Die Internationalität der Bauhaus-Universität bereichert vielfältig den Studienalltag und eröffnet neue Perspektiven auf künstlerische wie wissenschaftliche Arbeitsfelder. Im Folgenden stellen wir eine Reihe ausgewählter aktueller internationaler Projekte vor.

VIA CRUCIS - Performance Projekt mit Robert Wilson

Der amerikanische Regisseur, Lichtdesigner und Bühnenmagier Robert Wilson entwickelt mit Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar und weiteren jungen Künstlern in semesterübergreifenden Workshops das künstlerische Erscheinungsbild der 14 Stationen von Franz Liszts Kreuzwegvertonung „Via Crucis“. Neben der Bauhaus-Universität Weimar ist auch die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar musikalisch in das Projekt eingebunden. Idealer Aufführungsort dieser installativen Performance ist die Viehauktionshalle in Weimar. Die Vorstellungen finden im Rahmen von „pèlerinages“ Kunstfest Weimar zwischen dem 1. und 8. September 2012 statt.

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NOMAD CITY – Sauna, Eisangeln und Kreativität – das SURVIVAL-KIT !?

Auf dem zugefrorenen See „Røssvatnet“, zwei Autostunden von der norwegischen Nordlandstadt „Mo i Rana“ entfernt, entstand unter arktischen Bedingungen eine öffentlich-zugängliche mobile Siedlung mit künstlerisch-gestalterischen sowie architektonischen Statements. Der zugefrorene See, ein baurechtsfreier Ort und der Austausch mit dem Volk der „Samen“ vor Ort, waren die Basis für das Arbeiten auf dem See während des zweiwöchigen Aufenthalts.

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Das "iceaddis" wurde kürzlich auf dem Campus der Universität in Addis Abeba eröffnet und vernetzt IT-Spezialisten, Kreative und Unternehmer.

Von Addis Abeba nach Weimar: GIZ stärkt deutsch-äthiopische Zusammenarbeit

Beziehungen zwischen der Bauhaus-Universität Weimar und der Architekturfakultät der Universität in Addis Abeba bestehen seit längerem. So forscht und lehrt der Architekturprofessor Dirk Donath seit 2008 dort als Gastprofessor. Diese Kooperation wird seit Juli 2011 auch in Weimar personell untersetzt: der gebürtige Schwede Jörn Schultz, freiberuflicher Berater der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), initiiert weitere Projekte zwischen den Universitäten und baut einen neuen Netzwerkknoten für ganz Deutschland auf: das "icebauhaus".

Karte zum Untersuchungsgebiet (Quelle: Professur VPT)

Planung eines Teilstückes der russischen Fernstraße "M4" nach deutschen Regelwerken

Die russische Autostraße M 4 ist eine Fernstraße, die die Hauptstadt Moskau über Woronesch und Rostow am Don mit der Schwarzmeerküste verbindet. Große Teile dieser Verbindung sollen erneuert und streckenweise zu einer Autobahn umgebaut werden.

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Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) in Zentralasien: Modellregion Mongolei

Auenlandschaft des Kharaa, Mongolei (Quelle: Jürgen Stäudel)

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wasser sind für die Zukunft der Menschheit von entscheidender Bedeutung. Denn die sichere Versorgung mit Wasser ist eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche und politische Stabilität einer Region. Ein vielversprechender Ansatz für die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser ist das Integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM). Dieses soll, mit Rücksichtnahme auf den Erhalt lebenswichiger Ökosysteme, durch ein koordiniertes, transdisziplinäres Management den Nutzen der Wasserressource ökonomisch und gesellschaftlich maximieren.

Wenn Sie mehr über Projekt erfahren wollen, klicken Sie bitte hier.

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PPP-Forschung weltweit

Die COST Aktion „Public Private Partnerships in Transport: Trends and Theory (P3T3)” ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Forschungsprojekt, an dem über 60 Experten aus 18 Ländern weltweit teilhaben. Wichtiger Forschungspartner ist die Professur BWL im Bauwesen an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar. Das Forschungsprojekt mit dem Thema Public Private Partnerships im Verkehrssektor läuft von 2010 bis 2013. 

Mehr Details finden Sie hier.

The History of European Infrastructure Finance

Austellungseröffnung des Studienprojektes zur summaery 2011 (Foto: Constantin Weisse / BWL im Bauwesen)

Der Lehrstuhl BWL im Bauwesen der Bauhaus-Universität Weimar hat zusammen mit drei Forschungspartnern eine Forschungsförderung der Europäischen Investitionsbank (EIB) zum Thema der Geschichte der Europäischen Infrastrukturfinanzierung erhalten.

Die Forschungsgemeinschaft setzt sich aus der Bauhaus-Universität Weimar, der Universidad de Cantabria (Spanien), der Università degli Studi di Milano, und der Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen. Mit über 15 spezialisierten Experten aus verschiedenen Forschungsbereichen bietet das Forschungsteam nicht nur interdisziplinäre Forschung, sondern auch Lehre und Training in allen relevanten Sektoren und auch Sektorübergreifend im Bereich der Geschichte der Europäischen Infrastrukturfinanzierung.

Weitere Informationen finden Sie auf folgender Seite.

Network Neutrality

Für die Forschung im Bereich Netzneutralität hat die Juniorprofessur VWL: Infrastrukturökonomie und Management unter der Leitung von Prof. Dr. Nico Grove im Dezember 2010 einen google Inc. Research Award erhalten.

