Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Kunst
Geschwister-Scholl-Straße 7, Zi. 119 
99423 Weimar

Telefon +49(0)3643 / 58 33 11 
E-Mail johannes.lang[at]uni-weimar.de

Johannes Lang studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin, der University of Leicester und der Universität Potsdam. Von 2011 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem Sonderforschungsbereich 626 "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste", wo er ein Forschungsprojekt zur Ästhetik des ökologischen Produktdesigns bearbeitete, dessen Ergebnisse in dem Buch Prozessästhetik - Eine ästhetische Erfahrungstheorie des ökologischen Designs im Birkhäuser Verlag erschienen sind. Gegenwärtig lehrt er schwerpunktmäßig Designtheorie und arbeitet an seiner Promotion zu Paradigmen der Designästhetik.

Theorien der Designästhetik – Seminar SS17

Die sinnliche Seite von Gestaltung wird nicht nur im Selbstverständnis von ProduktgestalterInnen, sondern auch in der Designwissenschaft gerne ausgespart. Man assoziiert mit ästhetischer Gestaltung formalistische Spielereien oder eine "oberflächliche" Gestaltung, die sich nur für den Schein, jedoch nicht für das Sein der Dinge interessiere. Stattdessen sei Produktgestaltung primär eine Methode, Abläufe, Prozesse, Zusammenhänge, ja sogar die Welt zu verändern. Sie richte sich auf das physikalische, ökologische und soziale Funktionieren der Welt, nicht jedoch auf ihre Wahrnehmungszusammenhänge: die Welt zu verändern ist "in", ihre Wahrnehmbarkeit zu gestalten oder sie gar zu verschönern ist "out". Ungewollt folgt hier das Selbstverständnis der Designdisziplin dem Nützlichkeitsparadigma, wie es schon funktionalistischen Denkweisen zugrunde liegt und sich im Laufe des 20. Jahrhunderts dann auf körperliche, ökologische, soziale und psychologische Bereiche ausgeweitet hat. Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr nur der technisch-konstruktive Nutzen der Moderne, sondern der ökologische, gesundheitliche, soziale oder allgemein mentale Nutzen.

Sinnliche Gestaltung lässt sich jedoch nicht vermeiden. Was auch immer gestaltet wird, impliziert auch immer eine Veränderung von Wahrnehmungen und Wahrnehmungszusammenhängen. Der Mangel an ästhetischer Reflexion und Theoriebildung führt folglich dazu, dass die sinnliche Seite des Gestaltens und Gestalteten der Intuition oder dem Gefühl (oder dem Marketing) überlassen wird und nicht auf einer ähnlich durchdachten Basis steht, wie das für die technisch-nützliche Seite der Gestaltung gilt. Aus diesem Grund werden wir uns in diesem Seminar einmal ausführlich unterschiedlichen theoretischen Positionen zur Designästhetik vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart widmen. Anhand einschlägiger Texte und passender Produktbeispiele werden wir uns charakteristische Denkweisen sinnlicher Gestaltung aneignen. 

Sustainable Design – Masterkolloquium SS17

Das Masterkolloquium bietet MasterstudentInnen des Masterprogramms "Nachhaltige Produktkulturen" die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Projekte vorzustellen und gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden zu diskutieren. Daneben werden wir dieses Semester in einzelnen Sitzungen den thematischen Schwerpunkt "Sustainable Design" verfolgen. 

Theorien des Objekts – Seminar WS16/17

In jüngerer Zeit hat das Nachdenken über die Rolle von materiellen Dingen und Objekten in sozio-kulturellen Prozessen an Auftrieb gewonnen. Zu den Wissenschaften, die die Bedeutung von Dingen und Objekten "neu" entdecken, gehören u.a. die Soziologie, die Psychologie, die Anthropologie, die Material Culture Studies und die Technikwissenschaften. Am bekanntesten ist hierbei die Akteur-Netzwerk-Theorie geworden.

