurzfristige Problemlagen gelöst werden, jedoch auch auf die langfristige Integration und Weiterentwicklung der bestehen Konzepte hingearbeitet werden. Dazu wurden aus den gewonnen Erkenntnissen basierend auf den Stadtentwicklungszielen Bremens erste Ansätze einer »Quartiersspezifischen Stadtentwicklungsstrategie Flüchtlingsintegration« für Bremen entwickelt. Hierzu wurden mit Hilfe eines statistischen Modells drei Quartierstypen identifiziert, die, in Hinblick auf die aktuell hohen Zahlen der Flüchtlingszuwanderung, verschiedene Potenziale und Hemmnisse hinsichtlich einer Integration von Zuwanderern haben. Aufbauend auf diesen infra- und sozialstrukturell differenzierten Gebieten wurden Handlungsansätze für die Stadtentwicklung Bremens formuliert, die auch auf andere Städte übertragbar sind.

    Dokumentarfilm »On hold«

    Dokumentarfilm über einen syrischen Flüchtling

    Zeitraum:
    Sommersemester 2013

    Elisabeth Krauss
    Semesterarbeit im Projekt »Wertvorstellung«
    Fakultät Gestaltung
    Studiengang Visuelle Kommunikation
    Betreuer: Prof. Herbert Wentscher

    Soziales Netzwerk für Geflüchtete

    Konzept eines sozialen Netzwerks, das Geflüchtete und Einheimische über ihre Interessen verknüpft und gemeinsame Aktivitäten fördert

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/16

    Johanna Groß
    Fakultät Gestaltung
    Masterarbeit im Studiengang Produkt-Design / Nachhaltige Produktkulturen
    Betreuer: Prof. Gerrit Babtist, Johannes Lang

    Das Thema

    Im Rahmen ihrer Masterarbeit setzt sich Johanna Groß intensiv mit dem Thema Flüchtlinge in Deutschland allgemein und der Flüchtlingshilfe in Weimar im Speziellen auseinander, um Bereiche zu finden, die durch Gestaltung verbessert werden können und den Geflüchteten das Leben in einem fremden Land vereinfachen.
    Die Zukunft der Schutzsuchenden – unabhängig davon, welchen Aufenthaltsstatus sie haben – und auch die der deutschen Gesellschaft hängt sehr stark von der Integration der ankommenden Menschen ab. Um diese zu fördern, arbeitet die Masterstudentin an einem Konzept einer Online-Plattform, die es den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern einer Region ermöglicht, sich über ihre Interessen und Fähigkeiten mit anderen Einwohnern zu vernetzen und gemeinsam aktiv zu werden.
    Neben dem Aufbau von individuellen Kontakten soll die Plattform dazu dienen, Gemeinschaftsaktivitäten publik zu machen, um möglichst viele Menschen zu erreichen und zu verbinden – denn Integration kann nur gemeinsam gelingen.

    Eine Testplattform ist jetzt online. Unter www.weimarconnect.bau-ha.us können Sie sich ab sofort anmelden und mitmachen!

    Willkommensstädte

    Forschungsprojekt zur Willkommenskultur: langfristige und umfassende Veränderung vieler Formen des bisherigen Zusammenlebens in Städten und Landkreisen durch den Zuzug von Flüchtlingen/Sozialraumanalyse

    Zeitraum:
    2013 – 2015

    Fakultät Architektur und Urbanistik
    Professur Sozialwissenschaftliche Stadtforschung
    Prof. Dr. Frank Eckardt

    Das Thema

    Thüringen nimmt zurzeit eine große Zahl von Flüchtlingen auf. Damit machen viele Städte Erfahrungen mit kultureller Unterschiedlichkeit, wie es in dieser Weise bislang noch nicht geschehen ist. Die Aufnahme von Asylsuchenden stellt die Kommunen und ihre Bürger vor viele Herausforderungen. Diese betreffen die logistischen, planerischen und räumlichen Aspekte der Stadt, sie liegen aber auch in der sozialen und mentalen Entwicklung einer Willkommenskultur. Ausgangspunkt des Projektes „Willkommensstädte“ ist die Annahme, dass Städte und Landkreise sich auf eine langfristige und umfassende Veränderung vieler Formen des bisherigen Zusammenlebens einstellen müssen. Dieser Prozess wird viele Fragen und Probleme hervorrufen, die das Projekt begleitend und beratend mit lokalen Partnern nachgeht. Dabei gehen wir davon aus, dass die heutige und zukünftige Einwanderung nach Thüringen den Kommunen die Gelegenheit geben wird, neue Chancen für die Stadtentwicklung wahrzunehmen.