Netzneutralität bezieht sich auf die potentielle Beeinträchtigung von Qualitätsparametern von Applikationen, Diensten und Inhalten bei deren Übertragung innerhalb von Kommunikationsnetzen, wie dem Internet. Die Arbeit soll  Erkenntnisse über ein in der Praxis beobachtetes Phänomen liefern, nämlich der Diskriminierung und Blockierung einiger Webdienste und -anwendungen seitens von Internetzugangsanbietern, welches maßgeblich das Prinzip des „offenen Internet für Alle“ verletzt. Die durchgeführte Anbieterübergreifende Analyse versucht hier eindeutig Nachweise und Gründe für dieses Verhalten aufzuzeigen.

Weitere Details zum Projekt finden Sie hier.

Simulation weltweit

Initial Training Networks (ITN-INSIST) ist ein von der EU mit 3,85 Mio. Euro gefördertes Projekt, welches zur Ausbildung von Doktoranden dient. Neben der Bauhaus-Universität Weimar sind sechs weitere europäische Partner, darunter drei Firmen, und zwei assoziierte Partner aus den USA involviert. Thematisch beschäftigen sich alle Beteiligten mit der Vereinigung von Geometriemodellierung und Simulation. Derzeit sind drei Doktoranden am Institut für Strukturmechanik an diesem Austauschprogramm beteiligt.

Kontakt:
Modellierung und Simulation - Mechanik
Prof. Dr.-Ing. Timon Rabczuk
Tel.: +49 (0) 36 43/58 45 11
E-Mail: timon.rabczuk[at]uni-weimar.de

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Mit Marie Curie international vernetzt

Mit dem Marie Curie International Research Staff Exchange Scheme hat die europäische Kommission eine Förderaktion im Bereich Mobilität (IRSES) ausgeschrieben. Gefördert werden internationale Vernetzung und Austausch von wissenschaftlichem Personal zwischen europäischen Partnern und kooperierenden Einrichtungen aus anderen Ländern. An dem Austauschprogramm IRSES-MULTIFRAC beteiligen sich insgesamt drei internationale Partner und fördern den Austausch von Wissenschaftlern, die sich zur Thematik der computer-gestützten Entwicklung neuer Materialien austauschen. Von Seiten der Bauhaus-Universität Weimar ist das Institut für Strukturmechanik an der Fakultät Bauingenieurwesen mit drei Wissenschaftlern an dem Austauschprogramm beteiligt.

Kontakt:
Modellierung und Simulation - Mechanik
Prof. Dr.-Ing. Timon Rabczuk
Tel.: +49 (0) 36 43/58 45 11
E-Mail:
timon.rabczuk[at]uni-weimar.de

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Forschungsprojekt: PLACES (Planning Land And Communities to be Environmentally Sustainable)

PLACES unterstützt Kommunen darin, Bedingungen sowie Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und natürlicher Umwelt zu identifizieren und daraus Ansätze einer nachhaltigen Flächennutzung und -entwicklung zu strukturieren. Der von der US EPA (US-Umweltbehörde: U.S. Environmental Protection Agency) entwickelte PLACES-Ansatz soll darüber hinaus zu einem Zertifizierungssystem für kommunale Planungs- und Entwicklungsstrategien entwickelt werden. PLACES wird in der Stadt Biedenkopf, Deutschland angewandt. Das Projekt erfolgt im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsabkommens mit der US EPA: basierend auf Kontakten der Bilateralen Arbeitsgruppe werden ausgewählte Ansätze im jeweils anderen Land angewandt und auf diese Weise ihre grundsätzliche internationale Übertragbarkeit getestet. Partner: Bauhaus-Universität Weimar, Helmholtzzentrum für Umweltforschung UFZ Leipzig, US EPA. (Laufzeit 06/2011 - 01/2012).

Ansprechpartner:
Philippe Schmidt
Institut für Europäische Urbanistik
Tel: +49 (0)3643 - 58 26 51
http://www.ufz.de/index.php?de=21957

 

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„Geopoly Tile“ - Entwicklung einer umweltfreundlichen keramischen Fliese durch Geopolymerisation

Bei der Herstellung keramischer Fliesen wird traditionell viel Energie benötigt und gleichzeitig viel CO2 ausgestoßen. Da zur Erhärtung keramischer Fliesen hohe Temperaturen von über 1000°C benötigt werden, betragen die Energiekosten etwa 25 bis 30 Prozent der gesamten Produktionskosten. Eine Möglichkeit, den Energiebedarf deutlich zu reduzieren, bietet die Geopolymertechnologie. Sogenannte Geopolymere, also Keramiken, die bereits bei Raumtemperatur erhärten, werden durch alkalische Aktivierung von reaktiven alumosilicatischen Rohstoffen, wie beispielsweise reaktivem Ton, hergestellt.

Professur Bauchemie                                
Prof. Dr. rer. nat. habil. Christian Kaps
Tel. +49(0)3643/58-4793                                 
christian.kaps[at]uni-weimar.de

Dipl.-Ing. Torsten Seiffarth   
torsten.seiffarth[at]uni-weimar.de

Dipl.-Ing. (FH) Marc Hohmann
marc.hohmann[at]uni-weimar.de

Hier finden Sie weitere Details.

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