Ausgehend von diesem "material turn" wollen wir verschiedene Theorien erarbeiten und diskutieren, die geeignet sind, sich ein breiteres Verständnis von der kulturellen Rolle von Dingen und Objekten anzueignen. Hierbei werden wir aktuelle Positionen um historische Positionen ergänzen, um auch die historischen Veränderungen im Nachdenken über Dinge nachzuvollziehen, beispielsweise die Entstehung der Unterscheidung in ästhetische Dinge (Kunstwerke) und nützliche Dinge (Gebrauchsprodukte). Welche Rolle spielen Dinge für die verschiedenen Weisen, in der Welt zu sein, für die epistemischen (wissenden oder erkennenden), ästhetischen (wahrnehmenden oder erlebenden) und performativen (handelnden oder verändernden) Weltzugänge?

In den ersten Sitzungen werden wir uns mit Positionen von Referenten der im November von mir und Martina Fineder organisierten Tagung Beziehungskisten – Sozialität und Soziabilität durch Dinge beschäftigen und thematisch vorbereiten. Das Seminar bietet sich auch in Ergänzung zu Liz Bachhubers Projekt "Material World" an. 

Soziale Objekte – Masterkolloquium WS16/17

Das Masterkolloquium bietet MasterstudentInnen des Masterprogramms "Nachhaltige Produktkulturen" die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Projekte vorzustellen und gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden zu diskutieren. In Anlehnung an die von Martina Fineder und mir organisierte Tagung "Beziehungskisten - Sozialität und Soziabilität durch Dinge", die am 11. Und 12. November stattfinden wird, ist der thematische Schwerpunkt dieses Semester "Soziale Objekte". Zu Beginn werden wir die Tagung thematisch vorbereiten und anschließend in freien Sitzungen das Thema mit einschlägigen Texten vertiefen. 

Spekulatives Design – Seminar SS16

Wenn Gestaltung darauf aus ist, den Ist-Zustand beliebiger kleinerer oder größerer Verhältnisse der Gegenwart zu verändern, dann ist ihr grundsätzlich ein Bezug zu Zukunftsvorstellungen inhärent. Designer versuchen Irreales real zu machen, etwas, das nicht existiert, existent werden zu lassen. Einen Ist-Zustand in einen wünschenswerten Zustand zu verwandeln. Aber nicht alles, was nicht ist, hat auch die Möglichkeit zu sein oder ist wünschenswert. Wie kann Gestaltung den Spagat zwischen dem Nicht-Existenten und dem Existenten überwinden? Heißt Gestaltung Visionen realisieren? Und wenn ja, wodurch entstehen die Visionen und wodurch entstehen vor allen Dingen die Visionen, die auch realisierbar und wünschenswert sind?

An diesem Punkt setzt das spekulative Design ein. Dieses möchte sich nicht nur um das Realisieren kollektiver Vorstellungen einer besseren Zukunft kümmern, sondern möchte schon die Visionen möglicher Zukünfte gestalten und erproben. Statt Visionen real werden zu lassen, möchte es Reales visionär werden lassen und auf mögliche Zukünfte hin befragen. Die Zukunft hingegen bloß vorhersagen bedeutet, sie im Sinne naturgesetzlicher Notwendigkeiten zu verstehen. Räumen wir aber ein, dass die tatsächliche Zukunft auch wesentlich davon abhängt, welche Zukunft wir wollen, dann heißt Zukunft gestalten auch, Angebote schaffen, die eine Verständigung über die Zukunft, die wir wollen ermöglichen. Design wird zur Imaginationstechnik, es ermöglicht nicht nur Gegenwart, sondern ein Bewusstsein von der Gegenwart, die wir wünschen.