    Hier finden Sie den Bericht über die im Sommer 2015 stattgefundenen Projekte im Rahmen des Willkommensstädte-Projektes:

    Studienprojekt der Werkstatt Sozialraumanalyse Bauhaus-Universität Weimar - Abschlussbericht

    Migration statt Schrumpfung?

    Projekt zum Thema Wohnen und Leben von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Gera

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/16

    Fakultät Architektur und Urbanistik
    Professur Sozialwissenschaftliche Stadtforschung
    Prof. Dr. Frank Eckardt

    Das Thema

    Migration stellt in den neuen Bundesländern ein relativ neues, qualitativ und quantitativ sehr anders geartetes Phänomen dar. Das Projekt setzte sich aus einer theoretischen Einführung, methodologischer Schulung, einer selbstständigen Feldforschungsphase und einer gemeinsamen Analysephase zusammen. Nach einer inhaltlichen Hinführung wurden mit Hilfe qualitativer sozialräumlicher Erhebungen in Gera und durch Interviews mit den dortigen Akteuren Erkenntnisse zu Chancen und Möglichkeiten einer »Bestandserhaltungsmigration« oder »replacement migration« gewonnen. Ein besonderer Fokus wurde dabei auch auf das Zusammenleben und gemeinsame Wohnen von Asylsuchenden/Flüchtlingen und Menschen aus Gera gelegt.

    WohnGemeinschaften

    Das Projekt zielt auf die Entwicklung architektonischer Konzepte hybrider Stadtbausteine, die dem globalen Phänomen der Vertreibung lokale Antworten der Integration entgegenstellen.

    Zeitraum:
    Wintersemester 2015/2016

    Fakultät Architektur und Urbanistik
    Professur Bauformenlehre
    Prof. Bernd Rudolf, Dr. Luise Nerlich

    Abschlusspräsentation:
    Donnerstag, 4. Februar 2016

    Ausstellung:
    4. bis 15. Februar 2016

    Das Thema

    Die Suche nach passfähigen Orten schließt urbane Brachen und Leerstände ein und entwickelt Standards, die ein menschenwürdiges Ankommen und Verweilen erlauben. Im Gegensatz zu monofunktionalen Einheiten sollen die kostengünstigen Wohnmuster mit anderen Formaten sozialer Integration (Bildung, Sport, Kunst, Musik u.a.) räumlich gekoppelt werden um auch den Spracherwerb in der Gemeinschaft zu fördern. Als Ergebnis werden modellhafte Studien erwartet, die sehr unterschiedliche Adressierungen und Vernetzungen zwischen sich ergänzenden Funktionsmustern in Generationen übergreifenden Wohngemeinschaften vornehmen.

    Die zentrale Aufnahme und dezentrale Integration von Flüchtenden erfordert verschiedene, aber auf einander bezogene Konzepte. In jedem Stadium des Übergangs vom Asyl-Antrag bis zum Mitbewohner müssen humane Bedingungen des Aufenthaltes garantiert werden. Das setzt die Entwicklung adäquater Standards voraus, die schrittweise passfähige Ausstattungen möglichst verlustfrei (unter Weiterverwendung) ermöglichen. Das stellt konventionelle Planungs- und Finanzierungsstrategien zunehmend in Frage und sucht nach Ausnahmeregelungen in einer extremen Ausnahmesituation.

    » mehr über das Projekt erfahren

    Unterstützung durch die Universität

    Die Bauhaus-Universität Weimar ist der Idee des Bauhaus verpflichtet und somit traditionell international ausgerichtet. Ein weltoffenes Klima und eine internationale Atmosphäre auf dem Campus sind fester und selbstverständlicher Bestandteil der Universität. Innerhalb der Verwaltung wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Flüchtlingen zu helfen und sie im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten nachhaltig zu unterstützen.

