Die Amtszeiten Prof. Dr. Gerd Zimmermanns im Überblick

Prof. Dr. Gerd Zimmermann. (Quelle: UK, Tobias Adam)

1992-1996 erste Amtszeit als Rektor der Bauhaus-Universität Weimar

1996-2000 zweite Amtszeit als Rektor der Bauhaus-Universität Weimar

2003-2004 Dekan der Fakultät Architektur

2004-2011 dritte Amtszeit als Rektor der Bauhaus-Universität Weimar

Einen vollständigen Curriculum Vitae von Prof. Dr. Gerd Zimmermann finden Sie hier.

2004 wurde Prof. Dr. Gerd Zimmermann das Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens verliehen. Die Auszeichnung erhielt er unter anderem wegen seiner erfolgreichen Amtszeit als Rektor in den Jahren von 1992 bis zum Jahr 2001. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der Universität maßgeblich geprägt, ihr Profil mit definiert und einen entsprechenden Aus- und Umbau der Inhalte und Strukturen erreicht. Die Bauhaus-Universität mit ihrem Konzept einer dialogischen Verbindung von Kunst und Technik entwickelte sich zu einem "Unikat in der deutschen Hochschullandschaft".

Im folgenden möchten wir einen Überblick über bedeutende Stationen und Leistungen der 15-jährigen Amtszeit von Prof. Dr. Gerd Zimmermann geben.

Von der Hochschule für Architektur und Bauwesen (HAB) zur heutigen Bauhaus-Universität Weimar

Prof. Dr. Gerd Zimmermann bei der Investitur am 27.11.1992 im Stadtschloss. (Quelle: Archiv der Moderne)

Der Wissenschaftsrat hatte im Zuge der Neuordnung der ostdeutschen Hochschullandschaft nach 1990 in Weimar eine Hochschule gefordert, die sich auf ihre künstlerisch-gestaltenden Stärken besinnen sollte und an der eine modernste Kunstausübung ebenso etabliert sein sollte wie die Anwendung der Wissenschaft.

Prof. Dr. Gerd Zimmermann griff diese Forderung auf und formulierte schon zu Beginn seiner ersten Amtszeit 1992 seine Vision eines „neuen Bauhauses“, also einer Universität, die gleichermaßen Kunst und Technik gewidmet ist und auf der Verschränkung der unterschiedlichen Disziplinen gerichtet ist. Dieser Gedanke bildet nach wie vor den Kern der heutigen Bauhaus-Universität Weimar mit ihren vier Fakultäten Architektur, Bauingenieurwesen, Gestaltung und Medien.

Wichtige Eckdaten der Neuformierung der Hochschule während der Amtszeit von Prof. Dr. Gerd Zimmermann

1993 Gründung der Fakultät Gestaltung

1996 Gründung der Fakultät Medien

1996 Umbenennung der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Bauhaus-Universität Weimar

Eine Universität, in der eine Stadt liegt – bauliche Erweiterungen des Campus

Richtfest des IBZ am 16.01.1997 (Quelle: Archiv der Moderne)
Der im Februar 2010 wiedereröffnete und sanierte Van-de-Velde-Bau. (Quelle: UK, Jonas Tegtmeyer)
Versuchstechnische Einrichtung im CIB–Weimar (Quelle: UK)
Das Innere der neuen Universitätsbibliothek in der Steubenstraße 6-8. (Quelle: UK)

In einer Rede formulierte Prof. Dr. Gerd Zimmermann einst sein Credo von Weimar als Universitätsstadt: „Weimar ist nicht eine Stadt, in der eine Universität liegt, sondern eine Universität, in der eine Stadt liegt.“

Während der drei Amtszeiten von Prof. Dr. Gerd Zimmermann erfuhr die Bauhaus-Universität Weimar etliche bauliche Veränderungen: So konnten zahlreiche historische Gebäude saniert werden, andere wurden neu errichtet oder hinzugekauft. Heute befinden sich Orte der Universität im gesamten Stadtraum. Zu den wichtigsten Bauprojekten in der Rektorzeit Prof. Dr. Gerd Zimmermanns gehören die Sanierung des Weltkulturerbe-Ensembles rund um das Hauptgebäude von Henry van de Velde und die Wiedereinrichtung des Direktorenzimmers von Walter Gropius. Aber auch der Neubau der Kuben der Fakultät Architektur, die Errichtung des Universitätsbibliotheksgebäudes in der Steubenstraße sowie des Centrums für Intelligentes Bauen in der Coudraystraße (CIB) hat er wesentlich mitgetragen und begleitet. Ein Bau, den Prof. Dr. Gerd Zimmermann gemeinsam mit der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) in jüngster Vergangenheit durchgesetzt hat und der in naher Zukunft realisiert werden soll, ist das Kreativzentrum. Des Weiteren ist in seiner dritten Amtszeit das Digital Bauhaus Lab auf den Weg gebracht worden, das 2012 starten wird. Beide Gebäude entstehen auf dem Areal südlich des Hauptgebäudes. 