Im Seminar werden wir verschiedene spekulative Designprojekte und Beispiele analysieren und diskutieren. Das Erlenen und Üben präziser Beschreibungen von Objekterfahrungen wird im Mittelpunkt stehen. Daneben werden wir uns mit theoretischen Überlegungen zum spekulativen Design beschäftigen (Speculative Design, Design Fiction, Critical Design). Hierbei wird der Zukunftsbezug von Gestaltung eine zentrale Stellung einnehmen. 

Design Research – Masterkolloquium SS16

Das Masterkolloquium bietet MasterstudentInnen des Masterprogramms "Nachhaltige Produktkulturen" die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Projekte vorzustellen und gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden zu diskutieren. Daneben werden wir uns in einzelnen Sitzungen mit dem thematischen Schwerpunkt "Design Research" beschäftigen.

Social Design – Seminar WS15/16

Nachdem in den letzten beiden Seminaren einmal die physikalischen und einmal die ökologischen Dimensionen von Produkten im Vordergrund standen, sowie deren technologische und ästhetische Verhandlung, widmet sich dieses Seminar den sozialen und politischen Dimensionen der Gestaltung. Welche Rolle spielen Artefakte innerhalb sozialer Zusammenhänge und wie lässt sich das Verhältnis von Produkt und Gesellschaft beschreiben? Lässt sich überhaupt Gesellschaft ohne Artefakte denken oder kommt nicht umgekehrt jedem Artefakt eine konstitutive Rolle für gesellschaftliche Prozesse zu? Und was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt "Gesellschaft" und "Sozial"? Ist es möglich, einen Begriff des "Social Design" zu gewinnen, der über Benutzerfreundlichkeit, Stakeholdermodelle und partizipative Modelle der Gestaltung hinaus geht und eventuell die Bildung sozialer Identitäten mitumfasst? Gibt es mithin Möglichkeiten, zwischen totalitärem Gesellschaftsdesign und "Social Design" zu unterscheiden? Und ist schließlich eine Ästhetik des Sozialen auffindbar und vorstellbar, die soziale Dimensionen von Produkten erlebbar macht?

Diese und ähnliche Fragen werden wir anhand einer Auswahl designtheoretischer Texte, der Akteur-Netzwerk-Theorie, der Dingsoziologie und Fallbeispielen diskutieren.

Spielregeln des Design – Projekt WS15/16

Lassen sich die Regeln der Interaktion mit Wahrnehmungsphänomenen und in einem zweiten Schritt die Regeln der Interaktion mit Personen aus Wahrnehmungsphänomenen entwickeln? Welches Potential birgt die Wahrnehmung für die Entwicklung von Interaktionsregeln?

Anhand der Entwicklung von Brettspielen wollen wir nicht Regeln eine Form geben, sondern umgekehrt aus Wahrnehmungsphänomenen Regeln ableiten. Anstatt nach den richtigen Lösungen für ein Problem bzw. den geeigneten Mitteln für einen vorgegebenen Zweck zu suchen, wollen wir umgekehrt aus Wahrnehmungsphänomenen Spielregeln entwickeln. Ziel ist es demnach, dass das Design regelleitend wird.

Besondere Kriterien sind hierbei:

1. Verankerung der Spielregel in der Wahrnehmung. Die Spielbarkeit sollte also in möglichst hohem Maße von der Art der Gestaltung abhängen (Mensch-Objekt-Interaktion und Objekt-Objekt-Interaktion)

2. Spielreiz (Mensch-Mensch-Interaktion und eine gelungene Verbindung von Psychologie und Wahrnehmung)

Tauschen & Teilen – Masterkolloquium WS15/16

Das Masterkolloquium bietet MasterstudentInnen des PD die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Projekte vorzustellen und gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden zu diskutieren. Dieses Modell wird beibehalten, jedoch um mehrere thematische Sitzungen ergänzt werden, da die meisten Masterprojekte bereits präsentiert und diskutiert wurden. Der thematische Fokus liegt auf Möglichkeiten der ökonomischen Einflussnahme durch das Design, indem es beispielweise alternative Modelle der Konsumption oder auch Produktion unterstützt. Von Interesse sind hier besonders gegenwärtige Modelle der durch das Web 2.0 getriebenen "Sharing Economy", die eine Ökonomie des Besitzens in eine Ökonomie des Nutzens transformieren. Diese und ähnliche Themen werden wir anhand einschlägiger Texte und Beispielen erarbeiten und diskutieren.

