CLEF 2026: 17. Internationale Konferenz zum Informationszugang
Vom 21. bis 24. September 2026 kommen in Jena internationale Expert*innen für Suchtechnologien, Künstliche Intelligenz und Information Retrieval zur »Conference and Labs of the Evaluation Forum« (CLEF) zusammen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Hagen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Prof. Dr. Martin Potthast von der Universität Kassel verantwortet Prof. Dr. Benno Stein von der Bauhaus-Universität Weimar die wissenschaftliche und organisatorische Leitung der 17. Ausgabe dieser Konferenz.
CLEF zählt zu den etablierten internationalen Foren für die Erforschung und Evaluation von Systemen, die Informationen suchen, erschließen und zugänglich machen. Seit dem Jahr 2000 entwickelt die Initiative gemeinsame Aufgaben – »sogenannte Shared Tasks« – Datensätze und Bewertungsverfahren, anhand derer unterschiedliche Systeme unter vergleichbaren Bedingungen untersucht werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf mehrsprachigen und multimodalen Informationen.
Die CLEF-Initiative verbindet dafür zwei Formate: In den »Evaluation Labs« bearbeiten internationale Forschungsteams gemeinsame Aufgaben und vergleichen ihre Ansätze anhand festgelegter Datensätze und Kriterien. Ergänzt werden die Labs durch eine wissenschaftliche Konferenz, auf der aktuelle Forschungsergebnisse, neue Evaluationsmethoden und zukünftige Herausforderungen des Informationszugangs diskutiert werden.
Welche Bedeutung diese Fragen angesichts generativer KI gewinnen, spiegelt sich auch im Programm der CLEF 2026 wider: Die Keynotes beschäftigen sich mit Personalisierung und Nutzerrepräsentationen in Sprachmodellen, offenen Suchinfrastrukturen für KI-Agenten und der Rolle des Information Retrieval im Zeitalter generativer KI.
Mit dem »PAN« und »Touché« organisiert die Bauhaus-Universität Weimar zwei Evaluation Labs unmittelbar mit. Im Mittelpunkt dieser Labs stehen Verfahren der digitalen Textforensik und der algorithmischen Argumentation. Die diesjährigen Shared Tasks reichen von der Erkennung KI-generierter Texte und digitaler Wasserzeichen über Autorenschaftsanalyse bis zur Identifikation von Fehlschlüssen in Argumentationen, sogenannte »Fallacy-Detection«.
Neben Stein und Dr. Janek Bevendorff sind mit Maik Fröbe, Marcel Gohsen, Tim Gollub und Midhun Kanadan weitere Wissenschaftler der Bauhaus-Universität an der lokalen Organisation der CLEF 2026 beteiligt. Damit bringt die Fakultät Medien ihre langjährige Forschungsexpertise zu Information Retrieval, maschinellem Lernen und digitaler Textanalyse erneut in eine internationale Fachcommunity ein.
CLEF 2026 – Conference and Labs of the Evaluation Forum
21. bis 24. September 2026
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Programm, Keynotes und weitere Informationen zur Konferenz:
clef2026.clef-initiative.eu


