NOMAD CITY – Sauna, Eisangeln und Kreativität – das SURVIVAL-KIT !?

Bei Sonnenschein und Regen, bei einem halben Meter Neuschnee und Wind bis zu 160 km/h galt es die Notwendigkeit von Design sowie künstlerischen und architektonischen Umsetzungen auszuloten. Die Mutternatur - die einzige Realität – funktionierte zeitweise als guter Indikator für die verfestigten Arbeitsweisen der  Disziplinen der Gestalter und Architekten. Manche Entwürfe wurden nicht verwirklicht, gar mancher zog sich zum Arbeiten lieber in Garagen von örtlichen Farmern zurück, doch es fanden sich auch Teams, die auf die Umstände draußen flexibel reagierten, neue Arbeitsstrategien entwickelten und ganztägig vor Ort arbeiteten. Aus dieser Sensibilität, gegenüber der dortigen Naturgegebenheiten, kam es u.a. zu neuen Formen der Umsetzungen.

Der Sinn der Kreativität lenkte kurzzeitig von der Notwendigkeit des Überlebens ab. Diese temporäre Scheinwelt war jedoch oftmals notwendig, um dort konstant arbeiten zu können. Zugleich waren die Tätigkeit und die Umsetzungen für die dort lebenden „Samen“, die den neuen Interventionen aufgeschlossen gegenübertraten, bereichernd und inspirierend. Aber gleichzeitig wurde jede Vorstellung, Tätigkeit und Realisierung „eiskalt“ von der Natur auf die Probe gestellt wird. 

Die Realisierungen im Zusammenhang des Workshops wurden der Gemeinde Hattfjelldal übergeben und werden zukünftig von dieser beaufsichtigt und genutzt.

Der Workshop wurde von der Aalto-Universität Helsinki vermittelt und war für alle Studierende offen, unabhängig ihres Studienprogramms oder Heimatuniversität. Anmeldung und Anreise wurde von den Studenten selbst organisiert. Die Finanzierung für die Teilnahme an dem Workshop wurde von den Hochschulen getragen, sofern die teilnehmenden Studenten in skandinavischen Hochschulen eingeschrieben sind.

Voraussichtlich wird der nächste Workshop zur Wintersaison an der Grenze von Finnland und Russland stattfinden. Bis zu 10 Motorschlitten werden als ständiges mobiles Transportmittel genutzt, um so spontan temporäre Attacken mit künstlerischen Interventionen auf Städte und ihrer Bevölkerung zu starten. 

 

Workshop:           International-interdisziplinärer Workshop „Nomad City“

Ort:                      Nordland Norwegen / Gemeinde „Hattfjelldal“    
Arbeitsort:            Norwegens zweitgrößter Binnensee „Røssvatnet“

Zeitraum:             3.-18.3.2012

Teilnehmende:     17 Studenten / 1 medizinische Assistentin / 1 Journalistin    
                             (insgesamt 16 verschiedenen Nationen)

Leitung:                Marco Casagrande / Aalto University Environmental Art / Finnland

                             Hans-Petter Bjørnådal / Post Industrial Meditation Camp / Norwegen

                             Jan Tyrpekl, Assistant Professor / Liberec University of Technology / Tschechien

Vertretende
Universitäten:      „Aalto-Universität Helsinki“ – Environmental Art      
                            „Universität-Lund“ – Urban Architecture                           
                            „Universität-Brüssel“ – Architecture
                            „Universität-Mailand“ – Architecture                            
                            „Bauhaus-Universität Weimar“ – Fine Art

Anreise:               - von „Oslo“ nach „Mo i Rana“ circa 16 Stunden mit dem Zug 
                              plus 2 Stunden mit dem Auto zur Gemeinde „Hattfjelldal“
                            - von „Helsinki“ zur Gemeinde „Hattfjelldal“ mit dem Auto circa
                              30 Stunden inklusive Fähre

Kontakt:

Marco Casagrande

http://www.clab.fi

info[at]clab.fi

http://casagrandeworkshops.blogspot.de

 

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