Drehbuch für Animationskurzfilme

Drehbücher liegen auf einem Stapel auf einem Tisch, auf einem Post-It steht Drehbuch für Animationsfilme SoSe21
Foto: Franka Sachse

»Im Verlauf des Semesters haben die Kursteilnehmenden jeweils ein eigenes Drehbücher für einen narrativen Animationskurzfilm entwickelt. Die Drehbücher wurden von den Autor*innen für TheSum eingelesen und stehen auf Soundcloud zur Verfügung.«

Wie wurden die Projekte realisiert?

»Die Arbeiten entstanden in mehreren Online-Blockveranstaltungen. Die Studierenden erhielten zu Beginn der Blockkurstage jeweils eine Einführung zu einem Aspekt des Drehbuchschreibens für Animationskurzfilm. Danach erledigten sie Aufgaben, um ihr eigenes Drehbuch zu entwickeln. Alle starteten gemeinsam am Punkt Null und entwarfen zunächst ihre Welten, dann die Figuren darin und schließlich deren Geschichten.«

Wie hat die Zeit der Pandemie die Arbeitsweise verändert?

»Durch die Pandemie waren wir gezwungen, auf Online-Arbeit umzustellen. Studierenden die Feinheiten der Animation (überzeugende/charakteristische Bewegungsabläufe, Erstellung/Einhaltung einer fiktiven Physik, Vermittlung von Volumen, Massen, Gewischt ect.) in einer Videokonferenz zu vermitteln, ist kaum möglich. Die Lösung war, im Produktionsprozess einen Schritt zurück zu gehen und nicht (nur) mit unserem Körper, sondern mit unserer Vorstellungskraft zu arbeiten.«

Was ist durch die Situation neu entstanden?

»Auch Studierenden, die nicht vor Ort sein konnten, war es möglich, an den Veranstaltungen teilzunehmen.«

Was hat in der Pandemie gefehlt und worauf fiebern Sie am meisten hin?

»Die verbale Ebene der Kommunikation war in den vergangenen Semestern stark betont. Ich wünsche mir, wieder die Körpersprache und die nonverbalen Signale meiner Studierenden wahrnehmen zu können. Ich freue mich darauf, meinen Körper wieder als Werkzeug in der Lehre einsetzen zu können und mich von meinem Bürostuhl zu erheben, um einen Walkcycle zu demonstrieren. Sehr fehlt auch das lockere Gespräch in des Pausen.«

Was bleibt?

»Hybridformate sind eine schöne Möglichkeit der Vernetzung. Ohne Reisen zu müssen, kann man sich mit Kolleg*innen in der ganzen Welt verbinden. Expert*innen, Orte und Veranstaltungen, welche man früher nicht in die Lehre einbeziehen konnte, sind plötzlich erreichbar.«

Franka Sachse,
Lehrende des Kurses »Drehbuch für Animationskurzfilme« im Studiengang Medienkunst/Mediengestaltung

Screenshot einer Videokonferenz der Kurs-Teilnehmenden
Foto: Franka Sachse