    Beteiligung am Stellenpool des Freistaat Thüringen

    Das Landesverwaltungsamt hat alle Thüringer Landesinstitutionen angefragt, es durch eine sechsmonatige Entsendung von Personal in der Flüchtlingssituation zu unterstützen. Innerhalb der Bauhaus-Universität Weimar haben sich zwei Mitarbeiterinnen daraufhin bereit erklärt, ab November im Referat »Flüchtlinge« und im Referat »Justitiariat« im Landesverwaltungsamt mitzuarbeiten. Die Bauhaus-Universität Weimar leistet damit ihrerseits dem Land wertvolle Hilfe, da die Aufnahme, Registrierung, Unterbringung von Flüchtlingen die normalen Kapazitäten der Verwaltung erheblich übersteigt.

    Dezernat Studium und Lehre

    Die Allgemeine Studienberatung steht jedermann offen – auch Flüchtlingen, die darüber nachdenken, ein Studium an der Bauhaus-Universität Weimar aufzunehmen. So haben bereits mehrere Beratungen für Flüchtlinge stattgefunden, etwa zum Hochschulsystem in Deutschland, der Thüringer Hochschullandschaft sowie zum Profil und zu den Angeboten der Bauhaus-Universität Weimar.

    Kontakt:
    Dipl.-Kulturwiss. (Medien) Gudrun Kopf
    Dezernentin für Studium und Lehre
    E-Mail: gudrun.kopf[at]uni-weimar.de

    » www.uni-weimar.de/studienberatung

    Dezernat Internationale Beziehungen

    Internationale Sprechzeiten

    Während der Sprechzeiten des Dezernates internationale Beziehungen wird u.a. zu organisatorischen Fragen des Aufenthaltes in Weimar (z.Bsp. Visum, Aufenthaltstitel) beraten:


    Internationale Sprechzeiten der Mitarbeiterinnen

    Dienstag / Donnerstag 
10 – 12 und 13 – 16 Uhr

    Internationale Sprechzeiten am Tresen

    Dienstag / Donnerstag 10 – 13 Uhr
    » https://www.uni-weimar.de/de/universitaet/international/nach-weimar/

    Netzwerktreffen

    In regelmäßigen Netzwerktreffen findet der Austausch zwischen dem Dezernat Internationale Beziehungen zusammen mit der Ausländerbehörde, der Studierendeninitiative Bauhaus.Internationals, dem Studierendekonvent (StuKo), dem Sprachenzentrum der Universität und den International Counsellors der Fakultäten statt. Dieses Netzwerk wird nun zur Absprache von Möglichkeiten zur Unterstützung von Geflüchteten genutzt.

    Integrationsprogramme

    Es wird überprüft, inwiefern die Integrationsprogramme – Buddy-, Tandem- und Patenprogramm – auch für Geflüchtete geöffnet werden können.

    » WIN – Weimar International Network

    Kontakt:
    Dr. Christian Kästner
    Dezernent für internationale Beziehungen
    E-Mail: christian.kaestner[at]uni-weimar.de

    » www.uni-weimar.de/international

    Sprachenzentrum

    Das Sprachenzentrum berät Studierende, die ehrenamtlich Deutschkurse für Flüchtlinge organisieren und selbst unterrichten. Darüber hinaus berät das Sprachenzentrum Flüchtlinge hinsichtlich des Erwerbs von Deutschkenntnissen für ein Studium.

    Kontakt:
    Dr. Susanne Kirchmeyer
    Leiterin des Sprachenzentrums
    E-Mail: susanne.kirchmeyer[at]uni-weimar.de

    » www.uni-weimar.de/sz

    Universitätsbibliothek

    Die Universitätsbibliothek stellt im Rahmen ihrer Lehrbuchsammlung auch Lehr- und Lernbücher für das Deutschlernen zur Verfügung. Dieser Bestand wird bei Bedarf ausgebaut. Mit ausgesonderten Exemplaren aus diesem Bestand sowie ausgesonderten Exemplaren von entsprechenden Materialien aus dem Sprachenzentrum unterstützt die Universitätsbibliothek das Projekt der ehrenamtlichen Sprachkurse von Studierenden für Flüchtlinge.