Ästhetik des Funktionierens – Seminar SS15

Wie können wir das Verhältnis von Ästhetik und Technik begreifen? Ist Ästhetik eine Folge der Technik, ist das Verhältnis durch Kontingenz ausgezeichnet oder macht Ästhetik womöglich Technik sichtbar? Gibt es eine Ästhetik des Funktionierens?

Zentrale Vorstellungen zum Verhältnis von Ästhetik und Technik wurden in der Moderne mit dem Begriffspaar Form und Funktion gebildet. Während die Begriffe Form und Funktion heute an Zugkraft verloren haben, so sind doch die zugrundeliegenden Vorstellungen beispielsweise in der These, Produktästhetik sei eine Folge technologischer Entwicklungen oder in verschiedenen technologieaffinen Ästhetiken vielfach geblieben. Bis heute hat die Vorstellung einer Ästhetik, die sich aus der Optimierung von Funktionen ergibt an Attraktivität nicht verloren, wie beispielsweise die Faszination der Soft-Kill-Option-Methode zeigt oder anderer Verfahren der Bionik.

Anhand einschlägiger designtheoretischer und philosophischer Texte des europäischen und amerikanischen Raums vom 19. Jahrhundert bis heute wollen wir dem Begriff der Funktion in seinen unterschiedlichen Bedeutungen nachspüren und andererseits anhand von Produktbeispielen verschiedene Ästhetiken des Funktionierens untersuchen.

Ziel des Seminars ist es erstens zentrale Theorien und Ästhetiken des modernen Produktdesigns zu verstehen, zweitens diese in ihrer Kontinuität bis heute kritisch zu verfolgen und drittens eine übergeordnete philosophische Auseinandersetzung zum Verhältnis von Technik und Ästhetik zu führen. 

experience sustainability II – Masterkolloquium SS15

Wie erfahren wir Nachhaltigkeit und wie wird Nachhaltigkeit erfahrbar gemacht? Welche Rolle spielt Erfahrung für nachhaltige Produktkulturen? Diese und ähnliche Fragen bilden den Schwerpunkt des Kolloquiums, das thematisch dieses Semester fortgeführt wird. Das zweiwöchentliche Kolloquium versteht sich als Denkraum, in dem MasterstudentInnen ihre Thesen, Fragestellungen und Arbeiten vorstellen und diskutieren können. Des Weiteren werden zentrale Konzepte vorgestellt und diskutiert. 

Theorien und Ästhetiken des nachhaltigen Designs – Seminar WS14/15

Begriffe wie "Nachhaltigkeit" und "nachhaltiges Design" sind heute in aller Munde. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir solche Begriffe verwenden? Ist nachhaltiges Design bloß durch sozial und ökologisch relevante Technologien ausgezeichnet oder entwickeln sich im Zuge nachhaltiger Reflexionen auch neue Formen der Produktästhetik? Und wenn ja, wie lassen sich diese Ästhetiken nachhaltigen Gestaltens charakterisieren?

