Ausgangspunkt für den Entwurf war es, das was sonst Möbel leisten, nämlich erhöhte Abstellfläche, Stauraum oder Rastmöglichkeit, auf die Grundelemente eines Raumes zu übertragen, das heißt auf Wand, Decke oder Boden, also Nichtmöbel zu schaffen. Falltüren und Geheimfächer spielten außerdem eine wichtige Rolle für die Inspiration. Die Faszination und Verblüffung, die von so genannten Pop Up Büchern ausgeht brachte Katharina Merl schließlich auf die Idee, einen flachen Boden zu einer voluminösen Struktur aufzufalten. Dabei entschied sie sich schnell für einen Sessel. Da dieser ohne besessen zu werden ohnehin seinen Nutzen verliert kann er, anders als ein Regal oder ein Tisch auf denen immer zusätzliche Objekte liegen, einfach zusammengefaltet werden.

Material
Der Sessel besteht aus Birkensperrholz und Kunstleder. Das Leder dient dabei sowohl als Scharnier an den Faltstellen, als auch als Bezug. In die Bodenplatten aus MDF sind Vertiefungen eingefräst um ein optimales und bündiges Schließen zu gewährleisten.

Falttechnik
Die angewandte Falttechnik sorgt für ein vollständiges, flaches Zusammenklappen und ermöglicht gleichzeitig eine günstige Druckverteilung, so dass sich die Konstruktion bei Belastung nicht wieder zusammenfaltet. Die Kraft wird so gelenkt, dass sie von den Rückwärtigen Stützen aufgefangen werden kann.

Benutzung
Das zusammengefaltete Pop Up kann einfach wie ein Buch aufgeklappt werden und ist dann sofort benutzbar. Bei Nichtgebrauch ist der Sessel mit einem Handgriff eben so schnell wieder flach zusammengelegt und aus dem Weg. Umgebung Das Pop Up Möbel kann sowohl im Wohn- als auch im Arbeitsbereich Anwendung finden, überall dort wo ein Sessel nicht immerzu gebraucht wird.

Bilder: Katharina Merl