Pünktlich zum Start des Van-de-Velde-Jubiläumsjahres 2013 stellt die Bauhaus-Universität Weimar Souvenirs und eine Publikation vor, die sich thematisch dem Alleskünstler widmen. Memo-Halter »henry« und »Button VDV 150« wurden von Studierenden als Hommage an Van de Velde gestaltet und hergestellt und sind ab sofort im Bauhaus.Atelier der Universität erhältlich sind.

Im Wintersemester 2011/12 haben sich junge Produktdesigner in dem Projekt »beton+« mit »Souvenirs für das Van-de-Velde-Jahr 2013« beschäftigt. Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit Henry van de Veldes Schaffen sowie mit dem Thema Souvenirs entwickelten die Studierenden schon kurz nach Projektbeginn zahlreiche ausgefallene Ideen, die an Van de Veldes Wirken in Weimar erinnern sollten, beispielsweise Schmuck, ein Memory-Spiel und ein Bausteinkasten.

Mal etwas anderes: Van-de-Velde-Souvenirs aus Beton

Insbesondere das Material Beton, eher ungewöhnlich für zarte und filigrane Objekte, forderte die Studierenden heraus. Hilfestellung gab es von den Materialexperten aus der Fakultät Bauingenieurwesen, in deren Beton-Labor mehr als zehn Souvenir-Ideen für das Van-de-Velde-Jahr als Prototypen umgesetzt wurden. »Beton ist ein unheimlich vielseitiges Material. Wir waren begeistert, wie zart und fein die Strukturen unserer Objekte waren«, beschreibt die Betreuerin des Projekts Gabriele Korrek aus der Fakultät Gestaltung die Ergebnisse des ersten Produktionslaufs.

Studierende produzieren Unikate aus eigener Hand

Von den zwölf Ideen sind später zwei Objekte »in Serie« gegangen: der »Button VDV 150« von Daniela Ufermann sowie der Memohalter »henry« von Sebastian Kühn. Jedes verkaufsfertige Souvenir wurde von den Studierenden handgefertigt und ist somit ein Unikat. Der »Button VDV 150« gleicht einer Brosche, in die das Künstlerautogramm Van de Veldes und gleichzeitig das Logo des Themenjahres eingraviert ist. »Ich habe an ein Souvenir gedacht, das eine Funktion hat und das zugleich erinnert und schmückt«, erläutert Ufermann. Der Memohalter »henry«, ebenfalls aus Beton, greift die Form des berühmten Giebels des Van-de-Velde-Baus auf und hält per Metallclip Zettel, Fotos oder Visitenkarten auf dem Schreibtisch fest.

Buch zum Van-de-Velde-Spaziergang widmet sich architektonischen Details
 
Neben den Erinnerungsstücken ist anlässlich des Van-de-Velde-Jahres im Universitätsverlag der Bauhaus-Universität Weimar bereits im November 2012 das Begleitbuch zum Van-de-Velde-Spaziergang erschienen. Während des Van-de-Velde-Spaziergangs führen Studierende aller Fakultäten durch das Kunstschulensemble und zeigen Gästen unter dem Motto »Vom Detail zum Ganzen« das scheinbar Verborgene und fast Vergessene an Van de Veldes Architektur. Ziel ist, den Blick für das Detail zu schärfen und Interesse für das »Gesamtkunstwerk« Van de Veldes zu wecken.

Historisches über Henry van de Velde in Weimar

Das Buch lässt das Erlebte im Spaziergang noch einmal Revue passieren und gibt Historisches und Anekdotisches aus den Weimarer Jahren Henry van de Veldes preis. Die Beiträge darin sind so vielseitig wie Van de Veldes Werke. Christian Tesch, einer der beiden Herausgeber, beschreibt das Konzept so: »Das Buch soll nicht das zeigen, was man schon kennt. Es soll seinen Blick vielmehr auf die kleinen, unscheinbaren Aspekte lenken, die oftmals den Charakter von Van de Veldes Werken ausmachen.«

Die Souvenirs und die Publikation sind ab sofort im Bauhaus.Atelier erhältlich.

Produktgalerie

»Button VDV 150« (Bauhaus-Universität Weimar, Fotograf: Tobias Adam)