    Kontakt:
    Dr. Frank Simon-Ritz
    Leiter der Universitätsbibliothek
    E-Mail: frank.simon-ritz[at]uni-weimar.de

    » www.uni-weimar.de/ub

    Universitätssportzentrum

    Zahlreiche Turnhallen von Universitäten werden bereits als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Auch die Turnhalle an der Falkenburg wurde angefragt und von Seiten der Bauhaus-Universität Weimar dem Land als Notunterkunft angeboten. Eine Vorortbegehung ergab jedoch, dass die Sporthalle nicht für die Flüchtlingsunterbringung tauglich ist.

    Kontakt:
    Dr. Uwe Türk-Noack
    Leiter des Universitätssportzentrums
    E-Mail: uwe.tuerk-noack[at]uni-weimar.de

    » www.uni-weimar.de/usz

    Ehrenamtliche Hilfsprojekte

    Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende sind in zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen engagiert. Sie alle leisten seit Wochen in den folgenden Initativen und Arbeitsgruppen wertvolle Unterstützung für Flüchtlinge.
    Nehmen Sie gern Kontakt auf, wenn auch Sie sich einbringen möchten!

    We help Weimar

    Logo der Initiative

    »We help Weimar« setzt sich unbürokratisch für die Integration und Involvierung der Geflüchteten in den Alltag in Weimar ein und konzentriert seine Aktivitäten auf die Gemeinschaftsunterkunft in der Nordstraße 9-11, die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als sozialer Träger betreut wird. Die Initative möchte als Brücke zwischen Weimarer Intitutionen der Flüchtlingsarbeit, der Bevölkerung und besonders den Studierenden dienen. Dabei gilt der Grundsatz: »Machen statt abwarten!«

    Das Hauptanliegen von »We help Weimar« ist es, geflüchteten Menschen unbürokratisch und schnell einen guten Start in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, vom ersten Tag an Integration zu ermöglichen und zu fördern. Die Initiative arbeitet eher auf einen gegenseitigen Austausch als auf eine einseitige Hilfe hin. Zu einem guten Start gehört nicht nur die Versorgung mit dem Nötigsten, wie Kleidung oder Bettwäsche. Auch das Erlernen der Sprache und Lebensweise durch den Kontakt mit hier lebenden Menschen ist für ein erfolgreiches Zusammenleben unablässig.

    In den vergangenen Wochen hat sich »We help Weimar« in folgenden Themenfeldern organisiert:

    • Tandem Sprachkurse mit Kinderbetreuung
    • Freizeitangebote
    • Interkulturelle Abende
    • Kooperationen mit WE Dance und dem Stellwerk Theater
    • Kleiderausgabe

    Kontakt:
    E-Mail: we.help.weimar[at]gmail.com

    » www.facebook.com/WEHELPweimar

    Sprachmittlerpool

    Aufgrund der andauernden Flüchtlingsströme hat das Mehrgenerationenhaus in Weimar-West einen ehrenamtlichen Sprachmittlerpool ins Leben gerufen. Internationale Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität beteiligen sich an dem Netzwerk, um Sprachbarrieren zwischen Flüchtlingen und Deutschen zu überwinden.

    Unkompliziert Hilfe in Notlagen und bei der Bewältigung des Alltages zu leisten, ist Ziel des Sprachmittlerpools. Institutionen wie die Stadt Weimar, Schulen, Kitas, soziale Träger, Ämter etc. können in Weimar oder Umgebung lebende Sprachmittlerinnen und Sprachmittler unbürokratisch über den Sprachmittlerpool anfragen. Diese Menschen helfen gegen eine Aufwandsentschädigung und übersetzen. Auch private Institutionen oder Einzelpersonen können den Pool nutzen. Es geht hierbei vor allen Dingen darum, Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse die Verständigung und Klärung wichtiger Fragen zu ermöglichen.

    Der Sprachmittlerpool ist weiterhin auf der Suche nach Personen, die mindestens zwei der gesuchten Sprachen – zum Beispiel Deutsch und Arabisch – sprechen. Neben Arabisch sind Dari, Tigrynia, Kurdisch, die Westbalkansprachen und andere gesucht. Personen, die eine dieser Sprachen beherrschen, sollten auch Deutsch oder Englisch sprechen. Der Sprachmittlerpool ist Hilfe für Geflüchtete und Institutionen. Sie können sich sowohl für Mittlergesuche als auch für Mittlerangebote an die unten stehende E-Mail-Adresse wenden.

