MotionComposer

Intuitiver Ausdrucksvermittler für Menschen mit Behinderung

Die Idee ist einfach: Wer sich bewegen kann, der kann auch tanzen und musizieren. Dies sollte nicht davon abhängen, wie groß und ausführlich die Bewegungen sind oder welchen Teil des Körpers man bewegen, bzw. nicht bewegen kann.

Mit dem Team MotionComposer wurde an der Bauhaus-Universität Weimar eine neue Möglichkeit des Körperausdrucks und der Bewegungsaktivierung für Menschen mit Behinderung entwickelt. MotionComposer steht dabei einerseits für die direkte Verknüpfung von Körperbewegung und musikalischer Klangerzeugung und zugleich für die Entwicklung eines leicht bedienbaren technischen Gerätes.

Viele Menschen mit Behinderung sind in ihrem emotionalen/kreativen Ausdruck eingeschränkt. Das führt zu Krankheiten, wie Depression und die zahlreichen Probleme, die mit Bewegungsmangel verbunden sind. Das Bewegung-in-Musik-Feedback motiviert zum körperlichen Ausdruck. Es verbessert die Körper- und Selbstwahrnehmung sowie die Koordinationsfähigkeit und Entwicklung eines realistischen Körperbildes.

Der MotionComposer kann aus jeder Bewegung, und sei es nur ein Wimpernschlag, Töne, Musik und Poesie generieren. (Videobeispiele) Damit wurde ein Werkzeug geschaffen, das Menschen künstlerischen und individuellen Ausdruck in einem Umfang ermöglicht, der ihnen aufgrund ihrer Behinderung bisher oft versagt blieb.

Die Entwicklung der MotionComposer-Konsole wird seit 2013 von dem EU-Projekt MetaBody und der Firma IMM finanziell unterstützt.

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