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René Schwolow und Peter Schwartz haben für das Ausstellungsdesign das grafische Gestaltungskonzept des Bauhaus100-Jahres in eine räumliche Architektur übersetzt.
René Schwolow und Peter Schwartz haben für das Ausstellungsdesign das grafische Gestaltungskonzept des Bauhaus100-Jahres in eine räumliche Architektur übersetzt.
»Manifest of Practice« zeigt vom 17. Januar bis 1. Februar 2019 Werke von Studierenden und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar in Berlin.
»Manifest of Practice« zeigt vom 17. Januar bis 1. Februar 2019 Werke von Studierenden und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar in Berlin.
Erstellt: 11. Januar 2019

»Manifest of Practice«: Ausstellung mit Werken von Studierenden und Alumni der Bauhaus-Universität Weimar in Berlin

»Manifest of Practice« zeigt vom 17. Januar bis 1. Februar 2019 in der Landesvertretung Thüringen in Berlin zeitgenössische Werke der Fakultät Kunst und Gestaltung. Im Anschluss reist die Ausstellung ergänzt durch Workshopangebote unter anderem nach Taipeh, Seoul, New York, La Paz und Teheran.

Die Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar steht in direkter Tradition des historischen Bauhauses. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gestaltungsschule zeigt die Ausstellung »Manifest of Practice« ab dem 17. Januar 2019 in der Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund eine eigens zusammengestellte Auswahl von Objekten, Möbeln, Skulpturen, Textilien, Drucken, Fotografien und Filmen. Markus Weisbeck, Professor für Grafikdesign an der Bauhaus-Universität Weimar, hat die Präsentation gemeinsam mit Wolfgang Sattler, Dekan der Fakultät Kunst und Gestaltung, initiiert: »›Manifest of Practice‹ holt das Bauhaus in die Gegenwart und zeigt gestalterische Positionen, die sich in ihrer formalen Kunst selbst erklären.« Gefördert wird die Ausstellung durch die Thüringer Staatskanzlei, die Bauhaus-Universität Weimar und den Fonds Bauhaus100 der Bauhaus-Universität Weimar.

Das Ausstellungsdesign stammt von Absolvent René Schwolow, der das grafische Gestaltungskonzept des Bauhaus100-Jahres in eine räumliche Architektur übersetzt hat. In diese fügen sich nicht nur aktuelle Designklassiker wie die Möbel und Textilien von New Tendency, Teuberkohlhoff, Anne Marx und Mykilos ein, sondern auch Neuinterpretationen der Design- und Materialgeschichte: Die Porzellankünstlerin Laura Straßer zeigt mit ihrer »Reisschale für Millionen« ein Remake des traditionsreichen Materials, welche in Zusammenarbeit mit der originalen Produktionsstätte in Jingdezhen (China) entstanden ist. Die PhD-Künstlerin Edith Kollath gewährt mit einer Naturskulptur aus der Reihe »Findlinge« Einblick in das Innere des uralten Gesteins.

Die rund 50 Exponate der gezeigten Schau vermitteln ebenso Techniken der Zukunft, darunter Kinetik, 3D-Druck und Virtual Reality (VR). So ist aus dem studentischen Projekt »Tinkerbots« aus dem Jahr 2009 nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion längst eine international agierende Firma für robotisches Spielzeug geworden, welches Kindern das Prinzip der Robotik mithilfe einfach programmierbarer Baukastenmodulen näherbringt.

Neben diesen Alumni-Projekten stehen die Kunstwerke und Designs aktueller Studierender und deren Abschlussarbeiten im Vordergrund von »Manifest of Practice« wie die Bachelorarbeit »Standards« des Produktdesigners Robin Weißenborn, dessen Kunststoffverpackungen sich mit EU-Normierungen auseinandersetzen. Auch das mehrfach ausgezeichnete Kunstprojekt »Bewegtes Land«, das die damaligen Juniorprofessoren für Experimentelle Television Jörn Hintzer und Jakob Hüfner gemeinsam mit Studierenden entlang der Zugstrecke Jena Paradies – Naumburg realisiert haben, ist Teil der Ausstellung: Etwa 300 Freiwillige aus der Region wirkten an dieser surrealen Intervention mit und verwandelten das Saaletal im Sommer 2017 in eine 30 Kilometer lange Bühne.

Nach der 14-tägigen Ausstellung in Berlin wird »Manifest of Practice« in Form von Workshops auf die Reise gehen: Als erste Stationen sind Taipeh, Seoul, New York, La Paz und Teheran geplant.


Ausstellungsdauer:
17. Januar bis 1. Februar 2019

Ausstellungsort:
Thüringer Staatskanzlei
Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64
10117 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Eröffnung:
16. Januar 2019, 17 Uhr  (nicht-öffentlich)

Team:
Konzept: Markus Weisbeck und Wolfgang Sattler
Kuratorisches Team: Adrian Palko, Kristian Gohlke
Koordination: Elke Beilfuß
Ausstellungsdesign: René Schwolow + Peter Schwartz
Kommunikation: Sophia Gräfe

Mit Werken von:
Tom Ackermann, Brian Bixby, Christoph Blankenburg, Michael Braun, Florian Bräunlich, Jörg Brinkmann, Max Broda, Timm Burkhardt, Datenstrudel, Luzie Deubel, Christian Döller, Alexander Döpel, Jeffers Egan, Taissa Fromme, Joseph Gawlick, Samira Gebhardt, Marie Gehrhardt, Marcus Glahn, Kristian Gohlke, Kathryn Gohmert, Jana Gunstheimer, Niklas Hamann, Peter Heckwolf, Anne Heilmann, Thibaut Henz, Sophia Hoppe, Ann-Kathrin Hörrlein, Katharina Hüttler, industrierelikt, Verena Kalser, Phillip Kämmerer, Christoph Kilian, Edith Kollath, Leon Koonert, Fabius Kossak, Sascha Krischok, Jakob Kröhn, Christian Krüger, Michael Kugler, David Leroy, Anne Marx, Dennis Meier-Schindler, Mihail Mihalylov, Andreas Mühlenberend, MYKILOS, NEW TENDENCY, NEXT100, Phillip Niemeyer, Philotheus Nisch, Susann Paduch, Adrian Palko, Elisabeth Pichler, Johannes Rinkenburger, Nina Röder, Natalia Irina Roman, Max Salzborn, Schmott, Theresa Schubert, Peter Schwartz, René Schwolow, SfVR, Johannes Siebler, Rachel Helen Smith, Samuel Solazzo, Laura Straßer, TEUBERKOHLHOFF, Franziska Theune-Hobbs, TinkerBots / Kinematics, Natascha Tümpel, Jakob Tress, Jannis Uffrecht, Katja Marie Voigt, Julia Wagner, Dirk Wäsch, Moritz Wehrmann, Markus Weisbeck, Robin Weißenborn, Christian Wiegert, Sebastian Wolf, YUUE Design

Mit freundlicher Unterstützung von: Thüringer Staatskanzlei, Bauhaus-Universität Weimar und Fonds Bauhaus100 der Bauhaus-Universität Weimar.

Weitere Informationen:
http://manifestofpractice.com

Für Rückfragen steht Ihnen Prof. Markus Weisbeck unter markus.weisbeck[at]uni-weimar.de sowie Sophia Gräfe unter mail[at]sophiagraefe.com zur Verfügung.