Der Schwerpunkt »Kulturwissenschaftliche Medienforschung« untersucht Themen wie die Mediatisierung, Digitalisierung und Globalisierung in modernen Lebenswelten: Wie wirken technische Systeme und Apparaturen der Beobachtung, Aufzeichnung, Verarbeitung und Verbreitung zusammen und welchen Einfluss haben kulturelle Systeme des Verhaltens, des Wissens und Erkennens sowie allgemein der Sinnproduktion darauf? Aufgabe der Kulturwissenschaftlichen Medienforschung ist es, diese Prozesse und Zusammenhänge durch historische, analytische und theoretische Überlegungen greifbar und verstehbar zu machen. Dafür müssen zunächst historische und systematische Wissensbestände integriert und in gleichberechtigter Zusammenführung weitergedacht werden. Verschiedene Untersuchungsebenen von der Einzelmedienforschung und -analyse bis hin zu Gesellschaftstheorie, Kulturgeschichte und Medientheorie werden dabei einbezogen.

Ausgewählte Projekte:

Ausgewählte Projekte (abgeschlossen):

  • DFG-Projekt im SPP 1505: Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels

 

 

6,2 Mio. Euro für das IKKM

Das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) wird das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) für weitere vier Jahre mit 6,2 Mio. Euro fördern. Nachdem die erste Förderphase des Kollegs bereits im vergangenen Jahr von einer internationalen Gutachter_innenkommission evaluiert worden war, folgte nun die offizielle Finanzierungszusage. Das IKKM ist neben dem Kolleg in Bochum eines der ersten Käte Hamburger Kollegs gewesen, die 2008 die Arbeit aufnahmen.

Bereits im Mai begann am IKKM die Arbeit an dessen zweitem Forschungsprogramm »Operative Ontologien«, mit dem die Arbeit der ersten sechs Jahre fortgesetzt und thematisch zugespitzt wird. Die ersten Fellows zu diesem neuen Themengebiet waren im zu Ende gehenden Sommersemester schon in Weimar.

Die Käte Hamburger Kollegs wirken profilbildend in den Geisteswissenschaften und geben herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Freiraum für ihre selbstgewählten Fragestellungen. Sie sind internationale Gastgeber und haben die Möglichkeit, auf ihrem Fachgebiet die weltweit wichtigsten und interessantesten Köpfe zu einem Forschungsaufenthalt am Kolleg einzuladen.

»Mit den Käte Hamburger Kollegs ist eine neue Größe in den Geisteswissenschaften entstanden, die auch international für Sichtbarkeit sorgt«, sagte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, anlässlich des Starts der zweiten Förderphase. »Wir werden diese starke Stellung nun ausbauen, grenzüberschreitende Netzwerke vertiefen und neue Impulse für die geisteswissenschaftliche Forschung setzen.«

http://www.ikkm-weimar.de/