    Kontakt:
    E-Mail: sprachmittlerpool[at]gmx.de

    Wortschatz – Sprachwerkstatt mit Geflüchteten

    Logo Wortschatz Sprachwerkstatt

    Unter Wortschatz versteht sich eine breitgefächerte Sprachwerkstatt, die Sprache als unersetzlichen Bestandteil der Integration versteht. In Deutsch- und Arabischkursen wird ein niedrigschwelliger Zugang zu den Sprachen geboten, während in Workshops ein weitergehender Einblick in die deutsche Kultur geboten wird und die Schwierigkeiten des Ankommens thematisiert werden. Die Angebote von Wortschatz stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung. Während der Sprachkurse wird eine Kinderbetreuung organisiert, so dass auch Menschen mit kleinen Kindern problemlos teilnehmen können. Die Angebote werden von ehrenamtlichen Helfenden durchgeführt und finden in Räumen der Bauhaus-Universität statt.

    Impulsgruppe »Design.Build.Studio«

    Die Impulsgruppe »Design.Build.Studio« bereitet ein Pilotprojekt vor, dass das Ziel verfolgt, die derzeit leerstehende Landesliegenschaft der ehemaligen JVA/JAA in der Weimarer Thälmannstraße einer neuen Nutzung zuzuführen. Entstehen soll ein integrativer Wohn- und Arbeitsort für Lehrlinge, Studierende und Flüchtlinge. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der städtebaulich-sozialräumlichen Einbindung sowie der lokal-ökonomischen Entwicklung.

    Das Konzept sieht vor, das sich die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer, sowie eventuell beteiligte Träger von Anfang an und in vielerlei Hinsicht, beispielweise in Form von eigener Beteiligung am Bau, am Prozess beteiligen.

    Weiterhin wichtig ist eine wissenschaftlich-reflexive Begleitung des Projektes, um es für die Weiterverwendung an anderen Standorten zu konsolidieren. Die Thüringer Hochschullandschaft bietet hier zahlreiche Fachbereiche und Forschungsschwerpunkte, die in das Netzwerk eingebunden werden.

    Die Impulsgruppe Design.Build.Studio steht im engen Austausch mit laufenden Projekten im Kontext der Universität und sieht Ihre zukünftige Aufgabe darin, diese durch die Etablierung, Koordinierung und Finanzierung langfristig angelegter Integrations-, Handlungs- und Forschungsräume zu unterstützen. Mit dem Genossenschaftsverband e.V. und einem Fremdkapitalgeber als Unterstützer arbeitet die Impulsgruppe derzeit an der Formulierung eines genossenschaftlichen Betreibermodells für die ehemalige JVA/JAA Weimar und der Zusammenstellung der Investitionskosten.

    Ziel des Design.Build.Studio ist die Entwicklung tragfähiger Konzepte und Betreibermodelle sowie deren Umsetzung im Maßstab 1:1.

    Impulsgruppe Design.Build.Studio eG (in Gründung):
    Pierre Kramann-Musculus B.F.A. (Fakultät Gestaltung)
    Dipl.-Ing. Henning Michelsen (Fakultät Architektur und Urbanistik)
    Dr.-Ing. Johannes Warda (Fakultät Architektur und Urbanistik)

    Kontakt:
    E-Mail: henning.michelsen[at]designbuildstudio.de

    Flüchtlingshilfe der Stadt Weimar

    Auf der Website der Stadt Weimar finden Sie Informationen für Bürgerinnen und Bürger, die sich für Flüchtlinge engagieren möchten. Neben Sach- und Geldspenden können sich die Einwohnerinnen und Einwohner auch anderweitig ehrenamtlich engagieren.

    » Zur Website der Stadt Weimar

    IfF – Initiative für Flüchtlinge

    Die IfF hat sich im Oktober 2013 als Initiative des StuKos der Bauhaus-Universität Weimar gegründet. Unser Fokus liegt auf gesellschaftspolitischen Aktionen im Zusammenhang mit dem Thema Flucht.