Anhand einschlägiger Texte wollen wir sowohl den Diskurs über nachhaltiges Design seit den 1970er Jahren verfolgen, als auch designgeschichtlich verschiedene Produkte analysieren, die programmatisch für nachhaltiges Design auftreten. Ausgangspunkt werden hierbei die einflussreichen Schriften und Konzepte Victor Papaneks sein, die Ansätze der Gruppe "des-in" unter der Leitung von Jochen Gros, sowie der designkritische Diskurs der frühen 1970er Jahre, der das Design auf seine unsichtbaren Implikationen verwies. Des Weiteren werden wir u.a. die Rolle "natürlicher Materialien" im nachhaltigen Design anhand verschiedener Theorien der Natürlichkeit diskutieren, sowie uns des Phänomens des Recycling-Designs, autogenerativer Formprozesse, des Do-it-yourself-Designs und des breit diskutierten Themas der Langlebigkeit annehmen. In kurzen Refferaten werden die Teilnehmer in einschlägige Texte einführen und zusammen mit selbstgewählten Produktbeispielen präsentieren.

Das Seminar wird in sofern eine Herausforderung sein, als im Gegensatz zu einer politischen oder technologischen Beleuchtung der nachhaltigen Bewegung, eine Behandlung unter ästhetischen Gesichtspunkten noch kaum stattgefunden hat. Unter Zuhilfenahme philosophischer, als auch kunsttheoretischer Texte werden wir uns dieser ästhetischen Seite des nachhaltigen Designs gemeinsam produktiv zu nähern versuchen. 

experience sustainability I – Masterkolloquium WS14/15

Wie erfahren wir Nachhaltigkeit und wie wird Nachhaltigkeit erfahrbar gemacht? Welche Rolle spielt Erfahrung für nachhaltige Produktkulturen? Diese und ähnliche Fragen bilden den Schwerpunkt des Kolloquiums für dieses Semester. Das zweiwöchentliche Kolloquium versteht sich als Denkraum, in dem MasterstudentInnen ihre Thesen, Fragestellungen und Arbeiten vorstellen und diskutieren können. Des Weiteren werden zentrale Konzepte vorgestellt und diskutiert. 

Geschichte und Theorie des Nachhaltigen Designs – Seminar SS12 (UdK Berlin)

Im Seminar wollen wir uns mit der Geschichte und Theorie des nachhaltigen Designs beschäftigen. Der Titel legt allerdings nahe, dass es soetwas wie eine Geschichte und Theorie des nachhaltigen Designs schon gibt. Das ist allerdings nicht so ohne weiteres der Fall. Dies hat damit zutun, dass Nachhaltigkeit im Feld des Design mit einem gewissen Schwerpunkt als technologische Frage oder als eine Frage der Werte angesehen wird und weniger als eine Frage der Gestaltung. Anders also, als beispielsweise in der Postmoderne-Disskusion, in der ästhetische Fragestellungen immer einen zentralen Stellenwert eingenommen haben, wurde eine solche Diskussion bezogen auf nachhaltige Gestaltung bisher nur in Ansätzen geführt.

Im Seminar wollen wir nun die Ästhetiken, die sich im Zuge nachhaltiger Reflexionen entwickeln in den Mittelpunkt der Disskussion stellen. Angefangen mit dem designkritischen Diskurs der frühen 70er Jahre, der das Design auf seine unsichtbaren aber folgenreichen Zusammenhänge verwies, wollen wir die Entwicklung eines Gestaltungsparadigmas verfolgen, das auf diese Zusammenhänge zu reflektieren beginnt. Hierbei werden Texte des einflussreichen Pioniers Viktor Papanek, sowie Ansätze der Gruppe "des-in" zur Debatte stehen. Wir werden die Rolle "natürlicher Materialien" im nachhaltigen Design anhand verschiedener Theorien zur Natürlichkeit diskutieren. Die Ästhetiken untersuchen, die sich durch den Einsatz gebrauchter Materialien entwickeln, in dem wir sie mit vergleichbaren Ansätzen in der Kunst konfrontieren. Wir wollen verschiedene Verfahren der Naturrefferenz analysieren und kritisch beleuchten, sowie neben anderen Feldern die Gestaltungsansätze verfolgen, die sich im Zuge der Disskussion über Langlebigkeit entwickeln. Die verschiedenen theoretischen Ansätze werden nicht nur für sich, sondern vor allen Dingen bezogen auf konkrete Produkte besprochen werden. Ähnlich der Werkanalyse in der Kunstgeschichte, sollen die theoretischen Ansätze auch Hilfsmittel für Produktinterpretationen sein. 

