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Gespräch mit Dr. Alf Rößner, Prof. Björn Dahlem, Prof. Dr. Wolfgang Holler, Ulrike Theusner und Maria Socolowsky

Im Rahmen der Gesprächsreihe »Bauhaus. Mythos und Ressource. Weimarer Kontroversen 2018«

  • Datum: Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19.00 Uhr
  • Ort: Kunsthalle Harry Graf Kessler, Goetheplatz 9b, 99423 Weimar
  • Bereich:
    • Fakultät Architektur und Urbanistik
    • Universität
  • Art:
    • Vortrag/Vortragsreihe

Die heutige Kunsthalle Harry Graf Kessler wurde 1880 im Gebäude einer ehemaligen Ziegelei am heutigen Goetheplatz als »Permanente Kunstausstellung« gegründet. 1892 um den Oberlichtsaal mit venezianischer Fassade erweitert, entstand hier im Jahr 1903 das »Großherzogliche Museum für Kunst und Kunstgewerbe«, das von 1903 bis 1906 von Harry Graf Kessler geleitet wurde. In diesen Jahren wurden im Museum unter anderem französische Impressionisten in vielbeachteten Ausstellungen gezeigt und im Dezember 1903 der Künstlerbund gegründet. 1938 wurde der Komplex maßgeblich umgebaut: Die Fassade wurde reduziert und der Blick auf die Kunsthalle verstellt. Ab 1955 wurde das Gebäude wieder für Ausstellungen genutzt; im Jahr 2006 wurde es als Kunsthalle Harry Graf Kessler unter Leitung des Stadtmuseums Weimar und der städtischen Kulturdirektion wiedereröffnet. Ein Einblick in die Bedeutung als Treffpunkt der künstlerischen Avantgarde um die Jahrhundertwende, den Umbau als Teil der NS-Planungen für die Weimarer Innenstadt und die Potenziale der Ausstellungsräume für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Unter anderem mit Dr. Alf Rößner (Stadtmuseum Weimar), Prof. Björn Dahlem (Bauhaus-Universität Weimar), Prof. Dr. Wolfgang Holler (Generaldirektor Museen, Klassik Stiftung Weimar), Ulrike Theusner (Künstlerin, Weimar) und Maria Socolowsky (Weimar-Korrespondentin des MDR Thüringen, Moderation).

Zur Veranstaltungsreihe »Bauhaus. Mythos und Ressource. Weimarer Kontroversen 2018«

Die Moderne steht für eine umfassende Neuorientierung der Lebenswelt, für Veränderungen in Produktion, Politik und Gestaltung seit der Hochindustrialisierung. Diese Veränderungen erfuhren in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts eine kräftige Beschleunigung und fanden unter dem Kaiserreich, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der DDR und der BRD jeweils einen eigenen Ausdruck. In unseren Nachbarschaften haben sie bemerkenswerte Spuren hinterlassen und teilweise Jahrhunderte alte Strukturen überschrieben, während woanders nur noch Erinnerungen und Geschichten von den Veränderungen zeugen. Die diesjährigen Gesprächsrunden im Rahmen der Veranstaltungsreihe Weimarer Kontroversen widmen sich an mehreren Abenden dem Erbe der Moderne an verschiedenen Stätten in Weimar. Beispielhaft werden diese mit zentralen Fragestellungen der Moderneentwicklung verbunden. Im Gespräch kommen Zeitzeugen, Wissenschaftler, Architekten und Künstler zusammen. Historische, biografische oder bauliche Perspektiven erlauben ein komplexes Verständnis der vorgestellten Plätze oder Gebäude. Dabei wird nicht nur Historisches rekonstruiert, sondern auch Fragen nach der aktuellen Bedeutung und der zukünftigen Nutzung dieser Orte gestellt. Nicht zuletzt wird es um ihre Einbettung in eine weiter zu diskutierende Topographie der Moderne und die Entwicklung eines Quartiers der Moderne in Weimar gehen.

Eine Gesprächsreihe von Klassik Stiftung Weimar und Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung in Zusammenarbeit mit Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora /Bauhaus.Weimar.Moderne.Die Kunstfreunde e.V. 

Gefördert von der Staatskanzlei des Freistaates Thüringen, im Rahmen von Bauhaus100

Nähere Informationen: www.weimarer-kontroversen.deinfo[at]weimarer-kontroversen.de

Flyer aller Veranstaltungen zwischen November 2018 bis Januar 2019

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

 

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