Lehrveranstaltungen SS 2017

Die Bauhaus-Universität Weimar bietet jedes Semester verschiedene Lehrveranstaltungen für Gründungsinteressierte sowie Studierende und Wissenschaftler, die bereits an einer Projektidee arbeiten oder sich erste Grundlagen erarbeiten wollen. Einige Veranstaltungen sind hier bereits erwähnt. Weitere Infos dazu sind dem jeweiligen Vorlesungsverzeichnis zu entnehmen.

Innovation, Kreativität und Transfer

  • Innovationsmanagement und heterogene Regime des Neuen (Vorlesung): In den vernetzten Medien überlagern sich heterogene Regime des Neuen. Die Innovationen aus Bereich der Technologien treten zusammen mit Prozessen der Ästhetisierung und mit neuen medialen Praktiken. Während die technologischen Innovationsprozesse unter den Bedingungen der Zweckrationalität stehen, sind ästhetische Prozesse auf eigendynamische und zuweilen schwer kalkulierbare sinnliche Wahrnehmung und Affektivität gerichtet. Die technologischen und ästhetischen Momente sind wiederum eingebunden in heterogene Praktiken der Mediennutzung.
    Die Veranstaltung setzt sich zunächst mit Grundlagen zum Innovationsmanagement auseinander. Daran anschließend geht es um die Frage, nach den besonderen Herausforderungen für das Innovationsmanagement durch das Zusammentreffen von heterogenen Regimen des Neuen. Ziel der Veranstaltung ist es, einen konzeptionellen Rahmen für das Innovationsmanagement vernetzter Medien zu erstellen und passende Methoden zu identifizieren.

  • Innovationsmanagement (Seminar): Begleitend zur Vorlesung setzt sich das Seminar mit ausgewählten Aspekten aus dem Innovationsmanagement auseinander. Nach der Auseinandersetzung mit ökonomischen, kulturellen und sozialen Belangen von Innovationen geht es unter anderem um  Prozessmodelle, Technolgie-Roadmaps und Plattform-Strategien sowie um administrative, diskursive und episodische Praktiken im Innovationsmanagement.
    Das herausragende Interesse im Seminar ist es, nach den besonderen Bedingungen und den spezifischen Anforderungen von einem Innovationsmanagement im Bereich der vernetzten Medien zu fragen und entsprechende Forschungsarbeiten vorzubereiten.

  • Innovation Space / Forschungswerkstatt (Werkstattkurs): Seit einigen Jahren kann man beobachten, dass immer neue Räume und Formate für die Entstehung, Umsetzung und Förderung innovativer Ideen geschaffen werden: Co-Working & Living Labs, Maker Spaces, Inkubatoren, Acceleratoren, forschungs- bzw. hochschulnahe Labore oder zeitlich beschränkte Events eröffnen unterschiedlichsten Akteuren vielfältige Freiräume. Sie laden dazu ein, mit Ideen zu experimentieren und neue Formen des Zusammenarbeitens und Wirtschaftens auszutesten. Im Zentrum steht der interdisziplinäre und fließende Austausch von Informationen und Wissen in zum Teil unkonventionellen, unfertigen und offenen Räumen. Auch Unternehmen machen sich diese neuen räumlichen Kontexte und personellen Konstellationen zunehmend zu eigen, um ihre Entwicklungs- und Innovationsprozesse offen und abseits etablierter Routinen zu initiieren.

    Ziel der Forschungswerkstatt ist es, verschiedene Innovations- und Kreativitätsformate, -orte und -plattformen hinsichtlich ihrer Zielstellungen, Strukturen, Funktionsweisen, partizipierenden Akteure und der Einbettung in das Innovationsökosystem zu untersuchen und zu vergleichen. Neben Desk Research werden die Studierenden vor Ort eigene kleine Forschungsprojekte durchführen. Dabei werden die bereits erworbenen empirischen Kernkompetenzen bezüglich der eigenverantwortlichen Entwicklung eines Forschungsdesigns, der Erhebung von Daten, deren Auswertung, Interpretation, Präsentation sowie kritischen Reflexion erprobt und vertieft.