Designtheorie, Designgeschichte, Ästhetik, Social Design, Sustainable Design, Philosophie des Design, Theorien des Funktionalismus. Das Verhältnis von Kunst und Design im 20. Jahrhundert. 

Monographien:

"Die Qualität der Arbeit besteht zum einen in der Einführung der Begrifflichkeit 'Prozessästhetik' in den Diskurs um Gestaltung selbst, zum anderen in der Visualisierung dieses Terminus. Dieser, so Johannes Lang, umfasst die Form gewordenen – oder Form werdenden – und sinnlich wahrnehmbaren Ebenen eines Produkts, in denen die natürlichen Prozesse der Produktgeschichte zu einem Teil der Produkterfahrung werden. Die Relevanz des Buches – auch für Architekten – erschließt sich neben den präzisen textlichen Ausführungen auch anhand der teilweise fein, teils sehr abseitig ausgewählten, deswegen aber nicht minder interessanten Beispiele. Johannes Lang ist mit 'Prozessästhetik' nicht weniger gelungen als die erste umfassende Analyse zur Formensprache von ökologischem Produktdesign." der Architekt (BDA)

Herausgabe:

Aufsätze:

Vorträge:

  • Aesthetics as Key Category for Psychological Longevity, auf der Tagung "Grow | Degrow. Design between Excess and Calculus", am 20.05.16 an der Köln International School of Design (KISD)
  • "natürlich aussehen" und "künstlich aussehen" im historischen Bewusstseinswandel, auf der gemeinsamen Jahrestagung "Künstliche Materialien" der Gesellschaft für Technikgeschichte und der Gesellschaft für Designgeschichte, am 29.04.16 - 01.05.16 im NRW-Forum Düsseldorf
  • Prozessästhetik – Über ökologische Produkterfahrung, Abendvortrag im Rahmen der PhD-Woche an der Bauhaus-Universität Weimar, 2. November 2015
  • Design und ökologische Wirklichkeit, auf der Tagung "Kunst und Wirklichkeit heute, Affirmation – Transformation – Kritik" des Sfb 626 "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste" der FU Berlin, am 28. – 29. Juni 2013 im ICI Berlin
  • Produkterfahrung durch Co-Produktion im Rahmen des Workshops "Hacking Knowledge", organisiert von Judith Seng und Ketan Bhatti an der UdK Berlin im WS2011/12

Tagungen:

Lehrveranstaltungen:

  • SS 2017 "Theorien der Designästhetik", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Kunst und Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • SS 2017 "Sustainable Design", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Kunst und Gestaltung, Masterkolloquium
  • WS 2016/17 "Theorien des Objekts", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Kunst und Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • WS 2016/17 "Soziale Objekte", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Kunst und Gestaltung, Masterkolloquium
  • SS 2016 "Spekulatives Design", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • SS 2016 "Design Research", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Masterkolloquium
  • WS 2015/16 "Social Design", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • WS 2015/16 "Tauschen & Teilen", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Masterkolloquium
  • WS 2015/16 "Spielregeln des Design", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Praktisches Projekt
  • SS 2015 "Ästhetik des Funktionierens", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • SS 2015 "experience sustainability II", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Masterkolloquium
  • WS 2014/15 "Theorien und Ästhetiken des nachhaltigen Designs", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Wissenschaftsmodul
  • WS 2014/15 "experience sustainability I", Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung, Masterkolloquium
  • SS 2012 "Geschichte und Theorie des Nachhaltigen Designs", UdK Berlin, Fakultät Gestaltung, Designgeschichte Modul 4