Bei einem Auslandsstudium müssen Sie grundsätzlich mit folgenden höheren Kosten rechnen:

  • Studiengebühren (nicht beim Austauschstudium),
  • Fahrtkosten zum und am Hochschulort,
  • Sprachkurse,
  • Wohnraum (meistens höher als in Deutschland, besonders als in Weimar),
  • zusätzliche Kosten für Krankenversicherung und Vorsorgemaßnahmen (z.B. Impfung),
  • erhöhte Kosten der Lebenshaltung,
  • Semesterbeiträge und Gebühren.

Beachten Sie, dass in einigen Ländern ein Finanzierungsnachweis für das Studium gefordert wird, der beispielsweise bei der Beantragung eines Studenten-Visums (J-1 Austauschvisum für die USA) oder der zuständigen Ausländerbehörde vorgelegt werden muss.

Wichtigste Formen der Förderung von Auslandsaufenthalten

1. Die Bauhaus-Universität Weimar fördert das Auslands-Teilstudium ihrer Studierenden (Austauschstudium) durch:

  • die Teilnahme am ERASMUS-Programm der Europäischen Union und die damit verbundene Befreiung von Studiengebühren sowie den ERASMUS-Mobilitätszuschuss,
  • den Abschluss von Vereinbarungen über den Studierendenaustausch mit Ländern außerhalb der Europäischen Union und  die damit verbundene Befreiung oder Reduzierung von Studiengebühren.
  • PROMOS Stipendien für Studienaufenthalte (Austausch oder Free Mover) außerhalb des ERASMUS-Programms

Achten Sie bei den Ausschreibungen auf die entsprechenden Informationen.

2. Auslands-BAföG (siehe unten)

3. Bildungskredit (siehe unten)

4. weitere fach- und länderbezogene Fördermöglichkeiten:

Hinweis: Bitte überschätzen Sie nicht die Möglichkeiten, ein Stipendium für den Auslandsaufenthalt zu erhalten und beachten Sie den zwingend erforderlichen Vorlauf bis zu 12 Monaten. Sie benötigen Empfehlungen bzw. Gutachten von Hochschullehrern und/oder Zusagen von Betreuern an der Gasthochschule, die langfristig eingeholt werden müssen.
Sie müssen bei der Planung Ihres Auslandsaufenthalts durchaus damit rechnen, dass Ihr Antrag wegen der Fülle der Anträge und der begrenzten Geldmittel oder auch aus fachlichen Gründen nicht positiv beschieden wird!

Zur Unterstützung von Studierenden sowie von Schülerinnen und Schülern in fortge­schrittenen Ausbildungsphasen wird im Rahmen des Bildungskreditprogramms ein zeitlich befristeter, zinsgünstiger Kredit zur Ausbildungs­finanzierung angeboten. Er steht neben oder zusätzlich zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zur Verfügung.

Das Bildungskreditprogramm ist eine weitere Möglichkeit der Ausbildungsfinanzierung, die ergänzend zum BAföG zur Verfügung steht. Der Bildungskredit ist von Einkommen und Vermögen der Auszubildenden oder ihrer Eltern unabhängig. Eine Bonitätsprüfung erfolgt nicht.

Das Programm sieht vor, dass der Bildungskredit monatlich im Voraus in Raten von 100, 200 oder 300 Euro durch die KfW ausbezahlt wird. Andere Optionen sind jedoch möglich.
(Quelle: www.bafoeg.bmbf.de)

Die Leistungen bei einer Ausbildung im Ausland umfassen nach der BAföG-Auslandszuschlagsverordnung zusätzlich zu den Bedarfssätzen für nicht bei den Eltern wohnende Auszubildende

  • die notwendigen Studiengebühren (bis zu 4.600 € je Studienjahr),
  • Reisekosten,
  • ggf. einen Zusatzbetrag für die Kosten der Krankenversicherung
  • sowie für Ausbildungen außerhalb der EU einen Auslandszuschlag, dessen Höhe nach Ländern unterschiedlich festgesetzt worden ist (zwischen 60 und 450 € monatlich).

Die Leistungen nach der BAföG-Auslandszuschlagsverordnung werden prinzipiell in voller Höhe als Zuschuss geleistet, brauchen also später nicht zurückgezahlt werden. Die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland können dazu führen, dass auch solche Studierende während eines Auslandsaufenthaltes gefördert werden, die im Inland wegen der Höhe des Einkommens ihrer Eltern keine Förderung erhalten. Wichtige Hinweise finden Sie auf der Website des BaföG-Rechners.

Voraussetzungen für den Erhalt von Auslands-BAföG:

  • Abschluss zumindest der ersten beiden Semester an einer deutschen Hochschule
  • Anerkennung der ausländischen Hochschule als der deutschen Hochschule gleichwertig
  • Ausreichende Sprachkenntnisse der Unterrichts- und Landessprache
  • Ein Studium im Ausland soll der hiesigen Ausbildung förderlich sein, d.h. die im Ausland erlangten Studienleistungen sollten zumindest teilweise an der Heimathochschule angerechnet werden können.
  • Mindestdauer des Auslandsstudiums 6 Monate

Diese Voraussetzungen gelten nicht im im Rahmen des SOKRATES/ERASMUS-Programms!

Anträge auf Förderung einer Auslandsausbildung sind mit Formblatt 6 bei bestimmten Ämtern für Ausbildungsförderung zu stellen, die auch Auskünfte zur Auslandsförderung erteilen. Welches Amt für Sie im Einzelfall zuständig ist, erfahren Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Die Anträge sind in jedem Fall mindestens sechs Monate vor Beginn des Ausbildungsabschnitts zu stellen.