Installation der Toilette in Darkhan (Quelle: Paul Jossa)
Auenlandschaft des Kharaa, Mongolei (Quelle: Jürgen Stäudel)

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wasser sind für die Zukunft der Menschheit von entscheidender Bedeutung. Denn die sichere Versorgung mit Wasser ist eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche und politische Stabilität einer Region. Ein vielversprechender Ansatz für die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser ist das Integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM). Dieses soll, mit Rücksichtnahme auf den Erhalt lebenswichiger Ökosysteme, durch ein koordiniertes, transdisziplinäres Management den Nutzen der Wasserressource ökonomisch und gesellschaftlich maximieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklung und Anpassung von Planungsinstrumenten sowie nachhaltigen Wassertechnologien in verschiedenen Regionen der Welt. In Modellregionen mit unterschiedlichen klimatischen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Verhältnissen, sollen die IWRM-Prinzipien übertragen werden. Derzeit werden sieben Forschungsverbundvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert. Eines davon ist das Projekt IWRM-MoMo, welches sich mit dem Flusseinzugsgebiet des Kharaa in der Mongolei beschäftigt. Übergeordnetes Ziel des Verbundprojekts, ist es, für das Einzugsgebiet Kharaa (mit der Stadt Darkhan) ein integratives Wasserressourcenmanagement (IWRM) auszuarbeiten und umzusetzen.

Die Professur für Siedlungswasserwirtschaft an der Fakultät für Bauingenieurwesen ist maßgeblich an diesem Projekt beteiligt. Konkrete Umsetzung integrierter Siedlungswasserwirtschaft erfolgt anhand der Methodenentwicklung zur Identifizierung von geeigneten Maßnahmen. Außerdem wird ein Sanitärkonzept für Jurtensiedlungen pilothaft eingeführt, welches sowohl die hygienischen Bedingungen verbessert als auch die Entsorgung und Weiterbehandlung von organischen und anorganischen Stoffströmen vorsieht. Die Sammlung der gewonnenen Substrate aus den Jurtensiedlungen, sowie organische Abfälle der Region können in einer Biogasanlage vergärt und energetisch genutzt werden.

Im Ergebnis sollen Strategien zur Implementierung des IWRM für andere Flusseinzugsgebiete in der Mongolei und in Zentralasien gefunden werden. Derzeit werden die vorgeschlagenen Maßnahmen pilothaft umgesetzt und evaluiert, um ggf. weitere Maßnahmen zu identifizieren.

Kontakt:
Professur Siedlungswasserwirtschaft
Univ.-Prof. Dr.-Ing.Jörg Londong
Tel. +49 3643 584615
joerg.londong[at]uni-weimar.de
Weitere Informationen: www.iwrm-momo.de

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