Ausstellungen 1998 bis 2015 / Individual Exhibitions – Participation in Exhibitions

Realien, Museum Schloß Fechenbach, Dieburg 2013

(Auswahl; E= Einzelausstellung; K= Katalog

2015
Das Bauhaus aus Thüringen
Thüringenwoche im Deutscher Pavillon - Expo 2015 Milano,
Sehnsuchtsraum Natur
Stadtmuseum Jena
2014
Farbe bekennen, Klingspor-Museum Offenbach
EREIGNIS DRUCKGRAPHIK 6/ 2014,
Internationale Druckgrafikausstellung, BBK Leipzig e.V. (K)
2013
Blumen zum Geburtstag, Klingspor-Museum Offenbach
Zu Gast im Rektorat, Kunsthochschule Kassel
Realien, Museum Schloß Fechenbach, Dieburg (E)(K)
Herbariusum, Galerie Konviktstrasse 3, Freiburg im Breisgau (E)
2012           
120 Jahre Verein für Original Radierung –
Präsentation der Jahresgaben und Sondereditionen 2012
Verein für Original-Radierung München e.V. (K)
2011
Realien, Novalis Museum Schloss Oberwiederstedt (E)
2010           
Die Grammatik des Buches – Internationale Künstlerbücher,
Radierverein München
10 Jahre Kunst im Klinikum, Sophien- und Hufelandklinikum Weimar
Neuerwerbungen im Klingspor-Museum, Offenbach
Natur im Kasten, Ernst-Haeckel-Haus Jena (K)
Künstlerbücher, Kultur-Bahnhof Eller, Düsseldorf
Neues aus der Württembergischen Landesbibliothek, Stuttgart 
2009                  
Textoriusum, Universitätsbibliothek Bauhaus-Universität, Weimar (E)
Holz. Werke aus der Sammlung, Klingspor-Museum Offenbach
2008            
Textoriusum, Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek,
Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover (E)
2007            
Die Natur als Künstlerin, Naturkundemuseum Ottoneum, Kassel
Götter im Exil, Heinrich-Heine-Strasse, Weimar
Textoriusum, Buchhandlung Walter König Dresden
2006            
Textoriusum, Kunsthaus Möhnesee,
Jahresausstellung Druckgrafik Kätelhöhn
2005                 
Realien, Sophien- und Hufelandklinikum Weimar (E)
Realien, Neue Galerie Kassel (E) (K)
2003                  
Die Sache selbst, Universidad politécnica de Valencia (K) 

Green space – Licht/Schatten, Bauhaus-Universität Weimar (K)
2002           
Die Sache selbst, Ernst-Haeckel-Haus Jena (E) (K)
Kunststoff, Landeskunstausstellung, Erfurt (K)
2001            
Flotsam & Jetsam, Documenta-Halle Kassel
2002 – ACC-Galerie, Weimar
2002 – City-Gallery-Jada Nagoya, Japan
2003 – Kunstraum Kreuzberg/Betanien, Kulturamt Friedrichshain-                 
Kreuzberg, Berlin (K)
Ips typographus L., Umweltbundesamt, Berlin (E)
fleurotica, e.g.a., Erfurt (K)
2000            
Ips typographus L., Naturhistorisches Museum, Mainz (E)
Craft from Scratch – eine Spur von Handarbeit
8. Triennale – Australien und Deutschland,
Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main
2001 – Gallery, Custom House, Sydney
2001 – Art Gallery of South Australia, Adelaide
2001 – Perth art Gallery of Western Australia (K)
Ips typographus L., Naturkundemuseum Kassel (E)
1999            
Ips typographus L., Naturkundemuseum Erfurt (E)
Die Invasion der siebenhäutigen Königin,
ACC-Galerie Weimar, Kunsthaus Erfurt
Hommage à Sennefelder, Rahmenprogramm Weimar 1999 –
Kulturstadt Europas, Kulturhof zum Güldenen Krönbacken, Erfurt (K)
Ips typographus L., Buchhandlung Walter König, Köln (E)
1998           
Das verlorene Paradies, Galerie Rothamel,
Kunst und Computer, Altonaer Museum, Hamburg (K)
Ips typographus L., Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, Weimar (E)

Realien - Schloß Fechenbach Dieburg, 2013

HerbariusumGalerie Konviktstraße 3/Freiburg im Breisgau - 2013

Herbariusum, Naturselbstdruck, 2013

Natur im Kasten - Ernst-Haeckel-Haus Jena/Novalis Museum 2011

«Textoriusum», Universitätsbibliothek Weimar, 2009

«Realien», Neue Galerie Kassel, 2005

 

KASSEL. Dass die gemalte Pfeife keine Pfeife ist, hat uns spätestens Magritte gelehrt: Die Darstellungen sind nicht das, was sie vorgeben zu sein. Aber was ist von einem Teppichklopfer zu halten, der durch seinen eigenen Abdruck - mittels Staub nämlich - auf Papier reproduziert wird? Der Teppichklopfer als Schatten seiner selbst, ein reales, fast naturalistisch anmutendes Artefakt, aber auch ein Monument des Verschwindens. Wenn Peter Heckwolf seine Ausstellung in der Neuen Galerie "Realien" nennt, dann liegt darin also auch leise Ironie. Denn mit "Realien" werden - wie das Wörterbuch mitteilt - nicht nur die wirklichen Dinge und die Tatsachen an sich bezeichnet, sondern auch die alte Auffassung der Naturwissenschaften als Grundlage aller Bildung. Sämtliche Wortbedeutungen schwingen dabei mit. Heckwolf, Künstlerischer Leiter der Druckwerkstatt an der Bauhaus Universität Weimar, geht den Dingen auf den Grund, indem er sie so nimmt, wie sie sind. Er öffnet uns die Augen für das, was uns umgibt und was wir schon gar nicht mehr wahrnehmen. Es geht ihm nicht um ein vorher intendiertes ästhetisches Resultat. Der Künstler beschreibt den umgekehrten Weg: Das Objekt, seine Eigenschaften und sein Potential bedingen das Ergebnis. In unmittelbarer Auseinandersetzung mit den Materialien druckt Heckwolf im Direktverfahren, womit er eine faszinierende Methode zur Sichtbarmachung des Verborgenen gefunden hat, die den Dingen ihre Aura wiedergibt. Originale Spinnennetze nahm er mit der Platte ab, ätzte sie und ließ aus den gedruckten Einzelblättern ein berückendes Buch entstehen, das sich fast zu wissenschaftlichen Studienzwecken über die verschiedenen Formen von Spinnweben eignet. In einem weiteren Buch namens «Ipstypographus» läßt er den Borkenkäfer als Buchdrucker fungieren: Die Strukturen der Wege des Insekts im Holz macht Heckwolf sichtbar. Und daß auch die Nase im Taschentuch Abdrücke hinterläßt, liegt verblüffend nahe. Man kommt nur nicht darauf. Andreas Gebhardt in HNA 2005

Teppichklopfer mit Pigmentstaub abgedruckt - Ausstellung Realien - Neue Galerie Kassel, 2005

«Die Sache selbst» Ernst-Haeckel-Haus Jena, 2003

«Flotsam and Jetsam», documenta-Halle Kassel, 2003