Migration der Dinge

Mit dem Ausstellungsprojekt »Migration der Dinge« soll eine neue Perspektive auf die Migrationsdebatte eingenommen werden. Im Zentrum des Ausstellungsprojektes stehen Dinge, Artefakte verschiedenster Couleur, die aus anderen Regionen und der ganzen Welt nach Thüringen »migriert« sind und unsere thüringische Kultur entscheidend geprägt haben. Die als genuin »deutsch« verstandenen Objekte wie z.B. Kartoffel, Prozellan, Papier, Baumwolle sollen dabei nach ihren Migrationswurzeln befragt werden und damit die deutsche, resp. thüringische Kulturgeschichte als eine Geschichte der Verschmelzung mit anderen Kulturen und Stilen, kurz: eine Geschichte der Migration vorgestellt werden. Die Ausstellung »Migration der Dinge« möchte aus der Perspektive ausgewählter »migrierter« Dinge eine andere Kulturgeschichte Thüringens zeichnen und dabei das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Imagination nationaler Identitäten ein historisches und begriffliches Konstrukt ist.

 

Ein Ausstellungsprojekt der Prof. Geschichte und Theorie der Kulturtechniken mit Bachelor- und Masterstudierenden der Studiengänge Medienkultur/Medienwissenschaft, Architektur und Medienkunst/Mediengestaltung.