Die weltweit wichtigste Konferenz im Bereich Medienökonomik fand in diesem Jahr in Kapstadt, Südafrika, statt. Das Bild zeigt Oliver Budzinski, Sophia Gaenssle (beide Technische Universität Ilmenau) und Björn Kuchinke vor dem Tafelberg.
Prof. Dr. Björn Kuchinke, Professur Medienökonomik, bei der Präsentation seiner Forschung.
Erstellt: 28. Mai 2018

Weimarer Medienökonom auf der World Media Economics and Management Conference

Im Mai 2018 fand in Kapstadt, Südafrika, die World Media Economics and Management Conference statt. Diese zweijährig stattfindende Tagung ist die weltweit wichtigste wissenschaftliche Konferenz im Bereich Medienökonomik und Medienmanagement. Die Professur Medienökonomik der Bauhaus-Universität Weimar war mit einem Papier zum Einfluss von Musikqualität bei Musikwettbewerben im Hauptprogramm der Tagung vertreten.

In dem Beitrag »Does Music Quality Matter for Audience Voters in a Music Contest?« analysieren Prof. Dr. Björn Kuchinke und M.A. Marie Kohlschreiber von der Bauhaus-Universität gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Budzinski und Dr. Julia Pannicke (beide Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Wirtschaftstheorie), welchen Einfluss verschiedene Dimensionen von Musikqualität auf den Ausgang von Musikwettbewerben haben, bei denen die Zuschauer über den Sieger abstimmen.

Im Fokus steht der von 2005 bis 2015 durchgeführte Bundesvision Song Contest, bei dem der für Deutschland teilnehmende Kandidat für den Eurovision Song Contest gefunden wurde. Neu ist im Beitrag die Messung der Qualität der vorgetragenen Musikstücke. Bei dieser innovativen Messung von objektiven und subjektiven Qualitätsdimensionen waren auch zahlreiche Studierende der Universitäten Weimar und Ilmenau beteiligt. Das Ergebnis der Forschung zeigt, dass einige Qualitätsdimensionen, wie etwa die Struktur des Stückes, die Stimmung des Musikstücks oder das passende Image des Stückes zum Interpreten, einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis haben. Andere Dimensionen, wie etwa die Instrumentierung oder die Frage, ob das Stücke neue, noch nie dagewesene Aspekte beinhaltet, spielen dagegen keine Rolle.