summaery2026: Projekte

Spielfrei – formschlüssiges Ineinandergreifen

Projektinformationen

eingereicht von
Sophia Springer

Mitwirkende
Antonia Cordes, Wanda Grundmann, Nicolas Hardt, Annik Heinemann, Janna Held, Lea Jeß, Henri Krappitz, Carlotta Lüdecke, Charlotte Sophie Lüke, Joanne Modenhauer, Violeta Novacovsky, Neil Thimm, Hans Böhm, Johannes Damm, Amelie Marie Fronz, Franka Magdalena Frye, Edna Agatha Klenk, Greta Kröger, Vincent Martin, Wenqi Pan, Manuel Slosarek, Amelie Sorgenfrey, Helena Walkenhorst

Lehrende
Martin Ahner

Fakultät:
Architektur und Urbanistik

Studiengang:
Architektur (Master of Science (M.Sc.))

Art der Präsentation
Ausstellung

Semester
Sommersemester 2026

Ausstellungs- / Veranstaltungsort
  • Amalienstraße 13
  • Geschwister-Scholl-Straße 8 - Hauptgebäude / Main Building
    (Raum 002 + Flur Erdgeschoss)

Während der gesamten Öffnungszeiten der summaery verfügbar


Projektbeschreibung

Holz wird nicht geschraubt – es wird gefügt.

 

Dieses Seminar hat die konstruktive Intelligenz traditioneller Holzverbindungen in Europa und Japan untersucht. Im Zentrum stand das gemeinsame Erarbeiten von Grundlagen, historischen Entwicklungen und konstruktiven Prinzipien: Wie entstehen Halt und Dauer allein durch Geometrie, Reibung und Präzision? Wie funktionieren Zug- und Druckverbindungen? Wie wird Kraft im Holz geführt?

 

Die theoretischen Inhalte wurden im Seminar dialogisch entwickelt. Gemeinsam haben wir die grundlegende Terminologie der Holzverbindungen erarbeitet und einen Bogen von einfachen zu komplexen Verbindungsgeometrien gespannt. Dabei versuchten wir, historische Kontexte zu verstehen, kulturelle Unterschiede zwischen europäischen und japanischen Traditionen zu identifizieren und die Prinzipien materialgerechten Entwerfens herauszuarbeiten. Die Inhalte wurden diskutiert, skizziert, analysiert und konstruktiv nachvollzogen, sodass sich begriffliches Wissen und räumliches Verständnis wechselseitig vertieft haben.

 

Parallel dazu haben praktische Werkstattphasen das Verständnis durch eigenes Herstellen ausgewählter Verbindungen im Maßstab 1:1 geschärft. Auf dieser Grundlage entstand ein individuelles, leimfrei gefügtes Objekt oder Möbelstück.

 

Das Seminar hat Konstruktion als kollektiven Erkenntnisprozess verstanden: Wissen wird nicht vermittelt, sondern gemeinsam entwickelt – aus dem Material, durch die Hand und im Austausch.