summaery2026: Projekte

Bebauen oder Bewahren? – Nutzungskonkurrenzen zwischen Stadtentwicklung, Schieneninfrastruktur und Klimaschutz im Rosensteinareal in Stuttgart

Projektinformationen

eingereicht von
Theo Sauerborn

Lehrende
Timmo Krüger, Theo Sauerborn, Anna Graupner (Tutorin)

Fakultät:
Architektur und Urbanistik

Studiengang:
Urbanistik (Bachelor of Science (B.Sc.)),
Urbanistik (Master of Science (M.Sc.))

Art der Präsentation
Ausstellung

Semester
Sommersemester 2026

Ausstellungs- / Veranstaltungsort
  • Geschwister-Scholl-Straße 8 - Hauptgebäude / Main Building
    (105)

Während der gesamten Öffnungszeiten der summaery verfügbar


Projektbeschreibung

Stadtentwicklung ist immer auch eine Entscheidung darüber, was bleibt und was verschwindet. Kaum ein Ort in Deutschland macht diesen Widerspruch so greifbar wie das Rosensteinareal in Stuttgart: ein riesiges Gleisfeld mitten in der Stadt, das durch Stuttgart 21 seine bisherige Funktion verlieren soll und nun zur Projektionsfläche konkurrierender Zukunftsvorstellungen geworden ist. Wohnen, Klima, Mobilität. Alles auf einmal, alles am gleichen Ort.

 

Im Rahmen unsers Planungsprojekts haben wir uns genau diese Spannung zum Ausgangspunkt gemacht. Denn die stadtplanerische Debatte dreht sich bislang vor allem um die Frage, wie das Areal bebaut werden soll. Wir stellen eine andere Frage: ob es bebaut werden sollte. Und was verloren geht, wenn diese Entscheidung einmal gefallen ist.

 

Das Rosensteinareal ist kein brachliegendes Niemandsland. Es ist funktionaler Bestandteil eines überregionalen Schienensystems und erfüllt als innerstädtische Freifläche wichtige klimatische Ausgleichsfunktionen. Es liegt in einer für den Stuttgarter Luftaustausch kritischen Zone, und die Gleisflächen sichern Erweiterungsoptionen, die im Zeitalter der Verkehrswende strategische Bedeutung gewinnen könnten.

 

Unser Projekt nimmt diese Potenziale ernst und entwickelt Szenarien jenseits des Neubauparadigmas. Wir untersuchen, welche Formen der Transformation und des Erhalts denkbar sind und wo Hybridlösungen zwischen Bebauung und Offenhalten entstehen könnten.

E-Mail: anna.katrin.graupner[at]uni-weimar.de