summaery2026: Projekte

IL TETTO – Case Study House

Projektinformationen

eingereicht von
Pauline Rohländer

Mitwirkende
Janna Held, Max Holbein, Greta Kröger, Theo Lenz, Florian Thomas Lummel, Anna-Lina Motte, Tom Nitzsche, Tjark Scholz, Moritz Suhren, Olga Sulek, Elias Taillebois, Annica Trunk, Helena Walkenhorst, Paul Weck, Jakob Windisch

Lehrende
Prof. Bernd Schmutz, Thomas Back, Pauline Rohländer

Fakultät:
Architektur und Urbanistik

Studiengang:
Architektur (Master of Science (M.Sc.))

Art der Präsentation
Ausstellung

Semester
Sommersemester 2026

Ausstellungs- / Veranstaltungsort
  • Geschwister-Scholl-Straße 8 - Hauptgebäude / Main Building
    (Erdgeschoss)

Während der gesamten Öffnungszeiten der summaery verfügbar


Kooperationspartner:
Klassik Stiftung Weimar

Projektbeschreibung

Analog zum Film »Il tetto« (1956) von Vittorio de Sica bauen wir zusammen ein Dach. Im Garten von Haus Hohe Pappeln soll der Bestand mit gemeinschaftlichen Prozessen nutzbar gemacht werden: Ein vorhandener Schuppen mit ungeklärter Provenienz wird umgedeutet- und umgebaut, um das Gebäude zukünftig als aktive Infrastruktur in den Garten einzubinden, die mit ihrer Umwelt interagiert, neue Kreisläufe fördert und den Bestand Hohe Pappeln langfristig erweitert. Wir nutzen den Bestand, um durch das Weiterbauen in der Gruppe einen offenen Werkprozess mit multiplen Autorenschaften zu kultivieren.

 

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war die intensive Auseinandersetzung mit vorhandenem Material, hier insbesondere aus dem Baulager der Klassik-Stiftung, aus dessen Fundus wir möglichst viele Reste anderer Baustellen verwerten und neu übersetzen wollten. Wir begannen mit dem Entwurf und Bau von Prototypen zu verschiedenen Bauteilen im Maßstab 1:1, um daraus zusammen den Gebäudeentwurf zu entwickeln. In Zeiten von Ressourcenknappheit hinterfragten wir gängige Bewertungssysteme und qualifizierten scheinbar Wertloses durch Materialverwandlungen, Rezyklieren und Nobilitieren. Während der laufenden Sanierung des Haupthauses macht unser Umbau Material-, Reparatur- und Bauprozesse öffentlich sichtbar. Das Projekt wurde prototypisch zum Case Study House, um neue Spielräume für Architektur, Konstruktion, Gestalt und Gemeinschaft auszuloten.