    Was wir machen:


    • Veranstaltungen zum Thema Flucht und Asyl z.B. Ausstellungen, Gesprächsrunden, Theaterstücke
    • Petitionen, Demonstrationen und Kundgebungen
    • Anregen öffentlicher Diskussionen
z.B. durch politische Kunstaktionen, offene Briefe, Pressemitteilungen
    • Schaffen von Begegnungsräumen für Geflüchtete und andere Bürgerinnen und Bürger Weimars

    Kontakt:
    E-Mail: fluechtlingsinitiative.weimar[at]gmx.de

    » facebook.com/initiativefuerfluechtlinge
    » fiw.bau-ha.us

    Eine Übersicht der Informations- und Beratungsangebote der Bauhaus-Universität Weimar für studieninteressierte Flüchtlinge:

    »  Allgemeine Studienberatung für internationale Studieninteressierte (auch in Englisch)

    Christian Eckert
    Ort: Campus.Office
    Geschwister-Scholl-Straße 15, Raum 005
    Sprechzeiten: Dienstag u. Donnerstag 10 – 11.30 Uhr / 13 – 15 Uhr sowie Mittwoch 13 – 15 Uhr
    E-mail: studium[at]uni-weimar.de

     » Beratung bei Zulassungsfragen für internationale Studieninteressierte (auch in Englisch)
    Johanna Teuerkauf
    Ort: Campus.Office
    Geschwister-Scholl-Straße 15, Raum 008
    Sprechzeiten: Dienstag 10 – 12 Uhr / 13 – 14 Uhr, Donnerstag 10 – 14 Uhr
    E-Mail: johanna.theuerkauf[at]uni-weimar.de

    » Orientierung für Geflüchtete in Weimar »Netzwerk Welcome Weimar«

    » Wegweisende Studienvorbereitung durch das studentische Netzwerk Welcome Weimar
    Praktische Informationen und Beratung zu Studium und Gasthörerschaft, Sprach- oder Sportkursen

    » Informationen zu den studienvorbereitenden Propädeutika der Bauhaus-Universität Weimar über das Netzwerk Welcome Weimar

    » Sprachenzentrum der Bauhaus-Universität Weimar
    Information und Beratung zum Deutsch-Kursangebot
    Ort: Coudraystraß3 13A, Zi. 206
    Beratungstermine: 10. und 27. Februar 201+6, jeweils 13.30Uhr
    E-Mail: susanne.kirchmeyer[at]uni-weimar.de

    » Informationstag "Wege ins Studium" der Jenaer Hochschulen für Migranten und FlüchtlingeOrt: Carl-Zeiss-Straße 3, 07743 Jena, Foyer, Hörsaal 4 & 5
    Datum: 10.03.2017 13:00 - 10.03.2017 18:00 Uhr

    » Hochschulinformationstag (hit) für Bachelor- und Masterstudiengänge
    Informationsstand der Allgemeinen Studienberatung

    Ort: Marienstraße 15, Mensa am Park
    Datum: Samstag, 10. März 2018, 9 – 14 Uhr

    • Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für ausländische Abschlüsse: iq-thueringen.de
    • Online-Spracheinstufungstest für Flüchtlinge, die einen Sprachkurs belegen möchten, bevor sie ihr Studium in Deutschland beginnen oder fortsetzen: »onSET«

     

     

  • Kontakt

    Arbeitsgruppe des Präsidiums zur Flüchtlingssituation

    Prof. Dr. Jutta Emes
    Vizepräsidentin für Internationalisierung und Digitalisierung
    E-Mail: jutta.emes[at]uni-weimar.de

    Logo Knoten Weimar

    Qualifizierungsmaßnahme »MINT-Brücke« für Akademikerinnen und Akademiker mit ausländischem Hochschulabschluss in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und den Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften » mehr

    Redaktion

    Diese Website kann ergänzt werden. Hinweise nehmen wir gern entgegen.

    Claudia Weinreich
    Pressesprecherin
    E-Mail: claudia.weinreich[at]uni-weimar.de

    Caroline Deich
    Web- und Social Media-Redakteurin
    E-Mail: caroline.deich[at]uni-weimar.de