Lehrveranstaltungen WS 2019/20

Die Bauhaus-Universität Weimar bietet jedes Semester verschiedene Lehrveranstaltungen für Gründungsinteressierte sowie Studierende und Wissenschaftler sowie Wissenschaftlerinnen, die bereits an einer Projektidee arbeiten oder sich erste Grundlagen erarbeiten wollen. Einige Veranstaltungen sind hier bereits erwähnt. Weitere Infos dazu sind dem jeweiligen Vorlesungsverzeichnis zu entnehmen.

Media Economics

  • Innovationskulturen & -ökosysteme (Seminar):

    Seit einigen Jahren kann man beobachten, dass neue Räume und Formate für die Entstehung, Umsetzung und Förderung innovativer Ideen geschaffen werden: Co-Working Spaces, Living Labs, Maker Spaces, Inkubatoren, Acceleratoren, forschungs- bzw. hochschulnahe Labore sowie zeitlich beschränkte Events eröffnen unterschiedlichsten Akteuren vielfältige Freiräume. Sie laden dazu ein, mit Ideen zu experimentieren und neue Formen der Zusammenarbeit und des Wirtschaftens auszutesten. Im Zentrum steht dabei der interdisziplinäre und fließende Austausch von Informationen und Wissen in zum Teil unkonventionellen, unfertigen und offenen Räumen. Auch Unternehmen machen sich diese neuen räumlichen Kontexte und personellen Konstellationen zunehmend zu eigen, um ihre Entwicklungs- und Innovationsprozesse offen und abseits etablierter Routinen zu initiieren.

    Ziel des Seminars ist es, verschiedene Innovations- und Kreativitätsformate, -orte und -plattformen hinsichtlich ihrer Zielstellungen, Strukturen, Arbeitsweisen, partizipierenden Akteure und der Einbettung in das Innovationsökosystem zu untersuchen und zu vergleichen. Neben Desk Research werden die Studierenden vor Ort eigene Forschungsprojekte durchführen. Dafür werden im Vorfeld empirische Methodenkompetenzen erworben.

  • Praxiswerkstatt "Innovationsgenerator" (Plenum):

    Die zunehmende Beschleunigung von Veränderungsdynamiken in Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Umwelt stellt die Menschen permanent vor neue Herausforderungen. Ob Digitalisierung der Lebenswelt, der wachsende Mobilitätsbedarf oder Klimaschutz: Die vielfältigen Probleme unserer Zeit bedürfen innovativer Lösungsansätze und "Macherinnen" und "Machern", die diese hervorbringen.

    Im "Innovationsgenerator" entwickeln die Studierenden im Team innovative Lösungsansätze für reale Problemstellungen. Grundlage hierfür bildet ein "Innovation Framework", welches verschiedene Schritte, Methoden und Techniken des Kreativitäts- und Innovationsmanagement  integriert. Im Sinne eines Remix-Ansatzes werden Elemente des Design Thinking, Business Modelling, Rapid Prototyping, agiler Strategien, Effectuation und Lean Startup vermittelt und für die Entwicklung nutzerzentrierter Innovationen iterativ eingesetzt. Die Studierenden lernen hierbei verschiedene Kreativitäts- und Innovationstechniken kennen und wenden diese eigenständig an. Neben der Teamfindung, Problemdefinition, Ideengenerierung und -bewertung liegt der Fokus der Praxiswerkstatt auf der Übertragung der Ideen in (unternehmerisch) umsetzbare Konzepte. Hierbei setzen sich die Studierenden aktiv mit unternehmerischen und strategischen Aspekten ihres Innovationsprojektes auseinander.

    Ziel des "Innovationsgenerators" sind die Hebung des studentischen kreativen Potenzials sowie die Förderung neuer Denk- und Lösungswege. Das Lehrformat stärkt die Kultur der Selbstständigkeit und Teamfähigkeit, das unternehmerische Denken und Handeln sowie die Offenheit für Neuerungen bei den Studierenden.

  • Innovation und die Kulturalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft (Vorlesung):

    Vernetzte Medien, digitale Infrastrukturen, Techniken und Werkzeuge erweisen sich zunehmend als Katalysatoren des Wandels. Sie versprechen eine Steigerung von Produktivität, Effizienz und Rationalität. Zugleich erweist sich das Dispositiv der vernetzen Medien als Grundlage für eine Kulturalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Arbeitsformen, Organisationen, Märkte und soziale Beziehungen verändern sich und Unternehmen sehen sich zunehmend der Forderung nach permanenten Innovationen ausgesetzt. Die Idee der Innovationspermanenz bildet den Kern dieser Veranstaltung. Wir wollen uns mit ausgewählten Fragen und kontroversen Diskursen im weitreichenden Themengebiet der "Innovation" auseinandersetzen. Die theoretische Rahmung dafür bildet eine Theorie sozialer Praktiken. Anspruch der Veranstaltung ist es, heterogene Momente von Innovationen zu erfassen und die Zusammenhänge zwischen Technologien, sozialen und kulturellen Praktiken zu verstehen.

  • Marktorientiertes Management von Start-Ups (Seminar):

    Das Marketing als marktorientierte Führung von Startups nimmt in Gründungsunternehmen seit jeher eine zentrale Rolle ein. Denn nur wenn junge Unternehmen den Markt und die Zielgruppe verstehen und ihnen einen entsprechenden Mehrwert bieten können, haben sie eine Chance, sich von etablierten Unternehmen zu differenzieren und langfristig zu etablieren. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden Marketing- und Managementkonzepte zu vermitteln, sie diese auf reale Unternehmenssituationen übertragen zu lassen und so die Problemlösungskompetenz der Studierenden zu fördern. Auf Basis von Fallstudien (Case Studies) erarbeiten und präsentieren die Studierenden in Teams Lösungsvorschläge für aktuelle Herausforderungen von Gründungsunternehmen. Sie nehmen sich in Gruppen jeweils bestimmter Themen an und bereiten Sie für die anderen Teilnehmenden des Seminars vor. Zudem entwickeln sie zu ihrem spezifischen Fall Fragestellungen für die anderen Teams.

  • Lehrende: Prof. Matthias Maier, Miriam Köble, Charlene Wündsch, Josephine Zorn

  • Weitere Informationen zu den ersten drei Veranstaltungen und zur letzten Veranstaltung