Die wichtigsten Bauprojekte während der drei Amtszeiten im Überblick:

Sanierung des Weltkulturerbe-Ensembles von Henry van de Velde:

Neubauten:

 Sanierung und Umbau

  • Limona-Gebäude
  • Zuse-Medienzentrum

Das zeitgenössische Bauhaus – Begründung bedeutender Einrichtungen und Institutionen

Das Bauhaus.TransferzentrumDESIGN in Gelmeroda (Quelle: UK)
Das Filmfest im Kunstfest 2010. Organisiert durch das Bauhaus-Filminstitut (Quelle: BFI)
Das im April 2010 eröffnete Bauhaus.Atelier ist das neue Besucher- und Informationszentrum der Hochschule (Quelle: UK)

Prof. Dr. Gerd Zimmermann hat als Rektor die Gründung zahlreicher Einrichtungen unterstützt und gefördert, von denen hier nur einige genannt werden können. So hat er 2007 gemeinsam mit Prof. Wolfgang Sattler das Bauhaus.TransferzentrumDESIGN (BTD) begründet und ist seitdem Mitglied des Vorstands des Transferzentrums. Das BTD versteht sich als Konzeptdienstleister für die Kreativwirtschaft in Thüringen und bietet jungen Designern Hilfe auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit an.

Weiterhin setzte sich Prof. Dr. Gerd Zimmermann für die Einrichtung mehrerer Schools an der Bauhaus-Universität Weimar ein. Eine der Schools, die in diesem Zuge 2007 gegründet wurde, ist die Bauhaus Research School (BRS). Die Bauhaus Research School unterstützt Doktoranden an der Bauhaus-Universität Weimar bei der Arbeit an ihrer Promotion und bietet zahlreiche Serviceangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Auch die Etablierung Weimars als Filmstadt und als kreativer Ort für Filmemacher war Prof. Dr. Gerd Zimmermann stets ein wichtiges Anliegen. Zur Fokussierung ihrer bisherigen Aktivitäten im Bereich Film hat die Bauhaus-Universität Weimar deshalb 2008 das Bauhaus Film-Institut (BFI) ins Leben gerufen.

Eine Auswahl von Institutionen, die während der Amtszeit von Prof. Dr. Gerd Zimmermann eingerichtet und etabliert wurden, im Überblick:

Vom Diplom zum Master: Neustrukturierung der Studiengänge und Internationalisierung der Universität

Wan Gang, Präsident der Tongji-Universität sowie Prof. Dr. Zimmermann, Rektor der Bauhaus-Universität, unterzeichneten 2006 in Shanghai den Kooperationsvertrag für die Doppelabschlüße in zwei Ländern. (Quelle: UK)
Die Université Lumière Lyon 2 ist eine von zahlreichen iinternationalen Partnerinstitutionen der Bauhaus-Universität Weimar. (Quelle: Université Lyon 2)

Im Sommer 1999 vereinbarten die europäischen Bildungsminister in Bologna, bis zum Jahr 2010 eine europaweit gültige und international kompatible zweistufige Struktur von Studienabschlüssen einzuführen, den Bachelor und Master. Die Bauhaus-Universität Weimar war unter Prof. Dr. Gerd Zimmermann eine der ersten, die Bachelor- und Masterstudiengänge einführte.

Bereits 1999 startete an der Bauhaus-Universität Weimar das erste Master-Programm „Europäische Urbanistik“. Dieses Programm war und ist hinsichtlich seiner internationalen Ausrichtung wegweisend. Zug um Zug stellte die Bauhaus-Universität Weimar ihre Studiengänge auf Bachelor und Master um.

Ein anderer, sehr erfolgreicher Masterstudiengang startete 2001 mit dem Programm „Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“, dem ersten Masterprogramm im Bereich der Freien Kunst in Deutschland überhaupt. In dem englischsprachigen Masterprogramm studieren Künstler verschiedener Nationalitäten und aus allen Kontinenten der Welt.

Prof. Dr. Gerd Zimmermann engagierte sich zu allen Zeiten stark für die Internationalisierung der Hochschule und setzte dabei auf die weltweite Strahlkraft des Bauhauses. Er unterhielt zahlreiche Kontakte Partnerhochschulen und forcierte den wissenschaftlichen und künstlerischen Austausch der Mitarbeiter und Studierenden. Über mehr als 100 Partnerschaften mit Hochschulen in aller Welt verfügt die Bauhaus-Universität Weimar heute, wie beispielsweise die Tongji University Shanghai, die Université Lumiere Lyon II oder das Pratt Institute New York.

Einen Überblick über die Partnerinstitutionen der Bauhaus-Universität Weimar finden sie hier.

Den Ruf der Bauhaus-Universität Weimar nach außen tragen – Ämter von Prof. Dr. Gerd Zimmermann außerhalb der Universität

Rektor Prof. Dr. Gerd Zimmermann zur Präsentation der Jubiläumspublikation "Wir sind! Wir wollen! Und wir schaffen!". (Quelle: UK, Hamish John Appleby)
Prof. Dr. Gerd Zimmermann im Gespräch mit der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. (Quelle: UK)
"150 Jahre ZUR Bauhaus-Universität Weimar". Prof. Dr. Gerd Zimmermannn im Interview mit Medienvertretern. (Quelle: UK)

Neben seinem Amt als Rektor hatte Prof. Dr. Gerd Zimmermann zahlreiche hochschulpolitische Ämter inne und engagierte sich in externen Gremien. Lange Jahre bekleidete er das Amt des Vize-Präsidenten der bundesdeutschen Hochschulrektorenkonferenz sowie ihres Pendants in Thüringen, der Landesrektorenkonferenz. Als 1. Vorstandsvorsitzender des Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Instituts (ACQUIN) setzt er sich heute ein für die fachlich-inhaltliche Begutachtung von Studiengängen mit den Abschlüssen Bachelor und Master im Zuge der Bologna-Reform und vertritt hohe Qualitätsstandards in der Lehre. Zudem ist Prof. Dr. Gerd Zimmermann Mitglied des Verwaltungsrates des ZDF, Präsident der Stiftung Baukultur und ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung (STIFT).

Die wichtigsten aktuellen Ämter Prof. Dr. Gerd Zimmermanns im Überblick: