hinter dem Hauptgebäudezur summaery2016 (Foto: Candy Welz)

In Weimar begründete Gropius das Bauhaus und am authentischen Gründungsort lebt es heute weiter – in einer modernen zeitgenössischen Universität. Zurzeit entsteht an der Bauhaus-Universität Weimar ein Programm für das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum, das einerseits die Geschichte des Bauhauses und der Universität und zum anderen das Denken und Handeln an einer international und interdisziplinär ausgerichteten Universität erleb- und erfahrbar macht.

Kern der Aktivitäten wird ab Herbst 2018 das Bauhaus-Semester sein, in dem neue, interdisziplinäre und experimentelle Studienangebote erprobt werden. Zudem wird eine renommierte Persönlichkeit für ein halbes Jahr eingeladen, innerhalb der Bauhaus-Gastprofessur zu forschen und mit Lehrprojekten und Vorträgen das Curriculum zu bereichern. Zudem wir es eine Reihe von Ausstellungen, Festen, Tagungen, Aktionen, Interventionen im öffentlichen Raum und Führungen geben, von denen die Universität einige mit ihrem eigens eingerichteten Bauhaus100-Fonds gefördert hat.

Das Bauhaus-Semester

Im Wintersemester 2018/2019 ruft die Bauhaus-Universität Weimar erstmals ein Bauhaus-Semester aus. Studierende und Lehrende sind herzlich eingeladen, ihre Visionen und Vorstellungen guter Lehre und innovativer Lernprojekte einzubringen und das Semester aktiv mitzugestalten.

Derzeit wird ein Programm innovativer Lehrveranstaltungen und Projekte vorbereitet. Wie vielfach von den Studierenden gewünscht, wird so ein transdisziplinäres und fakultätsübergreifendes Studium möglich, das Räume für neue Ideen und Ansätze eröffnet.

So soll es Lehrformate geben, die für Studierende anderer Disziplinen und Fakultäten geöffnet und inhaltlich sowie methodisch-didaktisch angepasst sind. Weitere Angebote setzen sich mit der Idee des historischen Bauhauses auseinander und laden zur Diskussion von Gegenwartsfragen ein.

Gastdozentinnen und -dozenten aus aller Welt sollen mit eigenen Inhalten und Lehrangeboten das Semester bereichern und bringen fachfremde Perspektiven ein. Auch eigene, selbstorganisierte studentische Lehrveranstaltungen und Projekte sind ausdrücklich erwünscht und sollen in das Bauhaus-Semester einfließen.

Der Tag der Lehre 2018 mit dem Titel "reflect I project" am 30. Mai 2018 bringt die Projekte und Angebote erstmals zusammen. Alle sind aufgefordert, eigene Ideen für Lehrprojekte vorzustellen und das Bauhaus-Semester dadurch schon jetzt mitzugestalten:

www.uni-weimar.de/tagderlehre

»Bauhaus100-Fonds«-geförderte Projekte

Die Bauhaus-Universität Weimar hat für das Jubiläumsjahr 2019 einen Fonds für Projekte ausgelobt, die sich mit der Idee, der Geschichte, und der Entwicklung des Bauhauses auseinandersetzen und die themenspezifisch einen Beitrag zum Bauhaus-Jahr leisten. Anträge stellen konnten alle Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Professorinnen und Professoren und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar. Die Auswahl der geförderten Projekte ist beendet - eine Übersicht finden Sie hier:

1000 °C - Synergieeffekte von Glashandwerk und Produkt-Design

Projekt eingereicht von:

Prof. Gerrit Babtist und Meike Langer (Dipl.-Des.)
Professur Design und Management
Fakultät Gestaltung

Workshop- und Vortragsreihe zu Synergieeffekten von Glashandwerk und Produkt-Design in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerhochschulen und Glashütten

A Manifest of Practice - reset all audible visible tangible

Projekt eingereicht von:

Prof. Markus Weisbeck
Professur Grafikdesign
Fakultät Kunst und Gestaltung 

Aktualität des Bauhauses - Rezeptionen für eine zeitgemäße Bildung

Projekt eingereicht von:

Prof. Dipl.-­Ing. Bernd Rudolf
Professur für Bauformenlehre
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Prof. Dr. Andrea Dreyer
Professur für Kunst und ihre Didaktik
Fakultät Kunst und Gestaltung

Die geplante Publikation zielt auf die Frage nach dem aktuellen Bauhausgemäßen in der Lehre künstlerischer und gestalterischer Fächer sowie nach zeitgemäßen Professionalisierungsprozessen zukünftiger Künstler*innen, Gestalter*innen und Architekt*innen sowie Vermittler*innen. Angefragt werden Lehrende der Bauhaus Universität Weimar und jene anderer nationaler wie internationaler Kunst- und Gestaltungshochschulen. Ausgehend von den Bauhaus-Ideen sollen methodische Zugänge zur Annäherung an Fragen und Probleme der Zeit und deren Beantwortung bzw. Lösung diskutiert, entwickelt und deren Potentiale für eine zukunftsweisende ästhetisch Bildung der kommenden Generationen mit der Publikation in den öffentlichen Diskurs gestellt werden. Entstehen wird ein Kompendium zur künstlerischen Praxis an Kunsthochschulen und Universitäten, in dem auf Grundlage aktiver Diskurse die Positionen zur sog. ‚Bauhauspädagogik’ verhandelt werden. Perspektiven und Ziele einer Lehre künstlerischer Praxis sollen in einem möglichst breit aufgespannten Stimmenfeld erarbeitet werden. Neueste Aspekte der Kommunikationsforschung, der Raumforschung, der Erinnerungskultur sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten werden thematisiert, indem sich Kunsthochschul-Lehrende aus dem gesamten Bundesgebiet dazu äußern. Angefragt werden Lehrende der Bauhaus Universität Weimar und nationale wie internationale Künstler*innen (aus Bildhauerei, Malerei, Konzept, Raum-Installation, Fotografie, Video, Performance) Produkt- und Visuelle Kommunikations-Designer*innen, Architekt*innen, Medien-Designer*innen. Anhand der von Francis Zeischegg verantworteten und der den Befragungsprozess begleitenden künstlerischen Projekte, an der Fakultät Kunst und Gestaltung, werden Beispiele dokumentiert, die sich prinzipiell an der Lehre des Bauhaus orientieren, jedoch mit zeitgemäßen Mitteln und Inhalten nach neuen Vermittlungsformen und Verknüpfungen suchen. Das künstlerische Forschungsformat wird im Zeitraum von 10/2017 - 09/2019 realisiert und durch Forschungsseminar im Sinne des oben skizzierten Gedankens der Vereinigung von Kunst und Wissenschaft begleitet. Diese zielen auf die Untersuchung und qualitative Erhebung zeitgenössischer Positionen zum Bauhaus sowie zum Bauhausgemäßen in der Kunst und der Lehre und auf die Evaluation von Erkenntnisprozessen.

Bach am Bauhaus

Projekt eingereicht von:

Dr. phil. Alexander Grychtolik und Aleksandra Grychtolik
Promotionsabschluss an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte
Fakultät für Architektur und Urbanistik

www.grychtolik.com

Zahlreiche Maler am jungen Weimarer Bauhaus schätzten die Musik Johann Sebastian Bachs als eine wichtige Inspirationsquelle, u. a. auf ihrer Suche nach konstruktiven Prinzipien abstrakter Kunst. Vertreter wie Itten, Feininger, Klee und Kandinsky schufen in Weimar nicht nur von Bach beeinflusste Gemälde und Skulpturen, sondern komponierten sogar eigene, durch Bachs Werke angeregte Stücke (z. B. Lyonel Feiningers Fugen). 

Die Cembalisten Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik (Architektur-Alumnus der Bauhaus-Universität Weimar) widmen sich anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 der Musik J. S. Bachs und ihrer Rezeption durch die  Bauhaus-Künstler. Das Konzert beinhaltet nicht nur Werke von J. S. Bach und Lyonel Feininger sowie Texte und Bilder von Bauhaus-Malern zu Bachs Musik, sondern die koreanische Komponistin Huiyeong Bang hat zu vier ausgewählten Bach-Gemälden von Bauhaus-Malern auch sogenannte „Miniaturen” komponiert, welche die experimentellen Bauhaus-Ansätze gleichsam in die Gegenwart transformieren sollen. 

Bauhaus/Haifa/Erfurt - the common heritage

Projekt eingereicht von:

Dr.-Ing. Mark Escherich
Professur Denkmalpflege und Baugeschichte
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Hochschulpartner:

Dr. Ines Weizman
Jun.-Prof. Architekturtheorie
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Prof. Hermann Stamm
Professur Fotografie
Fakultät für Kunst und Gestaltung

https://www.uni-weimar.de/de/kunst-und-gestaltung/professuren/experimentelles-radio/personen/nathalie-singer/

Die Summer School bildet den zentralen Kern eines Lehr- und Ausstellungsprojektes, das mit einem Projektseminar im Wintersemester 2017/18 beginnt und im Sommersemester 2018 mit Ausstellungspräsentationen in Erfurt und Haifa sowie einem Begleitkatalog abgeschlossen wird. An beiden Orten, die seit 2000 eine Städtepartnerschaft verbindet, schlummert die architektonische Moderne der 1920er und 1930er Jahre einer Wiederentdeckung entgegen. Das geplante Lehr- und Ausstellungsprojektes will mittels einer fotokünstlerischarchitekturhistorischen Zusammenschau das jeweils Eigene, aber auch die Gemeinsamkeiten dieses Erbes herausarbeiten und bekannt machen. Das 100. Bauhaus-Jubiläum sorgt für einen starken multiplikatorischen Rahmen. 

Die dreiwöchige Summer School im März 2018 unterteilt sich in die betreute studentische Arbeit auf den Gebieten der Baugeschichte und der Architekturfotografie Haifas, die schließlich direkt in Ausstellung und Katalog einfließen wird, und in ein Qualifizierungsprogramm. In dessen Rahmen werden von israelischen und deutschen Dozenten Lektionen und Übungen durchgeführt, welche die Arbeit am Projektthema unterstützen.

Verantwortet wird das semesterübergreifende Lehr- und Ausstellungsprojekt von den beiden Professuren Architekturtheorie und Denkmalpflege und Baugeschichte. Kooperationspartner ist die Professur Fotografie der Fakultät Kunst und Gestaltung.

BAUHAUS-STUDIO 100

BAUHAUS-STUDIO 100

Projekt eingereicht von Dipl. Des. HP Grossmann

Projektteam:

Dipl. Des. Canan Yilmaz

Prof. Wolfgang Sattler 

Dipl.Des. HP Grossmann 

Dipl. Ing. Stefan Kraus

www.bauhausstudio100.de

Studio 100 ist eine aussergewöhnliche Bauhaus-Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Bauhaus Jubiläums. Die Ausstellung wird 100 Tage lang 100 Akteuere (Künstler, Designer, Gestalter, Architekten, Bauingenieure, Performancekünstler und Musiker) präsentieren. Sie zeigt Werke, die von Alumnis und den aktuell Studierenden der zeitgenössischen Designschulen, welche sich in der Tradition des Bauhauses sehen. Begleitet wird sie von Lesungen/Manifesten, Podiumsvorträgen und Performances, für welche die kleine Bauhaus-Bühne ins Leben gerufen wird. Der Projektname verweist auf die unbändige künstlerische Energie, Synergie und kreativen Aktionismus in 100 Jahren Bauhaus.

Für dieses Projekt ist eine Kooperation mit dem Archiv der HFG Ulm und dem PRATT Institute Brooklyn in New York angedacht, um eine internationale und überregionale Verbindung zur zeitgenössischen Kunst und aktuellen Entwicklungen im Design herzustellen. Diese drei Institutionen werden gemeinsam, nebeneinander oder vermischt den jungen Spirit des Bauhauses präsentieren und neu publik machen. Mit dieser Verbindung/Ausstellungstour wird international und überregional auf das 100-jährige Jubiläum in Weimar verwiesen. Desweiteren soll durch die Ausstellungsorte an der Bauhaus Uni Weimar, der Kunsthalle Harry Graf Kessler, dem Bauhaus Atelier, der Neufert Box in Gelmeroda und den Ausstellungsräumen im Gaswerk Weimar der Bogen über die ganze Stadt Weimar gespannt werden. 

bauhaus - resonanz

Projekt eingereicht von:

Prof. Dipl.-­Ing. Bernd Rudolf
Professur für Bauformenlehre
Fakultät für Architektur und Urbanistik

In Vorbereitung eines Forums im Rahmen der internationalen Design-Woche Peking im Areal 798 in 2019 mit dem Titel „bauhaus = impuls + resonanz“ wird für den September 2017 eine Ausstellung konzipiert, die auf die Vermittlung der Ideen- und Rezeptionsgeschichte des frühen Bauhaus zielt. Im Jahr 2019 soll daraus eine umfassende Ausstellung der Reflexion der Bauhaus-Impulse an verschiedenen internationalen Standorten unter maßgeblicher Beteiligung der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt werden.

Between the Private and Public Domains

Projekt eingereicht von:

Ronny Schüler (Dipl.-Ing.)
Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur
Fakultät Architektur und Urbanistik

»Between the Private and Public Domains in Bauhaus and International Style Buildings in Tel Aviv«: Ausstellung u.a. mit Fotografien zu Migrations- und moderner Baugeschichte in Israel mit Präsentation in Weimar und Berlin in Zusammenarbeit mit Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.

DENKRAUM BAUHAUS

6. Internationales Symposium zur Architekturvermittlung
Bundeskongress der Kunstpädagogen

Projekt eingereicht von:

Prof. Dipl.-­Ing. Bernd Rudolf
Professur für Bauformenlehre
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Prof. Dr. Andrea Dreyer
Professur für Kunst und ihre Didaktik
Fakultät Kunst und Gestaltung

Die Frage nach einer zeitgemäßen Pädagogik für eine nachwachsende Generation und die verantwortlichen Positionen von Architekten, Künstlern und Gestaltern in Bezug auf eine Erziehung zu Mündigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe stehen im Zentrum des disziplinen-übergreifenden Diskurses über die Aktualität der Utopien und der Pädagogik des Bauhauses in ihrer Rezeption für eine zeitgemäße Bildung, denen sich die Teilnehmenden auf dem geplanten BUKO 2019 stellen sollen. Durch eine Think Tank mit namhaften Experten inhaltlich vorbereitet, verspricht der Kongress einen wichtigen Beitrag zum Diskurs über die professionelle Qualifizierung Künstler*innen, Gestalter*innen und Architekt*innen sowie Vermittler*innen zu leisten. Das internationale Symposium zur Kunst- und Architekturvermittlung, dass auf eine erfolgreiche Tagungsreihe der Fakultäten Kunst und Gestaltung wie Architektur und Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar gründet, wird 2019 als Bundeskongresses der Kunstpädagogen und Kunstvermittler ausgerichtet. Aus nationalen wie internationalen Kontexten sind 300 schulische und außerschulische Vermittler ebenso zu erwarten wie Hochschullehrende für Architektur, Gestaltung und Kunst, die in einen produktiven Diskurs über die zeitgemäßen Ansätze des historischen Bauhauses für die Lehre in Hochschule, Schule und außerschulischen Kontexten treten sollen. Erstmalig sollen Grundgedanken des Bauhauses und deren zeitgemäße Rezeption in der künstlerischen, gestalterischen und entwerferischen Lehre an Universitäten und Akademien, national wie international, diskutiert werden. Vom 27. bis 29.09.2019 findet der Kongress statt. Aufgrund des Anspruches eines disziplinenübergreifenden internationalen Diskurses und die Einbindung aktueller Lehrpositionen an der Bauhaus-Universität Weimar leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag für deren Sichtbarkeit.

Collect Bauhaus

Projekt eingereicht von:

Jascha Fibich
3. Semester, Bachelor für Visuelle Kommunikation
Fakultät Kunst und Gestaltung

Was ist aus dem Bauhaus und seinen Originalen geworden? Jascha Fibich hat es sich zum Ziel gesetzt, Kunstgegenstände aus der Vergangenheit bei Antik-Händlern und Kunstsammlern aufzustöbern und sich nicht nur kritisch mit ihrer Inszenierung zu beschäftigen, sondern auch individuelle Bezüge und Geschichten der Sammler in Zusammenhang mit dem Bauhaus-Design fotografisch aufzuarbeiten. Präsentiert werden sollen die Ergebnisse seiner Recherche, die sich über verschiedene europäische Städte mit herausragenden Markttraditionen ausdehnen wird, in einer Ausstellung zum Bauhaus-Jubiläum 2019.

Jascha Fibich freut sich über Informationen und Kontakte zum Thema an jascha.fibich[at]uni-weimar.de.

Das Digitale Bauhaus-Orchester

Projekt eingereicht von:

Dr. Teresa Carrasco
Professur Elektroakustische Komposition und Klanggestaltung (SeaM)
Fakultät Kunst und Gestaltung

Forschungsgruppe  »AudioLab« und Konzertreihe  »100 Jahre Musik Bauhaus« in Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Einführungskurs WiSe 2018/19

Projekt eingereicht von:

Prof. Dipl.-­Ing. Bernd Rudolf
Professur für Bauformenlehre
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Ein Einführungskurs im universitären Sinne bietet eine Brücke zwischen den differenzierten Ausbildungsbiographien der Erstsemester und den Herausforderungen universitärer Formate der Lehre und Forschung. In ihm werden sowohl die fachspezifischen Kulturtechniken trainiert, als auch Standards der künstlerischen und wissenschaftlichen Präsentation in der Öffentlichkeit vorbereitet. Das gegenseitige Kennenlernen und die spielerische Aneignung des Studienortes sind eine nicht zu unterschätzende Qualität, die nachfolgende Schritte wesentlich erleichtert. Die betreuenden Professuren in den verschiedenen Studiengängen adaptieren das Format zu Gunsten einer sinnvollen und nachhaltigen Ergänzung ihres bestehenden Curriculums.

The Matter of Data

Projekt eingereicht von:

Prof. Ines Weizman
Juniorprofessur Architekturtheorie
Fakultät Architektur und Urbanistik

Flucht in die Moderne. Vom Bauhaus nach Großbritannien und Palästina - Die Geschichte der unmittelbaren Wege von Bauhäuslern ins Exil ist in einem solchen Umfang noch nicht untersucht worden: Die Dreiecksbeziehung zwischen Deutschland, Großbritannien und Palästina soll in einer Ausstellung anhand von Film-und Archivstudien nachgezeichnet werden. Aufbauend auf der langjährigen Forschung an der Juniorprofessur Architekturtheorie zu deutsch-jüdischen Architekten in Großbritannien und Palästina soll hier besonders Augenmerkt auf die Netzwerke um Architekten und Künstler des Bauhauses (Weimar, Dessau, Berlin) gelegt werden. In dokumentarischen Porträts von ArchitektInnen* und ihren Architekturen sollen Werdegänge und Konflikte des künstlerischen Schaffens in den Ländern des Exils beziehungsweise in ihren neuen Heimaten festgehalten und rekonstruiert werden.

Kooperationspartner in London werden die AA und die RIBA sein. In Tel Aviv werden wir mit dem ‘White City Centre’ zusammenarbeiten. Mit beiden Kooperationspartnern gibt es bereits Absprachen zu einem Veranstaltungsprojekt sowie Räume für Ausstellungen, die 2019 stattfinden können. Durch die Zusammenarbeit mit Filmemachern und Dokumentarfilmern am Centre for Documentary Architecture wird das Ausstellngsprojekt angemessen betreut werden.

Forms Follows Formulation

Projekt eingereicht von:

Prof. Tom Lahmer
Professur Stochastik und Optimierung
Fakultät Bauingenieurswesen

Offene Lehrveranstaltung für alle Masterstudiengänge
zum Thema Design und Mathematik

Kollektiv Kubik

Projekt eingereicht von:

Henriette Abitz
henriette.abitz@uni-weimar.de

Wiebke Mueller
wiebke.mueller@uni-weimar.de

www.kollektivkubik.de

Das Kollektiv Kubik ist ein Netzwerk aus Akteuren, die Handlungsspielräume erkunden und erweitern. Innerhalb einer interdisziplinären und kollektiven Projekt- und Aktionsreihe gilt es mit den Mitteln des Designs und den Erfahrungen weiterer Spezialisten den Blick für die eigene Umwelt bewusst zu öffnen und
gesellschaftliche Weiterentwicklung aktiv anzugehen. In temporären Aktionen werden gesellschaftliche Fragen auf künstlerisch-gestalterische Art und Weise herausgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden mögliche Lösungsspektren erarbeitet werden.

Eine erste Aktion ist für Mitte August 2018 angedacht. Gemeinsam mit den Partnern der Diakonie Tafel+, sowie dem Jugendclub Waggong wird ein ‚Pop-Up Space‘ entwickelt, um einen öffentlichen Raum zu
bespielen. Darauf vorbereitend werden an den zwei Tagen zuvor künstlerisch-gestalterische Workshops stattfinden. Die Teilnehmenden setzen sich mit dem Kollektivgedanken des damaligen Bauhauses
auseinander und schaffen Bezüge zu unserem Leben im Jetzt. Die Ergebnisse werden im ‚Pop-Up Space‘ mit der Öffentlichkeit zusammengebracht: Als Ausstellung, performativ, interaktiv oder auch provokativ.

Bis zum Bauhausjahr 2019 wird das Netzwerk der Akteure und Kooperationspartner verdichtet und alle Entwicklungsansätze in einer Gesamtveranstaltung und Ausstellung sichtbar gemacht.

Kulturförderung studentischer Projekte über den StuKo

Projekt eingereicht von:

Studierendenkonvent (StuKo) der Bauhaus-Universität Weimar

Beantragt wurde ein Sonderfördertopf für Projekte zum Thema Bauhaus100. Der Kulturförderausschuss als Referat des Studierendenkonvents entscheidet über eine Mittelvergabe für Projektanträge außerhalb regulärer Veranstaltungen, u.a. für Themenabende, Lehrveranstaltungen und Ausstellungen zum Bauhaus-Jubiläum 2019.

Materie Neu Denken

Projekt eingereicht von:

Prof. Dr.-Ing. Eckhard Kraft
Professur für Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft
Fakultät Bauingenieurwesen

Beteiligte:

Prof. Liz Bachhuber
Professur für Freie Kunst
Fakultät Kunst und Gestaltung

Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong
Professur für Technologien urbaner Stromnutzung
Fakultät Bauingenieurwesen

Der Wert von Gebrauchtem. Gerade die besondere Konstellation der Bauhaus-Universität Weimar hat dazu geführt, dass in den letzten 20 Jahren spannende gemeinsame Projekte von Künstlern - die sich mit dem Fundstück auseinandersetzen – und Umweltingenieuren - die sich mit Infrastruktur für Abfall und Wasser beschäftigen - realisiert wurden. Diese Tradition soll fortgeführt werden. Die Erkenntnisse werden aufgegriffen und vertieft, Arbeitsweisen und Erkenntnisse werden dokumentiert und publiziert. Ein fakultätsübergreifendes, studierendenzentriertes Vorhaben.

Inhaltliche Ziele des Projektes sind die Vermittlung des Wertes von gebrauchtem Material, das immer noch als Müll, Abfall, Abwasser bezeichnet wird, und die Auseinandersetzung mit und Versinnbildlichung der ständigen Veränderung und Transformation des Materials. Im Vorhaben soll ein neuer Zugang zu diesem Material gefunden werden, der es ermöglicht, Wahrnehmung und Perspektive zu modifizieren und gesellschaftliche Veränderungen anzuregen. Nach innen gerichtet zielt das Vorhaben darauf ab, Arbeitsweisen von Ingenieuren und Künstlern zu erforschen und zu verbinden und so Mehrwert für beide in der Ausbildung, als auch später in professioneller Tätigkeit zu schaffen. Nach außen sollen Arbeitsweisen, Erkenntnisse und Ergebnisse einer nationalen und internationalen Öffentlichkeit vermittelt werden.

Welche Fundstücke aus der eigenen Biografie und Lebenswelt können in diesem Kontext künstlerisch verarbeitet werden und inwieweit kann selbst das Kunstwerk ökologisch verwertbar, bzw. „green“ sein? Welchen Standpunkt kann man als Künstler einnehmen und welche neuen Fragen können evoziert werden? Überlegungen wie diese sollen den Studierenden im kommenden Semester helfen, in begleitenden Workshops, wie „Zeichnerische Wahrnehmungsübungen“, sowohl das Politische als auch das Poetische in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Thema zu verknüpfen, vertiefen und sich so klar zu positionieren. Gleichzeitig werden interaktive Prozesse angestrengt: Akteurskommunikation und Konstellationsanalyse. Die Ingenieure werden Bilanzierungs- und Bewertungstools einbringen. Es entsteht ein Prozess zu neuen Begriffswelten: ein künstlerisch-ingenieurtechnisches Wörterbuch. Für die Institution entsteht ein neues, dokumentiertes Format der fakultätsübergreifenden, lehrinduzierten Zusammenarbeit. Die Ergebnisse sollen in einer Wanderausstellung- auch unternational-präsentiert werden.

NEXT100

Projekt eingereicht von:

Prof. Wolfgang Sattler
Dekan Fakultät Kunst & Gestaltung

Projektkoordination:

Brian Bixby
Media Art & Design (MFA)
Fakultät Kunst & Gestaltung

Jeffers Egan
Media Art & Design (MFA)
Fakultät Kunst & Gestaltung

Kristian Gohlke
PhD-Student
Fakultät Medien


NEXT100
ist ein partizipatives Projektvorhaben für das Bauhaus Jubiläumsjahr 2019 in Weimar. Eine kuratierte Reihe von Kollaborationsformaten und Veranstaltungen macht ein künstlerisch-/gestalterisches Milieu sichtbar und erfahrbar, dass sich – im Kontext aktueller Technologien und Ausdrucksmittel – praktisch, kritisch und vorwärtsgerichtet mit der Entwicklung von Fragestellungen für die nächsten 100 Jahren Bauhaus auseinandersetzt.  

Das Plattformprojekt NEXT100 versammelt namhafte und aufstrebende intermediale Gestalterpersönlichkeiten und technologieaffine Künstler am Ursprungsort des Bauhaus in Weimar und bietet als Kollaborationsplattform Raum für die Entwicklung neuer künstlerischer Werke und gestalterischer Positionen.

Den konzeptuellen Ausgangspunkt für NEXT100 bildet die Rolle des Menschen als Akteur und Schöpfer flüchtig-digitaler Handlungsräume und deren Potential zur physischen Manifestation – die avantgardistische Erkundung der Wechselwirkungen von Mensch, Technologie und Gesellschaft im Kontext des Zeitgeschehens.

In medienübergreifenden Ausstellungsformaten, Installationen, Live-Performances, Diskursplattformen, medialen Interventionen im öffentlichen Raum, Vorträgen und Publikationen werden die Beiträge der NEXT100 Projektkollaborationen aufbereitet, erlebbar gemacht und zum Diskurs gestellt.   

Eine umfassende Begleitpublikation zu NEXT100 mit Textbeiträgen namhafter Künstler, Medientheoretiker und Technologieschaffender markiert Positionen und schafft – als Dokumentation jenseits des Flüchtigen – eine Grundlage für fortlaufende Diskurse über das Jubiläumsjahr hinaus. Die Publikation wird Ergänzt durch inhaltliche Beiträge z.B. Gespräche und Interviews mit einer Reihe ausgewählter Künstler, Kuratoren, Filmemacher, Gestalter und Architekten sowie weitere Gastbeiträge. Exklusive Textbeiträge, u.a. von John Maeda (MIT / Autor: The Laws of Simplicity, etc.) für NEXT100 liegt bereits vor, weitere namhafte Personen haben bereits Beiträge zugesagt. Das Buch wirkt als Leitfaden, als Manifest – und gibt aus der Perspektive der Gegenwart einen Ausblick auf die Zukunft – NEXT 100.

Online-Publikation zum Bauhaus-Kolloquium

Projekt eingereicht von:

Prof. Ines Weizman
Juniorprofessur Architekturtheorie
Fakultät Architektur und Urbanistik

Die Ausstellung, die im Herbst 2016 während des Internationalen Bauhaus-Kolloquiums gezeigt wurde, eröffnete einen Rückblick auf die Themen der Internationalen Bauhaus-Kolloquien von 1976 bis 2016. Anhand von Dokumenten, Fotografien und Gesprächen mit Organisatoren, Referenten und Gästen wurde an die 40-jährige Geschichte dieser renommierten Konferenz erinnert.

Die präsentierten Dokumente sollen nun in einer Online-Publikation auf der Webseite der Universität integriert werden, um die Geschichte des Bauhaus-Kolloquiums aber auch die Bedeutung der durch diese Konferenz angeregte Bauhausrezeption international sichtbar zu machen. Diese Webseite soll sowohl auf deutsch als auch auf englisch auf der Universitätswebseite präsentiert werden und damit auf die bereits langfristig angelete Auseinandersetzung der Universität mit der Bauhaus-Geschichte verweisen. Sie soll aber auch dem Internationalen Bauhaus-Kolloquium 2019 einen Rückblick auf die vorhergegangen Veranstaltungen bieten.

Phosphorus Donation

Projekt eingereicht von:

Sylvia Debit (M.F.A. Nachhaltige Produktkulturen), Michel Riechmann (Stud. M.Sc. Umweltingenieurwissenschaften) und Anniek Vetter (M.F.A. Nachhaltige Produktkulturen)

Unterstützt von:
Prof. Dr. Jörg Londong

Gründerwerkstatt neudeli: Fellows WiSe 2016/17

PHOSPHORUS DONATION: Interdisziplinäres Projekt in Kooperation mit externen Förderern für ein nachhaltiges Sanitärsystem, das eine Phosphorgewinnung ermöglicht

Die PHOSHORUS BANK / P-BANK ist ein Servicekonzept zur Bewusstseinsförderung der Phosphor- Verknappung und gleichzeitige Präsentationsplattform verschiedener technischer Lösungen aus dem Bereich der Neuartigen Sanitärsysteme (NASS).
Moderne Landwirtschaft bedient sich zusätzlicher Nährstoffe, vor allem Phosphor, um genügend zu produzieren. Phosphor wird zurzeit aus fossilen Ablagerungen gewonnen. In schätzungsweisen 50-100 Jahren werden sich diese Quellen jedoch auf einem sehr kritischen Niveau befinden.
Um die Nahrungsmittelversorgung der Zukunftsgenerationen zu sichern, müssen wir anfangen Techniken zu implementieren, welche die Nährstoffkreisläufe wieder schließen. Phosphor, aber auch weitere Nährstoffe, wie Stickstoff und Kalium können aus alternativen und nachhaltigen Quellen gewonnen werden. Und zwar mit Hilfe unseres Sanitärsystems!

Die P-BANK ist eine öffentliche Toilette, in der diese Wertstoffe gesammelt werden.
Im Gegenzug für die Phosphorspende ist die Toilettenbenutzung kostenlos!

Statt bloßem Entsorgen, ermöglichen diese alternativen Toiletten dem Besucher eine wertvolle Spende zu leisten. Durch diese Erfahrung entdeckt der Nutzer den Wert seines Urins.
Lediglich durch die Benutzung dieser Toilettenanlage erfahren die Besucher über die bevorstehende Phosphorknappheit und können selbst durch Nutzung des nachhaltigen Sanitärsystems Teil einer tragfähigen Lösung sein. Die P-BANK ermöglicht dabei nicht nur die Rückgewinnung von Ressourcen, sondern bietet ihrem Besucher gleichzeitig den gewohnten Komfort einer herkömmlichen Toilette.

Passend zum Stil eines „Spendenzentrums“ sind Hintergrund Informationen zu der P-BANK in der gesamten Einrichtung integriert. Interaktionsmomente in der Anlage werden genutzt um die Besucher über Details wie die Ursachen der Phosphorknappheit oder dessen schädliche Wirkung in Gewässern zu informieren.
Beispielsweise erklärt die Infografik auf dem Boden der Toilette den Phosphorkreislauf, der Spiegel über dem Waschbecken bietet dem Besucher einen Einblick in den Ressourcen-Rückgewinnungs-Prozess und beim Toilettenautomaten (3) kann sogar ein Päckchen Struvit erworben werden – ein aus dem eigenen gespendeten Phosphor hergestelltes Düngepulver.

Die kommunikative Gestaltung der Anlage ermöglicht es dem Besucher, den Wert seines Urins auf eine intuitive und charmante Art zu verstehen.
Das Ziel der P-BANK ist es, öffentliches Bewusstsein zu wecken und die Akzeptanz für nachhaltige Sanitärtechniken zu erhöhen. Die P-BANK führt die Gesellschaft auf eine praktische und engagierte Weise an sehr wichtige, aber relativ unbekannte Forschungsentwickelungen heran. Gleichzeitig bietet diese Spendenanlage die Möglichkeit, Feedback und Input zu sammeln um diese Forschung weiter zu entwickeln.

Spezifisch für die Bauhaus-Universität Weimar bedeutet das, dass die Forschung in den neuartigen Sanitärsystemen (NASS), welche momentan versteckt in den Laboren stattfindet, durch die Zusammenarbeit von mehreren Disziplinen an der Universität ins Licht gerückt wird.

Publikation zum XIII. Internationalen Bauhaus-Kolloquium »Dust and Data«

Projekt eingereicht von:

Prof. Ines Weizman
Juniorprofessur Architekturtheorie
Fakultät Architektur und Urbanistik

Veröffentlichung von 40 Beiträgen zu neuer Bauhaus-Forschung und Lesarten der Bauhaus-Geschichte hervorgegangen aus dem XIII. Internationalen Bauhaus-Kolloquium »Dust and Data« 2016 im Rahmen des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung

Publikation zum Hannes-Meyer-Kolloquium

Projekt eingereicht von:

Prof. Max Welch Guerra
Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Veröffentlichung von Beiträgen international renommierter Forscher und Forscherinnen zum Hannes-Meyer-Kolloquium, welches Teil der Reihe "Weimarer Kontroversen" 2016 war und in Zusammenarbeit mit der Klassik-Stiftung Weimar realisiert wurde

Radiophonic Spaces. Ein akustischer Parcours durch die Radiokunst

Projekt eingereicht von:

Prof. Nathalie Singer
Professur für Experimentelles Radio
Fakultät Kunst und Gestaltung

Wie klingt ein Archiv der Radiokunst? Wie hören wir und wie konstituiert das Hören unser Wissen, unsere Erfahrung von Gegenwart und Welt?

Die Ausstellung „Radiophonic Spaces. Ein akustischer Parcours durch die Radiokunst“ ist begehbarer Radioraum, experimentelles Archiv, Studio und Bühne des Sounds zugleich. Das Projekt durchläuft drei verschiedene Stationen: Im Museum Tinguely in Basel, im Haus der Kulturen der Welt in Berlin und in der Universitätsbibliothek Weimar wird über den Zeitraum von eineinhalb Jahren die flüchtige Radiokunst räumlich und somit multisensuell erfahrbar gemacht.

Basierend auf den Ergebnissen eines mehrjährigen Forschungsprojekts konzipiert die Radioautorin und Professorin für experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar Nathalie Singer und ein Team von Radioforscher*innen einen Raum der Radiophonie, der vom Künstler, Architekt und Musiker Cevdet Erek gestaltet wird, der zuletzt durch seine Installation für den türkischen Pavillon auf der Venedig Biennale 2017 Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Vermittelt durch eine immersive Audio-Technologie lösen die Besucher*innen in der Ausstellung mit ihren Bewegungen im Raum wie menschliche Sendersuchnadeln einzelne Werke aus 100 Jahren Radiokunst aus. Dieser interaktive Teil der Ausstellung wird mit einem digitalen Nachschlagewerk verschränkt. Auf diese Weise können über 200 internationale Arbeiten aus der Geschichte der Radiokunst gehört und erforscht werden. Das Archiv umfasst Experimente, Produktionsformen und Kompositionsverfahren im, mit und für das Radio, seinen Apparaturen, Studiotechniken und Diskursen. Dabei werden historische und zeitgenössische Positionen in Beziehung zueinander gesetzt: Die Schallplattenversuche von László Moholy-Nagy treffen mit dem von Carl Sagan für die Voyager Sonde ausgewählten Signalen zusammen. John Cages Imaginary Landscapes erklingen neben Christoph Schlingensiefs Rocky Dutschke 68. Olaf Nicolai trifft auf Orson Welles, Eran Schaerf und Friederike Mayröcker treffen auf Stereo Total, Antonin Artaud, Ammer & Console, Michaela Melián u.v.a.

An jedem Ort findet außerdem ein individuell angepasstes Rahmen,- und Vermittlungsprogramm statt: als Live-Act produzieren die Rundfunkanstalten Hörstücke zeitgenössischer Radiokünstler, die vor Ort und im Äther auf die Inhalte des Parcours reagieren.

„Radiophonic Spaces“ verbindet erstmals die künstlerische Auseinandersetzung zur historischen und zeitgenössischen Radiokunst und Radiophonie mit wissenschaftlicher Forschung und reagiert damit auf die grundlegende Veränderung von Archiven, ihrer Verortung und Nutzung, die mit der Digitalisierung von Medienkunstbeständen einhergeht.

Studio Wägetechnik

Projekt eingereicht von:

Studio Wägetechnik

Rosalie Ratz
rosalie.ratz@uni-weimar.de

Peter Frenkel
peter.frenkel@uni-weimar.de

Ute Dreyer
ute.dreyer@uni-weimar.de

Das Studio Wägetechnik ist ein interdisziplinärer Arbeitsraum, welcher 2015 von 15 Architekturstudent*innen gegründet wurde. Im Laufe der Semester wurden die Räumlichkeiten unseren Bedürfnissen nach Arbeitsplätzen und einer Werkstatt angepasst und es schlossen sich Produktgestalter und Künstler an, um hier zu arbeiten oder eine Austellung vorzubereiten

Mittlerweile gibt es 15 Schreibtischplätze, eine Werkstatt und circa 50 qm Atelierfläche. Im großen Hauptraum ist Platz für Konzerte und Ausstellungen, die wir einige Male im Semester organisieren. Uns ist es wichtig, dass hier ein Austausch zwischen praktischem und theoretischem Arbeiten stattfindet und dass die Öffentlichkeit regelmäßig durch Veranstaltungen teilhaben kann.

Wir wollen, dass das Projekt zukunftsfähig wird, indem wir eine funktionierende und finanziell unabhängige Struktur schaffen, die jungen Künstler*innen, Gestalter*innen, Musiker*innen und Architekten*innen eine Plattform gibt, um zu arbeiten, sich auszutauschen und sich in Konzerten und Ausstellungen zu präsentieren.

In dem starken interdisziplinären Austausch und der Möglichkeit Theorie und Ausführung auf engen Raum zu vereinen sehen wir eine Parallele zum Bauhaus-Gedanken.

Sprechstunde für Bauhaus-Besucher

Projekt eingereicht von:

Prof. Dr. Steffen de Rudder
Vertretungsprofessur für Städtebau
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Für die im Jubiläumsjahr erwarteten Besucher wird die akademische Praxis der persönlichen Sprechstunde angeboten. In einer Aktionszeit stehen Universitätsmitglieder, die sich beteiligen möchten, in ihren Büros für Fragen über das Bauhaus zur Verfügung. Die Länge und Häufigkeit der Sprechstunden wird individuell festgelegt und mit Schildern an den Gebäuden oder Räumen kommuniziert.

Es ist nicht bekannt, was genau die Bauhaus-Touristen von ihrem Besuch erwarten, was sie antreibt, was sie wissen wollen und was sie schon wissen. Manche Besucher möchten nicht nur die Außenseite kennenlernen, sondern auch vom Innenleben erfahren. Darauf kann die persönliche Sprechstunde individuell reagieren.

Think Tank

Projekt eingereicht von:

Prof. Dipl.-­Ing. Bernd Rudolf
Professur für Bauformenlehre
Fakultät für Architektur und Urbanistik

Prof. Dr. Andrea Dreyer
Professur für Kunst und ihre Didaktik
Fakultät Kunst und Gestaltung

In der Auseinandersetzung mit Fragen, Ideen und Utopien des Bauhauses durch namhafte Experten aus Kunst, Gestaltung, Architektur, Technologie und Vermittlung soll im Rahmen einer Think Tank die zeitgenössische Relevanz identifizierter Themenschwerpunkte aus dem fachlich je spezifischen Blickwinkel diskutiert werden, sollen Desiderate identifiziert und Kernthesen bzw. Forschungsfragen formuliert werden. Die Ergebnisse sind Ausgangspunkt für die inhaltliche Ausgestaltung des geplanten BUKO 19 -  eines internationalen Kongresses zur Kunst- und Architekturvermittlung zum Thema: Aktualität der Bauhauses - Rezeptionen für eine zeitgemäße Bildung in Kunst, Gestaltung, Entwurf und Vermittlung. Namhafte Wissenschaftler, Künstler, Gestalter, Vermittler und Entwerfer werden themenbezogen zu einem disziplinenübergreifenden Diskurs eingeladen, um die zeitgenössische Relevanz der identifizierten Themenschwerpunkte aus dem Blickwinkel der je spezifischen Expertise heraus zu diskutieren, Desiderate zu identifizieren und Kernthesen bzw. Forschungsfragen zu formulieren. Den Themenschwerpunkten immanent ist stets die Frage nach den zeitgemäßen Formen ihrer Vermittlung unter Berücksichtigung der medialen Chancen und Risiken. Von einer Begegnung von Wissenschaftlern aus den Disziplinen Architektur, Design, Kunst, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Stadt- und Raumplanung, Materialforschung, Ökologie, Denkmalpflege, Geisteswissenschaften, Philosophie erwarten wir uns neue Forschungsimpulse, die über den derzeitigen Diskurs hinausgehen, zugleich aber auch die Formulierung von Anforderungen für eine zeitgemäße Bildung von Künstlern, Gestaltern und Architekten sowie Vermittlern an Hochschulen, von Ideen Betreff einer zeitgemäßen schulischen Bildung an Schulen und von Perspektiven einer zeitgemäßen kulturellen und künstlerischen Bildung.

Tokyo Research Project

Projekt eingereicht von:

Prof. Verena von Beckerath
Professur Entwerfen und Wohnungsbau
Fakultät Architektur und Urbanistik

Experimentelles und international ausgerichtetes Lehrforschungsprojekt in Kooperation mit der Waseda-Universität Tokio

Internationales Bauhaus-Kolloquium

Das Internationale Bauhaus-Kolloquium ist eine der ältesten Konferenzen zu Fragen der Theorie und Geschichte der Architektur im deutschsprachigen Raum.

100 Jahre nach Gründung des Bauhauses 1919 wird sich das 14. Internationale Bauhaus-Kolloquium vom 10. bis 12. April 2019 vertiefend mit der Geschichte des Bauhauses an dessen Wirkungsstätten Weimar, Dessau und Berlin sowie seiner internationalen Rezeption und Migration auseinandersetzen.

Im Jubiläumsjahr der Gründung des Bauhauses versammelt das Bauhaus-Kolloquium eine interdisziplinäre Gemeinschaft von Forschenden und hält kritische Rückschau auf die Anfänge und den historischen Kontext des Jahres 1919. Es beleuchtet die gesellschaftspolitische Einbettung des Bauhauses in die Globalgeschichte des 20. Jahrhunderts und fragt nach der Etablierung einer »Bauhaus-Architektur« als Stilkanon. Unausweichlich spiegelt uns die Geschichte des Bauhauses dabei auch Fragen und Problemstellungen zurück, welche die gestaltenden Disziplinen der Gegenwart betreffen.

Internationale Architektinnen, Stadtplanern, Künstlerinnen, Historikern, Gesellschaftswissenschaftlerinnen, Kunsttheoretikern und Medienwissenschaftlerinnen werden das historische Bauhaus mit der Gegenwart konfrontieren.

Bauhaus-Fest mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

»Republic of Spirits - Republik der Geister«

Die Weimarer Hochschulen feiern am 12. April 2019 das Jubiläum in ihren Hauptgebäuden: dem Fürstenhaus am Platz der Demokratie und in den Van-de-Velde-Bauten. Studierende beider Universitäten werden darin 20 Räume sowie das Tempelherrenhaus und den Verbindungsweg durch den Park multimedial bespielen. Das Fest verbindet Architektur mit Kunst und Musik, Bühne, Performance und Fest - wie es programmatisch für das Bauhaus war und damals von Meistern und Schüler gelebt wurde.

Im Bauhaus-Manifest von 1919 fordert Gropius: »Das Bauhaus erstrebt die Sammlung alles künstlerischen Schaffens zur Einheit (…)« Studierende und Lehrende befragen diesen Anspruch aus heutiger Perspektive und suchen eigene ästhetische Umsetzungen, die sie in Raum- und Klanginstallationen präsentieren. Ziel ist eine kreative vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Bauhaus-Erbe.

Vorbereitet wird das Bauhaus-Fest durch einen Ideenwettbewerb. Studierende beider Hochschulen sind eingeladen, in einem Call of Ideas ihre Konzepte für Installationen einzureichen. Eine Jury wählt aus, welche Ideen realisiert werden. Bereits im Wintersemester 2018/19 wird das Projekt in gemeinsamen Lehrveranstaltungen begleitet.

Die Bauhaus-Idee wird lebendig – und ganz im Sinne der Künstlerfeste, an die das Bauhaus auch anknüpfte, im Hier und Jetzt künstlerisch gefeiert!

Datum:
12. April 2019, ab 19 Uhr

Orte:
Fürstenhaus, Kunstschulgebäude-Ensemble Henry van de Veldes, Weg durch den Ilmpark und am Tempelherrenhaus

Bauhaus-Spaziergänge

Die studentisch geführten Bauhaus-Spaziergänge werden auch 2019 dazu einladen, die historischen Gründungsorte des Bauhauses zu entdecken. Die Guides, angehende Architektinnen, Bauingenieure, Kulturwissenschaftlerinnen oder Künstler, vermitteln den Gäste aus ihrer jeweiligen Perspektive die Historie der Bauhaus-Universität Weimar und erzählen, was es heißt, an diesem besonderen Ort zu studieren, zu lernen, zu leben und zu feiern. Für das Jubiläumsjahr wird die Universität zusätzliche Führungen in weiteren Sprachen und zu zusätzlichen Zeiten anbieten.

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